Mit besonderem Danke verzeichnen wir die regelmäßige Ueberlassung von Gastkarten zu den Vorträgen des Freien Deutschen Hochstifts und zu den Symphoniekonzerten des Frank- furter Orchestervereins.
Der Gesundheitszustand war im größten Teil des Jahres gut; nur Ende Januar und Anfang Februar fehlte in mehreren Klassen ein hoher Prozentsatz der Schüler wegen Grippeerkran- kung.
i. Schulgeldsatz, Freistellen, Unterstützungen
Der Schulgeldsatz beträgt monatlich 17.—(im letzten Monat jedes Vierteljahres 16.—) RM. Wenn ältere Geschwister eine im Deutschen Reich gelegene öffentliche oder private mittlere, höhere, Fach- oder Hochschule besuchen, kann für das zweite Kind eine Ermäßigung um 25 Prozent, für das dritte um 50, für die folgenden um 100 Prozent eintreten(seit 1. 4. 27 nur auf ausdrücklichen Antrag des Erziehungsberechtigten— s. u. VIII f). Für diese Ermäßi- gungen sowie zur Förderung begabter bedürftiger Schüler durch Freistellen, Erziehungsbei- hilfen oder leihweise Hergabe von Lernmitteln sind 20 Prozent des Schulgeldaufkommens zur Verfügung gestellt. Sie werden zum weitaus größten Teil durch die Geschwisterermäßigungen und Freistellen in Anspruch genommen. An Freistellen waren verliehen:: im Sommer 6, im Winter 8; ¾: im Sommer 8, im Winter 9; ½: im SJommer 18, im Winter 19(ab 1. 1.: 20), im Sommer 12, im Winter 8. Als Erziehungsbeihilfe waren einem würdigen und be- dürftigen Schüler 180 RM. bewilligt.
Eine Schulkasse unter der Verwaltung des Direktors wird aus den Ueberschüssen bei Schul- aufführungen und Spenden bei der Weihnachtsfeier und sonstigen Gelegenheiten gespeist und zum Besten der Schüler verwandt; mit besonderem Danke sei wieder eine Spende von 50.— RM. verzeichnet, die uns der Vater eines der diesjährigen Abiturienten überwiesen hat.
k. Berufsberatung
Die Sorge für die Berufsberatung hat sich in der gleichen Weise betätigt wie in den Vorjah- ren, ebenso die Zusammenarbeit mit dem städtischen Berufsamt(Große Gallusstraße 17), das wiederholt von unseren Schülern in Anspruch genommen wurde. Auch hier sei empfehlend auf die„Merkblätter“ für die einzelnen Berufsarten hingewiesen, die von der Deutschen Zentrale für Berufsberatung der Akademiker im Verlag Trowitzsch& Sohn, Berlin SW. 48. Wilhelmstraße 29. herausgegeben werden(Preis 40 Pfg.). Das im Laufe des Jahres eingehende Material über Berufsanforderungen und-aussichten wird jeweils den Schülern bekannt ge- geben und steht zur Einsichtnahme zur Verfügung.(S. auch S. 20 unter VII.)
W. Elternbeirat, Verein ehemaliger Schüler, Spenden
Der Elternbeirat wurde am 24. 6. neu gewählt und bestand aus folgenden Mitgliedern: 1. Herrn Oberingenieur Kunhenn, Diesterwegstraße 20(Vorsitzender). 2. Herrn Lehrer Gün- ster, Schwanheim, Feldbergstraße 26(Schriftführer), 3. Frau Direktor Moser, Holbeinplatz 32. 4. Frau Major Stentzler. Städelstraße 23. 5. Herrn Oberstadtsekretär Noll, Schwanthaler- straße 29. 6. Herrn Direktor Schenck, Feyerleinstraße 11. Mit Beginn des neuen Schuljahres wird Herr Architekt Heunisch, Rembrandtstraße 9, als 7. Mitglied hinzutreten.— Die Zusam- menarbeit zwischen Elternbeirat und Schule vollzog sich in der gewohnten reibungslosen Weise, getragen von gegenseitigem Vertrauen. Zur Erledigung wichtiger Fragen des Schul- lebens wurden im Berichtsjahre 4 Sitzungen abgehalten.
Der Verein chemaliger Schüler des Kaiser Wilhelms-Gymnasiums(Vorsitzender: Herr Wer- ner Fraenkel) hat im Berichtsjahre 1928 in gewohnter Weise weitergearbeitet und zu seiner alten Schule die engsten Beziehungen unterhalten. Wir danken ihm besonders für die Stif- tung eines Wanderpreises zum jährlichen Austrag der Schulmeisterschaft im Wettlauf.
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