wendiglernen von Gedichten und Prosastücken. Reichliche Übungen im mündlichen Ge- brauch der Sprache. Durchnahme des grammatischen Lehrstoffes im Anschlusse an das Übungsbuch bis zum— er-Verbum einschliesslich.(6 Std.) Henkel.
Von einer Darstellung der übrigen Lehraufgaben wird abgesehen, da sie ohne weiteres aus den im Buchhandel erhältlichen amtlichen Lehrplänen von 1901 zu ersehen sind.
Turnunterricht. Für das Turnen im Freien wird der Schulhof, für das Turnen im geschlossenen Raum die Turnhalle benutzt, die der Anstalt gehört und uneingeschränkt zur Verfügung steht. Von sämtlichen Turnübungen war im Winterhalbjahre 1 Schüler(0,75%) aus Gesundheitsrücksichten befreit, von einzelnen Übungsarten oder zeitweise im Sommer 1 (0,75%), im Winter 2 Schüler(1,5%).— An den Turnspielen, die Donnerstags nach- mittags auf dem Spielplatz an der Forsthausstrasse oder auf dem Schulhofe stattfanden, beteiligten sich im Sommerhalbjahr sämtliche Schüler; geübt wurden Lauf-, Fang- und Ball- spiele, besonders Schlag- und Schleuderball. Im Winter wurden alle 14 Tage Spiele oder Wanderungen abgehalten, an denen etwa die Hälfte der Schüler teilnahm.
75 Schüler= 57,7% der Gesamtzahl sind Freischwimmer; 26 haben das Schwimmen im Berichtsjahre erlernt.
II. Verfügungen und Erlasse.
Mai 8.(Min.-Erl. v. 8. 3.) Es wird warnend auf den schädlichen Einfluß hingewiesen, den der Besuch für die Jugend ungeeigneter Vorstellungen, besonders auch in Kinematographen-Theatern, auf die Schüler aus. üben kann.(Vgl. auch unter VI.)
Oktober 31. Ein Ministerial-Erlaß v. 21. September macht von neuem auf die Gefahren der Schundliteratur aufmerksam und gibt für Schule und Elternhaus Anregungen zu ihrer wirksamen Bekämpfung.(Vgl. unter Nr. VI.)
Februar 28. Der Zeichenlehrer Andreas Lappe wird vom 1. April ab am Sachsenhäuser Gymnasium angestellt.
III. Zur Geschichte der Anstalt.
Das Schuljahr begann am Montag, den 15. April, mit Aufnahmeprüfungen; der Unterricht wurde am Dienstag, den 16., mit einer Feier eröffnet. Zu den bisherigen Klassen trat die Untertertia hinzu.
Da durch Errichtung der neuen Klasse eine Erweiterung des Lehrkörpers bedingt war, wurde der wissenschaftliche Hilfslehrer Dr. Henkel überwiesen, der allerdings zunächst eine militärische Übung abzuleisten hatte. Zu seiner Vertretung blieb daher Herr Pinterich noch bis Mitte Juni an der Anstalt, um dann an das Goethe-Gymnasium zurückzukehren. Dagegen verliess uns bereits mit Beginn des neuen Schuljahres Herr Dr. Hartung, der zum Oberlehrer am Reform-Realgymnasium in Wiesbaden gewählt worden war. An Stelle der ausscheidenden Herren, denen wir für ihre treue Mitarbeit zu grossem Danke verpflichtet sind, traten der wissenschaftliche Hilfslehrer Zickel und die Kandidaten Dr. Becker und Dr. Seehaussen.— Den Zeichenunterricht erteilte wie bisher der Zeichenlehrer an der Schillerschule P. Scheffler, und von der gleichen Anstalt übernahm Herr Kern aushilfsweise noch einige Stunden. Da beide Herren zu Ostern ihre Tätigkeit am Sachsenhäuser Gym- nasium beenden, so sei ihnen für die wertvolle Hilfe, die sie der Anstalt in den ersten
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