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Oberlehrer Dr. Mannheimer und Schmahl. Die Klassen M é bis M 3 hatten den Sarg ihrer Lehrerin ebenso wie der Lehrkörper der Schillerschule mit Kranzspenden geschmückt.
Mit Beginn des Winterhalbjahrs traten mehrere Verändrungen im Bestand des Lehr- körpers ein. Die Ordentliche Lehrerin Lydia Prange trat an eine Frankfurter Mittelschule über und wurde für das Winterhalbjahr durch die Schulamtsbewerberin Hilda Georgi ersetzt. Die Schillerschule begleitet die ausgetretne Amtsgenossin mit den besten Wünschen für ihre weitere Tätigkeit und bleibt ihr für die liebevolle Förderung ihrer jüngsten Schülerinnen, die mit herzlichem Zutrauen an ihrer Lehrerin hingen, in Dankbarkeit verbunden. Der Kandidat des Höheren Schulamts Dr. Arnold Sander wurde fürs Winterhalbjahr zu einem Studienaufenthalt in England beurlaubt; wir freuen uns, ihn zu Ostern 1010 als Oberlehrer wieder bei uns begrüßen zu können.
Neu traten mit Beginn des Winterhalbjahrs in den Lehrkörper ein:
1. Oberlehrer Hans Schlosser.
Hans Schlosser, evangelischen Bekenntnisses, wurde geboren am 15. Juli 1882 zu Gießen, wo er auch das Gymnasium besuchte. Von dort wurde er im März 1001 mit dem Reife- zeugnis entlassen, um sich an der Landesuniversität dem Studium der Geschichte und der alten Sprachen zu widmen. Im Herbst 1902 ging er nach Bonn und hielt sich da bis Ostern 1004 auf. Nach Gießen zurückgekehrt, vollendete er dort seine Studien und bestand im Frühjahr 1906 die Staatsprüfung für das höhere Lehramt.
Sein Seminarjahr machte er am Gymnasium zu Gießen durch und blieb auch weiterhin an dieser Anstalt, an der er von April 1907 bis Oktober 1903 eine Lehrerstelle verwaltete. Nach- dem er seiner Militärdienstpflicht im Infanterie-Regiment Kaiser Wilhelm II.(2. Großherzoglich Hessisches) Nr. 116 in Gießen genügt hatte, konnte er im Oktober 1000 die ihm übertragne Ober- lehrerstelle an der Schillerschule zu Frankfurt a. M. übernehmen.
2. Oberlehrerin Dr. Sibylla Geest.
Sibylla Geest, geboren 1882 in Rastatt, evangelischen Bekenntnisses, besuchte ver- schiedne Privatschulen in Bromberg, Graudenz. Straßburg im Elsaß, bestand 1901 das Examen für Höhere Mädchenschulen in Straßburg nach 1 ½ jährigem Besuch des Lehrerinnenseminars Bon-Pasteur daselbst und unterrichtete l Jahr an der Höheren Mädchenschule in Hagenau im Elsaß.
Dann besuchte sie 2 Jahre lang die Unter- und Oberprima der Oberrealschule in Freiburg im Breisgau. bestand 1904 dort die Abiturientenprüfung und in Karlsruhe die Ergänzungsprüfung des Realgymnasiums, studierte von Herbst 1904 bis Ostern 1007 an der Universität Freiburg im Breisgau, bestand im Sommer 1905 die Ergänzungsreifeprüfung des Gymnasiums in Bruchsal, studierte im Sommer 1907 an der Universität in Straßburg im Winter 1907/08 an der Universität zu Heidelberg, bestand danach das Doktorexamen in Englisch, Deutsch und Philosophie in Freiburg im Breisgau, studierte im nächsten Jahr an der Universität zu Straßburg und bestand dort im Sommer 1908 die Oberlehrer-Prüfung in Englisch und Französisch als Hauptfach, Deutsch als Nebenfach.
Danach unterrichtete sie von Ostern 1908 bis Herbst 1000 an der Lindnerschen Höheren Mädchenschule in Straßburg und trat im Herbst 1900 an die Schillerschule in Frankfurt a. M. über.
Als Hilfskräfte wirkten im Berichtsjahre außer den bereits genannten Schulamts- bewerberinnen, die ihre ganze Tätigkeit der Schillerschule widmeten, an den Realgymnasial- klassen der Anstalt:
die Oberlehrer:
1. Professor Dr. Kurt Lincke von der Klinger-Oberrealschule, 2. Dr. Friedrich Gündel vom Realgymnasium Musterschule(Sommerhalbjahr),


