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Wiederholung Angabe der Urſachen und Eigenſchaften der Schönſchrift; Geſchmacksbildung durch Anſchauen ſchöner Schriftformen; Uebung im Schreiben auf der Wandtafel; Diktiren von Sentenzen, Sprüchwörtern und ſonſt allgemeinen Wahrheiten wegen Ueberführung der Hand zur praktiſch nothwendigen Gewandtheit. Anknüpfung von Belehrungen über Ortho⸗ graphie u. ſ. w. Uebungen in Keil⸗, Pfriemen⸗, Oval⸗, Wellenlinienſchrift u. ſ. w., zur Er⸗ reichung einer ſchwungvollen Schrift.
II. Kl. 2 St. Wiederholung der Uebungen in deutſcher und lateiniſcher Schrift, des Ziffernſchreibens u. ſ. w. im Schreibheft, auf Probeblättern und auf der Wandtafel; Schreiben anderer Schriftformen, z. B. der Keil- und Pfriemenſchrift, des Oval- und F⸗Alphabets, des ſächſiſchen Duktus, der Menzzer'ſchen Schrift, Darmſtädter Aktenſchrift, Rundſchrift, Kanzlei⸗ ſchrift, römiſchen und gothiſchen Schrift, Druckſchrift, Fraktur, Zierſchriften; Schreiben der mathematiſchen und grammatiſchen Zeichen und Abkürzungen, der Interpunktionszeichen u. ſ. w. Geſchmacksbildung durch Vorzeigen ſchöner Schriften. Diktiren von Sentenzen mit Anknüpfung kurzer Beſprechung, um den Unterricht mehr zu beleben. Methodik des Schreibunterrichts.
J. Kl. Keine Lehrſtunde mehr; aber wöchentlich abzugebende Schriftproben werden controlirt, cenſirt und bei der Rückgabe mit unterrichtlichen Bemerkungen begleitet.— Seminarlehrer Wahl...
10. Zeichnen.
III. Kl. 2 St. Zeichnen gradliniger und aus graden und krummen Linien combinirter Figuren aus den beiden erſten Abtheilungen der Kumpa'ſchen Zeichenſchule.
II. Kl. 2 St. Fortſetzung dieſer Uebungen, Zeichnen von krummlinigen Figuren, Voluten und deren Combinationen mit einfachen Blatt⸗ und Blumenformen als Vorbereitung auf das Ornament⸗Zeichnen. Kumpa's Zeichenſchule II., III. und IV. Abtheilung.
I. Kl. 2 Abth. je 2 St. Ornament⸗Zeichnen; Einführung in das perſpektiviſche Zeichnen, Schattiren nach Vorlagen und Modellen. Beſprechung der Methode des Zeichen⸗ unterrichts.— Hilfslehrer Weinel.
11. Muſik. .. Einzelgeſang.
III. Kl. 3 Abtheilungen im Sommerhalbjahr, 2 Abtheilungen im Winterhalbjahr, mit je 2 St. Aus Thurn's„Schule für den Volksgeſang“ wurden die Vorübungen, und aus dem evang. Landeschoralbuche Melodien mit beſonderer Berückſichtigung von guter Tonbildung und Ausſprache eingeübt.
II. Kl. 2 Abtheilungen. Im Sommerhalbjahr je 2 St, im Winterhalbjahr je 1 St. Eingeübt wurden Choralmelodien und einſtimmige Volks⸗ und Schullieder.
I. Kl. 3 Abtheilungen mit je 1 St. Fortſetzung des Einübens von Choralmelodien und einſtimmigen Volks⸗ und Schulliedern.
6. Chorgeſang. II. Kl. Im Winterhalbjahr? St. Zwei⸗ und dreiſtimmige Lieder und Choräle wurden geſungen. I. Kl. 2 St. Einüben von dreiſtimmigen Chorälen, Motetten und weltlichen Chören.— Außerdem ſangen die Seminariſten der Kl. I öfters beim Gottesdienſt in der Burgkirche, ſowie in der Erbauungsſtunde des Seminars dreiſtimmige Choräle und Motetten mit Be⸗ gleitung des Harmoniums oder der Orgel.— Profeſſor Thurn.
y. Violinſpiel. III. Kl. In 4 Abtheilungen mit je 2 St. Wichtl's Violinſchule. II. Kl. In 4 Abtheilungen mit je 1 St. Violinſchule. Duette von Kalliwoda Op. 179, Op. 181. Einige Volkslieder und Choräle. I. Kl. In 4 Abtheilungen. Repetitionsübungen. Duette von Kalliwoda Op. 178, Op. 180, Pleyel Op. 8. Volkslieder und Choräle.— Seminarlehrer Süß.


