Jahrgang 
1885
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C. Die Progymnasialclassen sieben Classen.

NB.(Da der Unterricht im Lateinischen in der obersten Vorschulclasse, entsprechend der Gymnasialsexta, beginnt,

ist der Unterricht derjenigen Abtheilungen, welche das Progymnasium bilden, auf 7 Classen ausgedehnt. Es ist

demnach Cl. 7= Sexta, Cl. VI= Quinta, Cl. V= Quarta, Cl. IV= Unter-Tertia, Cl. III= Ober-Tertia, Cl. II= Unter-Secunda, Cl. I= Ober-Secunda.) Möller, Ebner, Wiesehahn.

1. Lateinisch.

(7) Sexta, 4 St. W.: Einübung des grössten Theils der regelmässigen Formenlehre nach PlötzVorschule, Lection 1 56. Kleinere schriftliche Uebungen. Von Zeit zu Zeit ein kurzes Proloco.

(VI) Quinta, 4 St. W.: Wiederholung der regelmässigen, Einübung der unregel- mässigen Formenlehre, der anomalen und defectiven Verba nach der Gr. von Ellendt-Seyffert. Plötz'Vorschule, L. 57 118..

(V) Quarta, 6 St. E.: Nach der Gr. von Ellendt-Seyffert Repetition der unregel- mässigen Formenlehre und Einübung der unregelmässigen Verba. In Haackes Aufgaben für Sexta von den unregelmässigen Verben bis zur Syntax. Exercitien und Proloco.

(IV) U.-Tertia, 6 St. 3 St. E.: In Haackes Aufgaben für Quarta Gen. und Accusativ. 3 St. W.: Zur Lectüre dienten 35 vitae aus Lhomond: urbis Romae viri illustres, 2 St.; Proloco im Anschluss an das gramm. Pensum und die Lectüre, 1 St.

(III) O.-Tertia, 6 St. E.: In Haackes Aufgaben Gen. und Accus. mündlich und schriftlich, 3 St.; aus Lhomond 36 vitae, Caesar B. G. 1 25, im Phaedrus die ersten 5 Bücher mit Auswahl, 3 St.

(II) U.-Secunda, 7 St. 2 St. M.: Ovid. Metam. 4 Nummern nach Siebelis, nebst Einleitung in die Metrik. 3 St. E.: In Caesar bellum Gallicum bis zum 4. Buch, 2 St.; wöchentlich ein Proloco, 1 St. 2 St. W.: Aus Haackes Aufgaben für Qua. und U.-Tertia Einübung der Lehre von den Tempora und Modi bis 231, nebst den entsprechenden Regeln der Gramm. von E.-S.

(I) O.-Secunda, 7 St. 2 St. M.: Verg. Aen. I; Extemporalexercitien, 1 St. 2 St. E.: In Haackes Aufgaben für IIIa und IIb Partic. bis Supinum. Nachtrag zu den Casus etc. bis Conjunctionen. 3 St. W.: Lectüre von Cic. pro Archia, pro Dejotaro; Livius XXI 18; Proloco im Anschluss an das grammatische Pensum.

2. Griechisch.

(IV) U.-Tertia, 4 St. M.: Formenlehre nach eigenem Lehrbuche bis zum Pronomen; Uebersetzen, mündlich und theilweise schriftlich die betreffenden Stücke in Schenkls Elementarbuch.

(III) O.-Tertia, 4 St. W.: In demselben Lehrbuch vom Pronomen bis zu Ende des Verbs, nebst Wiederholung des vorangegangenen Pensums. Im Schenkl die ent- sprechenden Stücke meist mündlich.

(II) U.-Secunda, 4 St. M.: Repetition der attischen Formenlehre bis ins Verbum im eigenen Lehrbuch, in Verbindung mit der homerischen, 1 St.; in Curtius Gramm. die Lehre von den Casus, nebst Beispielen im Schenkl, 1 St.; Xen. Anab. I(mit Auswahl) 1 St.; Hom. Od. I 200.

(I) O.-Secunda, 5 St. M.: In Curtius Gr. die Lehrevon den Tempora, nebst den Beispielen in Schenkl. 1 St.; Repetition der att. und hom. Formenlehre vom Verbum, 1 St.; Xen. Cyrop. I c. 4, Hom. Od. V, 228 und VI, abwechselnd 1 und 2 St.