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11. Juni bis 6. Juli geſchloſſen werden. Auch ſonſt kamen im Laufe des Schuljahres mehrfach Erkrankungen vor.
14. Leider haben wir den Verluſt zweier braven und gewiſſenhaften Schüler durch den Tod zu beklagen. Eduard Fürſtenfeld aus Friedberg, der ſchon im Laufe des vorher⸗ gehenden Schuljahres erkrankt und von der Teilnahme am Unterricht dispenſiert war, ſtarb, ohne wieder in das Seminar zurückgekehrt zu ſein, am 6. Juli 1891 im Hospital zu Friedberg. Sämtliche Lehrer und Schüler gaben dem Entſchlafenen das letzte Geleite.— Johannes Mark aus Hainſtadt i. O., welcher während der Weihnachtsferien an der Influenza darniedergelegen hatte, aber als geneſen in unſere Anſtalt zurückgekehrt war, erkrankte hier von neuem und ſtarb nach mehrwöchentlichem Krankenlager am 16. Februar 1892 infolge eines Hirnſchlages. Das ganze Seminar begleitete die Leiche bis zum Bahn⸗ hofe, von wo aus dieſelbe zur Beſtattung in die Heimat übergeführt wurde. Drei der beſten Freunde des Verſtorbenen gaben ihm bis dahin das Geleite, während die übrigen Schüler, ſowie ſeine Lehrer ſich zu einer Trauerfeier in den Räumen des Seminars vereinigten.
15. Zur Anfertigung von naturwiſſenſchaftlichen Modellen und Apparaten wurde für die Zöglinge unſerer Anſtalt eine Werkſtätte eingerichtet und denſelben dadurch Gelegenheit geboten, ſich auch einige Kenntnis im Handfertigkeitsunterricht zu erwerben.
16. Am 16. März beſuchte Herr Turninſpektor Marx unſere Anſtalt und nahm eine Prüfung der Zöglinge im Turnen vor.
17. Am 17. März, dem Tage der Beiſetzung unſeres in Gott ruhenden Landesherrn, des höchſtſeligen Großherzogs Ludwig IV., fand Vormittags 11 Uhr in dem der tiefſchmerz⸗ lichen Veranlaſſung entſprechend geſchmückten Muſikſaale des Seminars eine Trauerfeier ſtatt, bei welcher mehrere paſſende Geſänge vorgetragen und in einer Anſprache an die ver⸗ ſammelten Lehrer und Schüler der Regententugenden, ſowie der großen Verdienſte des hohen Dahingeſchiedenen um Land und Reich in herzlicher Weiſe gedacht wurde.
18. Wegen zahlreicher in der Unter⸗Klaſſe vorgekommener Krankheitsfälle mußten die Schüler dieſer Klaſſe am 19. März in die Heimat entlaſſen werden.
19. Bei dem zum Gedächtnis unſeres heimgegangenen Landesherrn, des Großherzogs Ludwig IV. Königlicher Hoheit, am 20. März abgehaltenen Trauergottesdienſte be⸗ teiligten ſich ſämtliche Lehrer und die noch anweſenden Schüler des Seminars.
H. prüfungsplan.
1. Schriftliche Prüfung: Am 21., 22. und 23. März.
2. Mündliche Prüfung: Am 4., 5. und 6. April.
3. Offentliche Prüfung (in der Turnhalle) Donnerstag den 7. April:
9— 9 ½ Religionslehre...... Seminarlehrer Schüler.
9 ½— 10 Muſtktheorie....... Seminarlehrer Schmidt. 10— 10 ¾ Arithmetik und Algebra... Seminarlehrer Süß.
10 ¼— 11 ½ Deutſch........ Seminarlehrer Dr. Karg. 11 ½— 12 Turnen........ Seminarlehrer Gatzert.


