Jahrgang 
1913
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beteiligen, doch versäumten wir nicht, Seine Majestät den Kaiser, der am Nachmittag auf der Fahrt nach Cronberg durch Rödelheim kam, zu begrüßen. Den Jungen, die vor dem Schulgebäude standen und begeistertHurra riefen, winkte Seine Majestät mehr- fach freundlich zu.

In den letzten beiden Vormittagstunden des 31. August vereinigte der Unterzeichnete zur Vorfeier des Sedantages die Klassen Quarta bis Untersekunda im größten Klassenraume zu einer Vorlesung aus dem vaterländischen RomanSieg von Hanns von Zobeltitz. Des unbeständigen Wetters wegen veranstalteten wir statt des am 2. September geplanten Turnfestes im Biegwald am 16. September eine Sedan- feier im großen Garten und Saale desDeutschen Hofes, an der erfreulicher Weise sehr viele Angehörige der Kinder und andere Freunde der Anstalt teilnahmen. Vom Schulhof aus ging es unter Vorantritt der Musik des uniformierten Landwehr- und Vetée- ranenkorps durch die Straßen unseres Stadtbezirks nach demDeutschen Hof, wo sich folgendes Programm abwickelte: 1) Kaffeetafel der einzelnen Klassen. 2) Chorgesang: Und hörst du das mächtige Klingen- 3) Freiübungen der Mädchen. 4) Gemeinsamer Gesang: O Deutschland, hoch in Ehren. 5) Aufmarsch und Freiübungen der Tertianer und Sekundaner. 6) GCemeinsamer Gesang: Turner, auf zum Streite. 7) Fünfkampf der Obertertianer und Untersekundaner(Lauf, Weitsprung, Kugelstolen, Ba'ren, Pferd). 8) Festrede des Herrn Oberlehrer Scharowski. 0) Gemein- samer Gesana: kfeil dir im Siegerkranz, 1. Str. 10) Reigen der Kſeinsten. 11) Wettspiele der jüngeren Schüler. 12) Chorgesang: Sie sollen ihn nicht haben. 13) Verteilung der Preise an die Sieger. 14) Gemeinsamer Gesang: Deutschland, Deutschland über alles. Herr Oberlehrer Fries, der die Verteilung der Ehrenpreise vornahm, verkündete als besten Turner der Anstalt für das Jahr 1912 den Untersekundaner Heinrich Geßner, dessen Name auf der silbernen Ehrentafel der Schule steht. Nach Anbruch der Dunkelheit marschierte alles mit Musik im Fackelzuge auf den Schulhof zurück, wo der Unterzeichnete in einer Schlußansprache die Schüler ermahnte, die tapferen Gefallenen von 1870/71 nie zu vergessen und sie zum Vorbild hingebender Vaterlandsliebe zu nehmen. Mit einem kleinen Feuerwerk auf dem Schulhof schloß der festliche Tag. Dank den reichen Geldspenden des Rödelheimer Schulvereins, sowie der Herren J. Fr., H. HI., H. Kr., W. L. und Dr. V. konnte trotz ganz bedeutender Unkosten ein Uberschuß von 50,07 M. erzielt werden, der dem VereinJugendfreund zur Unterstützung hilfs- bedürftiger Schulkinder überwiesen wurde.

Die diesjährige Weihnachtsfeier, um die sich unser bewährter Gesanglehrer, Herr Bruno Otto, wieder besonders verdient gemacht hat, fand am 19. Dezember, abends 6 Uhr, im voll besetzten großen Saale desDeutschen Hofes statt. Das Programm dieser stimmungsvollen Feier lautete:

1) Vorspiel: Paraphrase über das WeihnachtsliedStille Nacht(R. Dobritsch). 2) Gemein- samer Gesang: Vom Himmel hoch, da komm' ieh her(M. Luther). 3) Schriftverlesung. 4) Vorträge: a. Christnacht(R. Prutz), b. Weihnachtsmärchen(P. Dehmeh). 5) Chorgesang: O du fröhliche(J. Falk). 6) Vorträge: a. Weihnacht(E. v. Wildenbruch). b. Das Vöglein auf dem Weihnachtsbaum(fl. v. Schmid). 7) Musikstücke: a. Largo aus einer Kammermusik(C. F. Händel). b. Nachtigallenscene(G. F. Händel). 8 Gesang der Vorschüler: Ihr Kinderiein, kommet(J. A. P. Schulz). 0) Vorträge: a. Der armen Kinder Weihnachtslied(O. J. Bierbaum). b. Das Krippenfest(M. Möller). c. Knecht Ruprecht(M. Boelitz). 10) C horgesang: a. Es ist ein Reis entsprungen(M. Praetorius). b Christkindlein, komm' herein. 11) Vorträge: a. Grön'ändisches Weinnachtsidyll(R. Fu-hs). b. Geschichten(Th. Lingen). 12) Gesang der Vorschüler: Hurra, der Weihnachtsmann ist da(G. Stolz). 13) Musikstück: Eine heitere Schlittenpartie (F. X. Chwatal). 14) Gesang der OQuintaner: a. Bonne Nuit. b. Guten Abend, gute Nacht (J. Brahms). 15) Vorträge: a. Sankt Niklas' Auszug P. Dehmel). b) Weihnacht auf dem Feuer- schiff(P. G. Heims). 10) Ansprache des Leiters der Anstalt. 17) Gemeinsamer Schluß- gesang: Stille Nacht(F. Gruber).

Am Schluß seiner Ansprache überreichte der Unterzeichnete dem Obertertianer Hans Hühnlein in Anerkennung seines Wohlverhaltens und seiner guten Leistungen das aus den Mitteln derPoth-Stiftung(vergl. Abschnitt VI des Berichtes) beschaffte Werk von Schilling,Mit Blitzlicht und Büchse?. Zum Besten armer Kinder war ein