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208. Strauß, S. 1 5 216. Bendheim, E. 226. Meyer, Ed. 209. Trapp, O. 217. Dönges, H. † 227. Morell, H.* 210. Trapp,. 1 218. Fleiſchheuer, K., aus Schwalheim. 228. Mörſchardt, G 211. Uloth, O., aus Nauheim.* 219. Kleſtauer, B aus Schwalheim. 229. Scheibel, A. 2124 Ulrich, W. 220. Hauſtädt, G 230. Schott, W 213. Weber, Ad. V 221. Horn, Fr. V 231. Seyd, K. 5 222. Iſer, A.* 232. Stern, Ed. Adei uh B. 223. Jehner, M., aus Schwalheim.* 233. Strauß, W. 214. Alekter, E F., aus Nauheim. 224. Kreuder, K., aus Oſſenheim. V 234. Tweddell, H., aus Ofindi en.* 235. Werner, Th.
215. Axt, A. 225. Magnus, H.
4. Chronik der Anſtalt.
Auch in dieſem Jahre beſuchte Herr Oberſtudiendirector Geheimrath von Willich bei ſeiner An⸗ weſenheit während der Prüfung am Schullehrerſeminar unſre Anſtalt und wohnte dem Unterrichte mehrerer Lehrer bei.
Mit dem Beginn des neuen Schuljahres im October 1873 vollzog ſich an unſrer Anſtalt ein be⸗ deutſamer Wechſel im Lehrercollegium. Die Herren Winter, Dr. Weyerhäuſer und Ritter traten ab, und zwar Erſterer an die Realſchule zu Darmſtadt, der Zweite an das Gymnaſium zu Büdingen, der Dritte an ein Privatinſtitut zu Friedrichsdorf. Wir widmen den Geſchiedenen hiermit den Ausdruck unſrer Hochachtung und freundlichen Andenkens. Dasſelbe gilt dem Herrn Pfarrer Gabel, der am 1. März 1874 nach Sulzheim in Rheinheſſen verſetzt wurde. An ſeine Stelle trat Herr Pfarrverwalter Bauer, der am 27. März formell in ſein Amt eingewieſen wurde.
Für die drei zuvor Genannten traten Herr Dr. Nies, Herr Dr. Ebner und Herr Claus ein, die mit dem Beginn des Schuljahres Herbſt 1873 in ihr Amt einsewiefen wurden. Dieſelben geben von ſich nachſtehende Mittheilungen.
1. Dr. Karl Nies wurde am 9. Juli 1850 zu Gießen geboren. Er wurde in dem Knaben⸗ inſtitute von Dr. Steinmetz(ſpäter Dr. Schwabe) für das Gymnaſium vorbereitet. Zu Oſtern 1862 trat er in die Quarta des Gymnaſiums ſeiner Vaterſtadt ein und beſtand zu Oſtern 1868 die Maturitäts⸗ pruͤfung. Hierauf ſtudierte er auf der Univerſität zu Gießen, abſolvierte jedoch zuvor ſeine Militär⸗ dienſtzeit. Seine Studien machte er unter der Leitung der Proff. Weigand, Schilling, L. Schmid,
Schäfer und Oncken einerſeits, und weiter der Proff. Gordan, Brill und Baltzer. Die philoſ. Vor⸗ prüfung beſtand er im Mai 1870 zund wurde dann bei Ausbruch des Krieges bei dem Erſatzbataillon des II. Gr. Infanterieregiments eingeſtellt und erhielt die Kriegsdenkmünze für Nichtcombattanten am Combattantenband. Nach beendigtem Feldzuge ſetzte er ſeine mathematiſchen Studien bei den Proff. Baltzer, Gordan und Paſch fort, war ordentliches Mitglied des mathem. und phyſik. Seminars und unterzog ſich im Juni 1873 der Prüfung für das höhere Lehramt vom mathem. Standpunkt. Er erhielt das Prädicat:„unbedingt lehrfähig“ und promovierte am 27. Juni. Nach kurzer Beſchäftigung an einem Mädcheninſtitute zu Gießen wurde er hierher verſetzt.
2. Dr. Leonhard Ebner wurde am 16. Sept. 1842 zu Lengfeld geboren, wo ſein Vater Volksſchullehrer war. Von ſeinem Vater vorbereitet wollte er das Lehrerſeminar beziehen. Durch die Verſetzung ſeines Vaters nach Horchheim bei Worms wurde es ihm ermöglicht„ſtudieren zu können“. Bei einem Oberſecundaner des Gymnaſiums zu Worms nahm er Privatunterricht in griech., lat., und franz. Sprache und trat im Sept. 1861 in die Unterſecunda gen. Anſtalt ein, beſtand Herbſt 1864 die Maturitätsprüfung und bezog die Univerſität Gießen. Hier ſtudierte er unter Anleitung der Proff. Lange, Lübbert, Lutterbeck, Vullers, Schmid, Schilling, Schäfer und Weigand und war Mitglied des philologiſchen Seminars. Im Aug. 1868 beſtand er das Staatsexamen(diss. Selecta quaedam capita ex aoristi usn Sophocleo) und erlangte die philoſ. Doctorwürde. Von Oct. 1868 an unterrichtete er an dem Schmitz'ſchen Inſtitute in Darmſtadt und abſolvierte inzwiſchen von Oſtern 1869—70 ſein Probe⸗ jahr an dem Gymnaſium daſelbſt. Im Oct. 1873 wurde er von Gr. Oberſtudiendirection zum prov. Lehrer an hieſiger Realſchule ernannt.
3. Auguſt Claus wurde am 14. Dec. 1813 zu Heimertshauſen geboren und erhielt den erſten Unterricht von ſeinem Vater, der daſelbſt Lehrer war. Von ſeinem 12. Jahre an beſuchte er das Inſtitut des Pfarrers Dingeldein zu Romrod, in welchem er auch Unterricht in der lat. und franz. Sprache genoß. Nach beſonderer Vorbereitung bei den Lehrern Heiß und Kiſſinger zu Alsfeld bezog er 1860


