Jahrgang 
1909
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Chorgesang mit M 4 und 3, U III, sowie R 5 2 zusammen. Einübung folgender 14 Gesänge (dreistimmig): 1. Die Nacht, von Franz Schubert. 2. Hebe deine Augen auf, von F. Mendelssohn-Bartholdy. 3. Der Frühling naht mit Brausen, von F. Mendelssohn- Bartholdy. 4. Nun zu guter Letzt, von F. Mendelssohn-Bartholdy. 5. Sie sollen ihn nicht haben, von Robert Schumann. 6. Nimm deine schönsten Melodien, von Franz Abt. 7. Hurra, Germania! von Alfred Gräßner. 8. Gebet fürs Vaterland, von A. Lwoff. 9. Tochter Zion, von J. F. Händel. 10. Mailied, Volksweise.

Zur Schillerfeier(10. November 190⁰): 11. Freude, schöner Götterfunken, Volksweise. 12. Die Hoffnung, von Max Krause. 13. Holder Friede, süße Eintracht, von Andreas Romberg. 14. Das Mädchen aus der Fremde., von Alfred Milarch.

1 Stunde: Ziegler.

Turnen. Spiele im Freien. UÜbungen an Geräten. 2 Stunden zusammen mit R 5 2: Liermann.

IV. Der Lehrkö rper.

1. Mitteilungen über den Bestand des Lehrkörpers im abgelaufenen Schuljahr.

In den Lehrkörper der Schillerschule traten zu Ostern 1909 als fest angestellte Lehrkräfte neu ein:

1. Oberlehrer Dr. Nathan Mannheimer.

Nathan Mannheimer, israelitischen Bekenntnisses, geboren in Birkenau(Hessen) am 20. November 1865, besuchte die Volksschule, die Höhere Bürgerschule zu Weinheim und die Höhere Lehranstalt zu Pfungstadt.

Im Frühjahr 1884 kam er als Religionslehrer nach Düdelsheim in Oberhessen. gab nach nahezu zehnjähriger Tätigkeit diese Stelle auf und bezog im Herbst 1893 die Universität Heidelberg, wo er Mathematik und Naturwissenschaften studierte. Nachdem er 1895 die Reifeprüfung als Externer am Gymnasium zu Bensheim nachgeholt hatte, bestand er Ostern 1898 in Karlsruhe das Staatsexamen und promovierte im Sommer desselben Jahres zu Heidelberg auf Grund seiner Dissertation über algebraische Differentialgleichungen.

Von Ostern 1807 bis Herbst 1900 war er an den Realschulen zu Dürkheim und Franken- thal als Mathematiklehrer, siedelte dann nach Frankfurt am Main über, wo er von Ostern 1901 bis Ostern 1002 an der Musterschule das Probejahr ablegte. Von Ostern 1902 bis Herbst 1903 war er Wissenschaftlicher Hilfslehrer an der Bockenheimer Realschule, übernahm dann den Mathematik- und Physikunterricht an den Realgymnasialkursen für Mädchen, mit denen er an die Schillerschule kam, wo Ostern 1900 seine Anstellung als Oberlehrer erfolgte.

2. Oberlehrer Dr. Bertold Käbitz.

Bertold Käbitz, katholischen Bekenntnisses, wurde am 9. Juni 1870 zu Muggensturm in Baden geboren. Er besuchte die Oberrealschule zu Aachen, die er Herbst 1901 mit dem Zeugnis