Jahrgang 
1932
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An unsere Eltern, Freunde und Schüler!

Abt Ephrem auf dem Vatikanischen Konzil zeigt uns, wie er in schwerster Zeit kämpft, leidet, opfert und siegt und uns dadurch ein leuchtendes Beispiel gibt.

Herzlich danke ich dem hochwürdigsten Herrn Abt des Trappisten-Klosters Olenberg i. E. und seinem verehrten Klosterbibliothekar, dem hochwürdigen Herrn P. Sacerdos, für die Güte, mit der sie mir auch in diesem Jahre das wertvolle Kloster-Archiv zur Verfügung stellten.

Aus dem Leben und Arbeiten der Schule im Schuljahr 1931-32 etwas zu erfahren, ist Erwartung und Recht aller der Schule Nahestehenden. Obwohl Zeitverhältnisse und heutige Jugend Anlaß zu reichen Mitteilungen, die sich dem Erziehen geradezu aufdrängen, geben, muß der Not ge- horchend nur weniges genügen.

Mein Bericht über unseren Festsaal soll zeigen, wie wir trotz der Not der Zeit uns den engen Ver- hältnissen anzupassen suchen, so daß Unterricht und Erziehung auch unter schwierigsten Umstän- den nicht leiden.

Studienrat Anton Michel berichtet zusammenfassend über unser bescheidenes Schultheater und seine wertvollen Auswirkungen für Erziehung und Unterricht. Die Rückschau zeigt den Eltern und Freunden unser Wollen und gibt uns neuen Auftrieb für die Zukunftsarbeit.

Im fünften Teile berichtet Studienrat Dr. Josef Hebeisen über die unter seiner Leitung durchge- führte Studienfahrt der Untersekunda 1951-32 in den Schwarzwald. Der Not der Zeit Rechnung tragend müssen unsere Studienfahrten ihren Radius verkleinern, was der Kenntnis der engeren Heimat zugute kommt.

Die von mir zusammengestellten Bilder über den Schwarzwald hat uns der Badische Verkehrs- verein in Karlsruhe in freundlicher Weise zur Verfügung gestellt; auch ihm sei an dieser Stelle herzlichst gedankt. Neben dem Bericht über die Studienfahrt sollen sie diese rechtfertigen und andern Anregung geben.

Die beiden Bilder der Donauversickerung hat Studienrat Dr. J. Hebeisen selbst aufgenommen, dem wir auch die Photographien des 3. u. 4. Teiles verdanken. Die beiden ebenso schönen, wie instruktiven Vogelschaukarten werden einervertieften Orientierung über den Schwarzwald gute Dienste leisten.

Die in der Mappe beigefügte Reliefkarte hat uns entgegenkommender Weise die Reichsbahn- direktion Karlsruhe geschenkt, wofür wir herzlichen Dank sagen.

Daß das Jahrbuch der Selektenschule in diesem Notjahr erscheinen kann, wurde durch die ver- ständnisvolle Zusammenarbeit der Buchdruckerei Franz Jos. Henrich, der Bauer'sche Cießerei und des Selektenschulvereins E. V. ermöglicht.

Und nun ziehe hinaus, mein liebes Jahrbuch, zu unseren Freunden, stelle dich vor als Bote einer altehrwürdigen Stätte vaterstädtischer Erziehung und bitte darum, daß man dich auch liest und beherzigt: Eine große Tradition verpflichtet gewiß die Schule, eine große Tradition verpflichtet aber ebenso alle Kreise, die der Schule kraft ihrer Weltanschauung nahe stehen. Am Anfange aller Verpflichtungen stehen für alle jedoch nicht tönende Worte, sondern steht die allein Ce- sinnung beweisende Tat!

Dr. phil. KARL BREUER Frankfurt a. M., den 8. September 1932 Studiendirektor der Selektenschule