Jahrgang 
1929
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Seit Ostern 1928 erteilt Herr Dr. Eschwege den israelitischen Religionsunterricht auf der Oberstufe. 4 Auch in dem Schuljahre 1928/29 konnte Herr Studienrat Diehl seinen vollen Unterricht nicht übernehmen; er wurde durch Herrn Studienreferendar Foucar und nach dessen Ausscheiden von Pfingsten an durch Herrn Studienreferendar Dr. Müller entlastet.

flerr Studienrat Dr. Schmitz war von Ostern bis Pfingsten um einige Stunden durch Herrn Studienreferendar Rang und von Anfang September bis Weihnachten durch Herrn Studienrat i. e. R. Schimmelpfeng entlastet, um eine weitere Lehrbefähigung zu erwerben.

Von Ostern 1928 ab wurde die Schule vom Provinzialschulkollegium in Kassel zur Ausbil dungsanstalt für Studienreferendare bestimmt; es wurden die Herren Referendare Bangel, Dr. Gündel, Höfner, Maibach und Dr. Müller zur Ableistung des ersten Jahres des Vorbereitungs- dienstes überwiesen.

Durch Erlaß des Herrn Ministers für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung wurde der Di- rektor zum Mitglied des Wissenschaftlichen Prüfungsamts für reine Mathematik ernannt.

Ende Mai übernahm Herr Musiklehrer Otto, der bis 31. 3. 1928 an der Rödelheimer Real- schule tätig war, die Vertretung des erkrankten Herrn Studienrats Meister.

Von Pfingsten bis Mitte August unternahm Herr Studienrat Dr. Schenk eine Studienreise nach Frankreich; er wurde während dieser Zeit durch Herrn Studienrat i. e. R. Schimmelpfeng vertreten.

Am 1. 7. 1928 schied Herr Studienreferendar Höfner aus der Sachsenhäuser Oberrealschule aus und wurde der Helmholtz-Oberrealschule zur weiteren Ausbildung überwiesen.

Am 1. 10. 1928 trat Herr Studienrat Meister in den Ruhestand; an seine Stelle trat Herr Musiklehrer Otto, der Herrn Meister schon seit Ende Mai vertreten hatte.

Alois Meister, geboren am 4. August 1863 in Montabaur, ist 44 Jahre als Lehrer tätig gewesen, 40 ½% Jahre hat er in Frankfurt a. M. gewirkt, 27 ½ Jahre hat er dem Lehrkörper unserer Schule seit deren Gründung angehört. Er wurde als Vorschullehrer an die Sachsenhäuser Oberrealschule berufen und hat auch die letzte Vorschulklasse unserer Schule geleitet. Neben seiner Tätigkeit als Vorschul- lehrer war er seit Gründung der Schule mit dem Gesangunterricht und mit der Leitung des Schüler- chors betraut. Er wurde 1922 zum Obermusiklehrer und bald darauf zum Studienrat ernannt; er war Mitglied der Frankfurter Prüfungskommission für Musiklehrer.

Bruno Otto, geboren am 17. März 1876 in Baitgendorf, Kr. Eckartsberga, besuchte das Lehrer- seminar zu Erfurt und war vom 1. Oktober 1806 bis 30. September 1904 als Lehrer in Heiligenstadt, Halle a. S. und Kassel tätig. Seit dem 1. Oktober 1904 befindet er sich im Schuldienst der Stadt Frank- furt a. M. Vom 1. April 1911 bis 31. März 1928 war er Musiklehrer an der Rödelheimer Realschule, nachdem er die Prüfung für Gesanglehrer an höheren Lehranstalten vor der staatlichen Prüfungskom- mission in Charlottenburg abgelegt hatte. Nach der Auflösung der Rödelheimer Realschule(1. April 1928) wurde er unserer Schule zur Deckung des Unterrichtsbedarfs zur Verfügung gestellt.

Am 1. 10. 1928 wurden die Herren Studienreferendare Bangel, Maibach und Dr. Müller der Klinger-Oberrealschule, Herr Studienreferendar Dr. Gündel dem Lessing-Gymnasium zur weite- ren Ausbildung überwiesen. Zur selben Zeit wurden die dem Bezirksseminar angehörenden Her- ren Referendare Dr. Berlinger, Dr. Boß, Schmidt und Weber und im November Dr. Eberle der Sachsenhäuser Oberrealschule zur praktischen Ausbildung zugeteilt.

Vom 15. 10. 1928 ab übernahm Herr Studienrat i. e. R. Hans Schmidt einen Teil des Unter- richts des erkrankten Studienrats Dr. Haase.

Zum selben Zeitpunkt schied Herr Dr. Gutermuth aus dem Lehrkörper der Schule aus; die von ihm erteilten 12 Stunden wurden je zur Hälfte von den Herren Referendaren Dr. Ber- linger und Weber übernommen.

Am 4. 11. 1928 erlitt die Schule einen schweren Verlust durch den Tod des Herrn Studien- rats Dr. Dohse.

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