Jahrgang 
1886
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b) Gesonderter Unterricht der Realabteilung.

I. Religionslehre. a) Evangelische. 2 St. Kirchengeschichte, Abschluss und Repetitionen. Lektüre: das Evangelium Johannis, der Brief Pauli an die Römer c. 111. Die Confessio Augustana art. 113 gelesen und erklärt. DLa Tx.

b) Katholische. 2 St. Siehe S. 22. Im Sommer Sehrbrock, im Winter Linz.

2. Latein. 5 St. Lektüre Sommer: Tacitus, Ann. I cap. 60 II, 18; Horatius, Epist. I. 2. 8. 9. 10. 13. 14. 15; II, 3; Winter: Tacitus, Hist. I, 160;, Horatius, Sat. I. 1. 4. 7. 9; II, 1. 6. Repetition der früher gelesenen Oden. 4 St. Grammatik: Alle 14 Tage ein Extemporale(Ubersetzung aus dem Lateinischen, meist aus Livius). Im Anschluss hieran grammatische Repetitionen. 1 St. Valentin.

5. Mathematil. 5 St. Geometrie 3 St.: Im Sommer Elemente der neueren Geometrie; im Winter analytische Geometrie der Ebene. Algebra 2 St.: Im Sommer Binomialtheorem, Wahrscheinlichkeitsrechnung. Im Winter: einfachere unendliche Reihen; Maxima und Minima. Aufgaben aus Bardey. Monatlich eine häusliche oder Klassenarbeit zur Korrektur durch den Lehrer. Aufgaben in der Reifeprüfung Herbst 1885: 1. Jemand leistet 15 Jahre lang, zu Beginn

eines jeden Jahres, Zahlungen; das erste Mal 600 Mark, darauf jedesmal 40 Mark weniger. Wie lange kann ihm hierfür eine im 16. Jahre beginnende, je am Schlusse des Jahres fällige Rente gewährt werden,

die jährlich um 10% steigt und mit 100 Mark anfängt? 2. Wie verhält sich das Volumen des einer Kugel einbeschriebenen grössten Kegels zum Volumen des kleinsten umbeschriebenen? 3. Bestimme ein Dreieck aus seinen 3 Höhen. Konstruktion und Berechnung. ha= 6, hb= 5, he= 4. 4. Die Spitze

eines Dreiecks bewegt sich parallel zur Basis. Welchen Weg beschreibt der Höhendurchschnitt? Ostern 1886: 1. Jemand zahlt(praen.) 40 Jahre hindurch a) je 90 Mark in eine Wittwenkasse, b) je 105 Mark in eine Lebensversicherungsanstalt. Nach seinem Tode zahlt die Wittwenkasse 10 Jahre lang(postnum.) 1050 Mark, die Lebensversicherungsanstalt 10,000 Mark bar. Welche Versicherung war vorteilhafter? = 3 ½. 2. Wie muss sich in einem geraden Tetraeder die Höhe zur Grundkante verhalten, damit die eingeschriebene Kugel ein möglichst grosser Bruchteil vom Tetraeder sei? 3. Gegeben 84 qm, r= 8,125 m;)= 4 m. Gesucht a, b und c. 4. Welches sind die Orter für die Mittelpunkte der Be- rührungskreise sämtlicher Dreiecke, welche auf der nämlichen Grundlinie stehen und dieselbe Summe der beiden anderen Seiten haben? Weber I.

4. Physik. 3 St. Im Sommer Optik, zweiter Teil, im Winter Mechanik, zweiter Teil. Ausserdem die Elemente der mathematischen Geographie.(Krebs, Grundriss.) Aufgaben in der Reifeprüfung Herbst 1885. Ein cylindrisches Gefäss mit dem Querschnitt Q= 0,156 qm ist bis zu einer Höhe von 4,9 m mit Wasser gefüllt. Es läuft durch eine am Boden befindliche Ausfluss-Offnung von 5 Pdm Querschnitt vollständig leer. In welcher Zeit geschieht dies? Ausfluss-Coefficient x= 0,616. Ein gerades Paraboloid von der Höhe h und von kreisförmiger Grundfläche mit dem radius rotiert um seine Axe. Bestimme sein Trägheitsmoment. h2= 1 m;= 0,2 m; specif. Gewicht s= 7,5. Ostern 1886: 1. Senkrecht auf der Axe eines sphärischen Spiegels steht in einer Entfernung g.= 72 em ein Gegen- stand und giebt ein 6 cm hohes Bild. Rückt man den Gegenstand um 24 em weiter, so verändert sich die Bildhöhe um 1 cm. Wie gross ist die Brennweite des Spiegels? 2. Auf einer Curve von r= 300 m radius soll eine Lokomotive mit der Geschwindigkeit von 10 m fahren. Wie viel höher muss die äussere Schiene liegen als die innere, wenn der Druck normal zur jeweiligen Schienenebene stehen soll? b) bei welcher Geschwindigkeit würde auf einem Geleise von dieser Neigung die Lokomotive dennoch umschlagen, wenn= 80 m wäre? Spurweite= 1,5 m; Höhe des Schwerpunkts der Lokomotive über der Schienen- Ebene= 1,6 m. Weber I.

5. Zeichnen. 2 St. Freihandzeichnen: 1. Semester das animale Ornament. 2. Semester Natürliche Pflanzen. Darstellende Geometrie: 1. Semester Perspective. 2. Semester Schatten-

konstruktion. Knörk. 2

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