Die Feier zur Entlassung der Abiturienten am 24. März 1928 war mit einer Ge- dächtnisfeier für Dürer verbunden. Der Abiturient Hans Lindenheim schilderte „Nürnberg zu Dürers Zeit“, der Direktor stellte Albrecht Dürers Wesen und künstlerisches Wirken in den Mittelpunkt seiner Abschiedsrede, in der er in Dürer, dem Deutschen, der heutigen Jugend einen Führer zeigte.
Folge der Darbietungen:
1. Schülerorchester: Aufzug der Meistersinger... R. Wagner. 2. Rede des Abiturienten Hans Lindenheim: Nürnberg zu Dürers Zeit. 3. Gesangsvortrag: Verachtet mir die Meister nicht.. R. Wagner.
(Herr Rektor A. Gronen.) 4. Entlassung der Abiturienten. 5
5. Chorgesang: Wach' auf, es nahet gen dem Tag. R. Wagner. 6. Schülerorchester: Tanz der Lehrbuben.... R. Wagner.
(Musikalische Leitung: Herr Studienrat Heinrich Weigand.)
Am 30. März 1928 fand das Abturnen der Kürturnerstatt. Auch im vergangenen Winter hatten diese unter der Oberleitung des Herrn Studienassessors Joseph Schmidt und unter ihrem Obmann, dem Oberprimaner Herbert Urschel, eifrig geübt und die nunmehr fünf- undzwanzigjährige Uberlieferung der Kürturnervereinigung, die im Jahre 1903 Herr Professor Georg Bender und Herr Studienrat Dr. Alfred Gerlach ins Leben gerufen hatten, in Ehren gehalten. Bei der schlichten Erinnerungsfeier gedachte der Direktor und Herr Dr. Walter Nagel, der Sprecher des Wöhlerschulvereins, der Verdienste der Gründer dieser Schülervereinigung, die sich als Pflegestätte straffer körperlicher Zucht und vaterländischer Gemeinschaftserziehung unseres Nachwuchses bewährt hat, auch auf die früheren Schüler ihre Anziehungskraft stets aufs neue ausübt.
7. Erlasse und Verfügungen.
Ministerium, 22. 1. 1927: Oberprimaner, die beabsichtigen, später eine Technische Hoch- schule zu besuchen, sollen sich schon 6 Monate vor der Reifeprüfung bei der Hochschule, die sie besuchen wollen, unter Angabe der Fachrichtung nach den Richtlinien für die praktische Ausbildung erkundigen und sich rechtzeitig eine Praktikantenstellesichern.
Ministerium, 28. 5. 1927: Behandlung der Fragen des Völkerbundes im Ünterricht.
Ministerium, 12. 8. 1927: Neue Bestimmungen über die Versetzung der Schüler und Schülerinnen an den höheren Schulen Preußens.
Ministerium, 22. 9. 1927: Verhütung der Verbreitung übertragbarer Krankheiten durch die Schulen.
Ministerium, 17. 10. 1927: Wer sich dem höheren Lehrfach widmen will, muß, bevor er sich zur Staatsprüfung meldet, mindestens zwei Semester an praktischen Ubungen bei dem Hochschul-Turm und Sportlehrer teilgenommen und während einer gleichlangen Zeit Vor- lesungen aus dem Gebiet der Leibesübungen gehört haben.
Ministerium, 3. 11. 1927: Bedingungen zur Aufnahme in die Staatlichen Pädagogischen Akademien, die der Ausbildung als Volksschullehrer dienen(s. Zentralblatt 1927, S. 331).
Reichswehrministerium, 20. 1. 28: Die Einstellung von Freiwilligen, die die Offizier-, Sanitätsoffizier- und Veterinäroffizierlaufbahn anstreben, erfolgt am 1. April jeden Jahres. Vorbedingung dafür ist Bestehen der Reifeprüfung einer neunklassigen höheren Lehranstalt. Die Anwärter müssen ihr Anstellungsgesuch in der Zeit vom 1. April bis 31. Mai des der Einstellung vorausgehenden Jahres bei den Truppenteilen, bei denen sie einzu- treten wünschen, vorlegen. Dies kann bei drei Truppenteilen geschehen. Sanitäts- und
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