14
brief, b) I. Korinther- und Philemonbrief, Uberblick über Apostelgeschichte. Wieder- holung: a) Bergpredigt und Psalter, b) früher gelernter Psalmen und Lieder. a: Tenter, b: Hartte.
b) Katholische. 2 St. Vgl. Abschnitt C. 2. Deutsch. 3 St. IIa: Althochdeutsche Texte, Hildebrandslied, Waltharilied; aus-
gewählte Abschnitte aus dem Nibelungenlied— dazu Proben aus der Edda und Wagners Ring des Nibelungen— und Gudrun, Dietrichsagen; Hartmann, Der arme Heinrich;
Wolfram, Parzival; Meier Helmbrecht, Minnesang; Walther von der Vogelweide. Uber- sicht über die altdeutsche Sprach- und Literaturentwicklung. Goethe, Egmont; Hebbel, Die Nibelungen; Ibsen, Nordische Heerfahrt. Privatlektüre: Scheffel, Ekkehard; Freytag, Ahnen; Dahn, Kampf um Rom. Vorträge der Schüler über deutsche Sagen und Kultur- geschichte des Mittelalters. Dorschel.
Aufsätze: 1. Willst du, mein Sohn, frei bleiben, so lerne was Rechtes und halte dich genügsam und nie blicke nach oben hinauf.(Kl.) 2. Gilt auch vom Waltharilied Uhlands Behauptung, daß„das ganze deutsche Epos eine Poesie der Treue“ sei? 3. Warum glaubt der Dichter der„Klage“, daß Kriemhild trotz aller ihrer Frevel doch nicht der„helle swaere“ tragen wird? 4. Wodurch unterscheidet sich der Hagen Hebbels von dem des Nibelungenliedes? 5. Rembrandts Hundertguldenblatt. 6. Warum kann der arme Heinrich Genesung finden?(Kl.) 7. Walther von der Vogelweide und das Papsttum.(Kl.) 8. Durch welche Eigenschaften nötigt uns Herzog Alba Achtung, ja Teilnahme ab?(K.).
IIIb: Lektüre: Althochdeutsche Texte, Hildebrandslied u. a., ausgewählte Abschnitte aus Nibelungenlied und Gudrun, Parzival und Walther von der Vogelweide. Einführung in die mittelhochdeutsche Sprache und die deutsche Literatur des Mittelalters. Hart- mann, Der arme Heinrich; Goethe, Götz, Egmont; Hebbel, Die Nibelungen. Freie Vor- träge der Schüler über deutsche Sagen und Kulturgeschichte des Mittelalters. Breucker.
Aufsätze: 1. Soll ich dir die Gegend zeigen, mußt du erst das Dach besteigen. 2. Daudets Er- zählung vom Wolf und der Ziege und ihre tiefere Bedeutung.(Kl.) 3. Eine mittelalterliche Schwertleite.(Kl.) 4. Der Kampf zwischen Selbstsucht und Nächstenliebe im Armen Heinrich. 5. Die seelische Entwicklung Kriemhilds in Hebbels Nibelungen. 6. Wie spiegelt sich in den Sprüchen Walthers von der Vogelweide der Thronstreit zwischen Staufern und Welfen wieder.(Kl.) 7. Inwiefern bewahrheitet sich an den Ge- stalten in Goethes Götz das Sprichwort„Untreue schlägt ihren eigenen Herrn“?(Kl.) 8. Inwiefern bestätigt Leonardos Abendmahl die Behauptung„Schönheit ist verschleierte Symmetrie“?(Kl.)
3. Latein. 6 St. II1 a: Wiederholung der Formen- und Kasuslehre sowie des früher erworbenen Wortschatzes. Ergänzung der Satzlehre(Reinhardt-Bruhn, Ausg. B,§ 146 ff., § 306 bis 400). Mündliche und schriftliche Ebersetzungen im Anschluß an Bruhn- Preiser, Aufgaben zum Übersetzen ins Lateinische, Teil III. Hausarbeiten, Übungs- und Klassenarbeiten(Ebersetzungen aus dem Lateinischen und ins Lateinische im An- schluß an die Lektüre).— Lektüre: Vergils Aeneis I, 1—156, 223— 296; II, 1— 804; IV, 554— 705; VI, 440— 892 kursorisch. Auswendig gelernt wurden der Eingang und die Laokoonepisode. Cicero, pro lege Manilia. UÜbungen im unvorbereiteten Ubersetzen aus Caes. bell civ. Einführung in die griechisch-römische Altertumskunde und Literatur- geschichte Im Sommer: Engel, im Winter: Schreiner.
IIib: Satzlehre nach Reinhardt-Bruhn(Ausg. B),§ 286— 400; Wiederholung der Formen- und Kasuslehre, insbesondere der syntaktischen Propädeutik des Tertiapensums; mündliche und schriftliche Ubersetzungen nach selbstgewählten Beispielen und aus Wulff-Bruhn- Preiser III. Schriftliche Ubungs- und Klassenarbeiten(in das Lateinische und aus dem Lateinischen). Lektüre: Vergil, Aeneis I, 1—334; II, 1—66, 195— 267, 313— 317, 324— 327, 506— 587, 634— 804; IV, 1— 114, 173— 400; VI, 440— 475, 680- 715, 750— 892; XII, 697— 952. Durchblick durch die ganze Dichtung; einzelne Stellen wurden auswendig gelernt. Vergil, Georgica, I, 1—42; II, 136— 176, 458— 540. Im Anschluß an die Vergillektüre: Auswahl aus Ekkehards Waltharius(ed. Strecker, Berlin, Weidmann), vs. 1—115, 215— 289, 1106— 1115, 1130— 1227, 1381— 1456.—


