Am 14. und 15. November unternahm die Obe rprimab die vorgeschriebene zwei- tägige Wanderung unter Leitung ihres Klassenlehrers Dr. Kr aemer. In der Frühe des 14. ging es mit der Bahn nach Heigenbrücken. Von da begann die Wanderung durch den Spessart, die zunächst nach Rothenbuch führte, wo kurz gerastet wurde. Von da wurde über Weibersbrunn. Mespelbrunn, Heinbuchental nach Wintersbach marschiert. Hier fand sich gute Unterkunft für die Nacht. Am anderen Tag ging es um ½ 0 Uhr weiter über Eschau nach Mönchsberg, von da nach kurzer Rast über den Tannensturz nach Kloster Engels- berg. Dann wurde bei Heubach über den Main gesetzt und durch den Schlofipark nach Mil- tenberg gegangen. Abends wurde von dort die Heimfahrt angetreten. Die Wanderung ver- lief bei gutem Wetter trotz grofier Marschleistungen zur vollen Zufriedenheit aller Be- teiligten.
Aufgabenfreier Nachmittag war im Sommerhalbjahr der Mittwochnachmittag, im Winterhalbjahr war an verschiedenen Tagen aufgabenfrei je nach der Lage der Turn- spiele für die einzelnen Klassen.
Der Gesundheitszustand der Schüler war im grofſten und ganzen zufriedenstellend. Die Geschäfte des Schularztes waren Herrn Prof. Dr. Schlesinger übertragen.
An der städtischen Frühstücksspeisung in der 5. Pause. für die täglich 5. 6 oder 12 Pfg.. je nach der Vermögenslage der Eltern. zu zahlen sind, nehmen noch etwa 50 Schüler teil. In der 2. Pause ist aufterdem ein Milchausschank eingerichtet. An ihm nehmen 80 Schüler teil. Die Schüler zahlen 0,10 Mk. für 0.25 J.
Auf Grund des zwischen dem Preußischen Ministerium für Volkswohlfahrt in Berlin und der Frankfurter Allgemeinen Versicherungs-Aktiengesellschaft in Frankfurt a. M. ab- geschlossenen Vertrages über die Unfall- und Haftpflichtversicherung im Interesse der staat- licherseits geförderten Jugendpflege vom 1. April 1925 wurden drei Schülern, denen infolge von Unfällen beim Turnen Arztkosten entstanden sind, diese von der Allg. Vers.-A.-G. zurückerstattet.
i) Der Schulgeldsatz beträgt monatlich für Einheimische 10 Rm., für Auswärtige 12,50 Rm., für Ausländer 20 Rm.
Im Berichtsjahr waren vom Schulausschuß für höhere Schulen 57 Schülern ganze, drei Schülern halbe Freistellen gewährt. Fünf Schülern wurde eine Erziehungsbeihilfe gewährt.
Unsere Hilfsbücherei, die über 8000 Bände zählt und von den Herren Studienräten Dr. Rumpf und Dr. Lorey in dankenswerter Weise verwaltet wird, steht allen Schülern gegen eine geringe Vergütung. die hauptsächlich zum Ausbessern schadhaft gewordener Bücher dient, zur Verfügung.
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Der Obmann unseres Lehrerkollegiums für die Berufsberatung ist Herr Studienrat Dr. Schmitz. Er sowohl wie der Direktor, der öfters um Rat angegangen wurde, und auch die übrigen Kollegen erteilten nach besten Kräften Auskunft, die auch jederzeit von dem Städtischen Berufsamt kostenlos gegeben wird..
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