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Ubersicht
über die während des Schuljahres Ostern 1912 bis Ostern 1913 erledigten Lehraufgaben.
Realgymnasialklassen nach dem Frankfurter Lehrplan.
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1. Religion. a) Evangelische. 2 St. Kirchengeschichte der Neuzeit. Römerbrief. Ausgewählte Kapitel aus der Glaubens- und Sittenlehre. Tenter. b) Katholische. 2 St. Vgl. Abschnitt C des Programms.
2. Deutsch. 3 St. Tia: Durchblicke durch die deutsche Literaturgeschichte des 18. und 19. Jahrhunderts. Lektüre(zum Teil Privatlektüre): Goethe, Dichtung und Wahrheit, Iphigenie, Tasso, Faust I, Italienische Reise, Lyrik; Grillparzer, Medea. Freie Vorträge, im Sommer über Goethes Leben, im Winter geschichtlichen und kulturgeschichtlichen Inhalts.. Breucker.
Aufsätze: 1. Wie haben die Alten den Tod gebildet? 2. Thema nach Wahl. 3. Goethe in Straßburg.(Kl.) 4. Welche Umwälzungen hat die Ausnutzung der Dampfkraft hervorgerufen?(Kl.) 5. Das italienische Volk im Urteil Goethes(nach der Italienischen Reise). 6. Warum ist der französische Bürger im 18. Jahrhundert unzufrieden mit der bestehenden Ordnung der Dinge?(Kl.). 7. Orest und Pylades, ein Vergleich. 8. Inwiefern wird in Goethes Schauspiel auch Iphigenie vom Fluch der Tantaliden bedroht, und wie befreit sie sich von ihm?(Prüfungsaufsatz Ostern 1913.)
L'b: Durchblicke durch die deutsche Literaturgeschichte des 18. und 19. Jahrhunderts. Lektüre(zum Teil Privatlektüre): Lessings Nathan, Auswahl aus der Hamburgischen Dramaturgie; Schillers Don Karlos, Wallenstein, Uber naive und sentimentalische Dich- tung; Goethes Egmont(nebst Schillers Rezension), Iphigenie. Auswahl aus Schillers und Goethes Gedichten. Kleists Prinz Friedrich von Homburg. Freie Vorträge meist über Leben und Werke der Klassiker. Goez.
Aufsätze: 1. Die christlichen Gestalten in Lessings Nathan und ihr Verhältnis zu der Grundidee des Dramas.(Kl.) 2. Wie wird der Prinz Don Karlos erzogen? 3. Egmont und Oranien.(Kl.) 4. Immer strebe zum Ganzen, und kannst du selber kein Ganzes werden, als dienendes Glied schließ' an ein Ganzes dich an! 5. Ist Oktavio Pikkolomini ein Schurke zu nennen?(Kl.) 6. Der Krieg ist schrecklich, wie des Himmels Plagen; doch er ist gut, ist ein Geschick, wie sie.(Kl.) 7. Wie wird Orest in Goethes Iphigenie von dem„Geleit der Furien“ befreit?(Kl.) 8. Wie hat Schillers Kunst die im Prolog zum Wallenstein bezeichnete Aufgabe gelöst, den rauhen Helden unserm Herzen„menschlich näher zu bringen“? (Prüfungsaufsatz Ostern 1913).
3. Latein. 5 St. Lia: Lektüre: Horaz, Oden I, 4, 7, 10, 14, 24; II, 2; III, 1—6, 13; Satiren I, 1 und 9. Auswendig gelernt wurden I, 14; II, 10; III, 1 und 13; die früher gelernten Oden wurden wiederholt. Tacitus, Germania; Cicero, pro Archia z. T.; Chrestomathie aus Schriftstellern der silbernen Latinität(ed. Opitz-Weinhold); UÜbungen im unvorbereiteten UÜbersetzen aus Livius und Caesar, de bell. civ., Sallust. Wieder- holungen aus der Satz- und Formenlehre sowie aus der Altertumskunde. Schriftliche Cbersetzungen in der Klasse aus dem Lateinischen ins Deutsche.


