1806 wird das hl. Römische Reich deutscher Nation lar und Regensburg zum„Drimitialstaat“
aufgelöst, Frankfurt verliert seine Selbständigkeit vereinigt, an dessen Spitze der Erzkanzler des und wird mit dem Fürstentum Aschaffenburg und Deutschen Peiches, Erzbischof Karl von Dalberg den bisher gleichfalls freien Reichsstädten Wetz- als„Fürst-Primas“ tritt. Dn Staats-⸗Calender der
Fürſt⸗Primatiſchen Stadt Frankfurt am Main auf das Jahr
1807
erweitert sich die Zahl der bestehenden Schulen um die
Muſterſchule.
Hr. M Anton Gruner, Oberlehrer. Joh. Friedrich Köhlen. Friedrich Bernh. Ludw. Sänger. bleibend angeſtellte Joh. Conrad Nänny. Jehrer. Heinrich Wetzel. Chriſt. Gottl. Karl, Tehrer im Singen. Cand. Theol. Joh. Gerlach Guldner. Chriſt. Friedrich Ulrich. Joh. Chriſt. Diehl, Tehrer des Schönſchreibens in der Nnabenſchule. 1 Ferd. Franc. Duchatel, Tehrer der Franzöſiſch. Sprache. Joh. Adam Preſtel, Tehrer im Seichnen in der erſten Dnabenelaſſe. Den Unterricht in der weiblichen Handarbeit des Nähens und Strickens ertheilt Frau Johanna Eleonore Heſſe.
und das Zeichnungs⸗Inſtitut.
Beſtehtbereits ſeit An. 1779, deſſen beſondere Ordnung u. Statuten aber per. ven. Senat. Conclusum de 10 Febr. 1801 u. von Sr. Fürſt⸗Primatiſchen Hoheit, unſerm Hochwürdig⸗ ſten Souverain, mittelſt Cabinet Reſeripts vom 6. Jan. 1807 gnädigſt beſtätiget u. in höchſten Schutz genommen ward.
Hält quartaliter Seſſion.
Hr Joh. Georg Grambs, I. U. D., Director perpetuus. Joh. Heinr. Philipp Schott, Löbl. 9r Collegii Mitglied. Peter Friedrich d'Orville.
Heinrich⸗Schwendel.
Joh. Georg Zinck, Löbl. 511 Collegii Mitglied.
Joh. Friedrich⸗Schönemann.
Joh. Gerhard Jännicke, Not., Secretarius.
Joh. Andreas Benjamin Reges, wurde An. 1709 als Lehrer hochobrigkeitlich beſtätiget.
Phil. Jac. Hoffmann, Tehrer im architebtiſchen Zeichnen.
uaO+ddal
1808 trennte die Fürstlich Primatische Spezialkommis- 1809 haben sich die katholischen Schulanstalten, ins- sion die katholische Pealschule der vormaligen besondere unsere beutige Selektenschule, das Stiftsschule von dieser ab und vereinigte sie mit„Gymnasium Fridericianum“, und die jetzige Dom- dem katholischen Gymnasium zu einer Doppel- schule, damals als„Knabenschulen an der St. anstalt, dem Gymnasium Fridericianum; die drei Bartholomäi-Pfarrkirche“ bezeichnet, weiter aus- katholischen Schulen: Gymnasium, Realschule und gebaut.
Volksschule unterstanden einem gemeinsamen Di- rektor. 40


