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nach dem Gehör.(Fibel, herausgegeben von den Rektoren zu Frankfurt a. M.). b. Schreiben. Im ersteu Semester in Verbindung mit dem Lesen. Hierauf besondere Übungen im Schön- schreiben und Abschreiben aus dem Lesestoffe der Fibel, zuerst auf Schiefer, dann auf Papier. Heinemann.
Rechnen. 5 St. Die vier Rechnungsarten im Zahlenkreise 1— 20 mit benannten und unbenannten Zahlen in mündlichen Ubungen; im vierten Quartale Anwendung von Ziffern. Heinemann.
Technischer Unterricht.
a. Turnen. Die Klassen I bis VI wurden, unter Kombination der Parallelklassen, in sechs Abteilungen je 3 Stunden wöchentlich von dem Turnlehrer Schulz unterrichtet. Dispensiert waren in I 6, in II, III, IV je 1 Schüler, in V Niemand, in VI 2 Schüler; in der Vorschule: 1. Klasse 2 St. Heinemann. 2. Klasse 1 St. Schulz. 3. Klasse: Gelegentliche Turnspiele. Heinemann. Dispensirt war Niemand.
b. Zeichnen, Von Quinta aufwärts je 2 St. wöchentlich. In V: Auffassen und Darstellen gerad- liniger ebener Gebilde, Ubungen von Auge und Hand; in IV: Auffassen und Darstellen gerad- und krumm- liniger Gebilde. In V und IV Klassenunterricht; vorgeschrittene Schüler, welche schneller als die Mehrzahl derselben ihre Aufgabe beenden, werden durch Veränderung der gestellten Aufgaben beschäftigt; in III: Als Ubergang vom Zeichnen der von dem Lehrer erläuterten Vorlage zur Wiedergabe plastischer Formen werden zunächst weniger, alsdann stärker aus der Fläche hervortretende Gypsmodelle benutzt. Einzel- unterricht, jedoch wird hier und auch in II und I eine Gruppe schwächerer Schüler wie in V und IV unterrichtet; in II und I Auffassen und Wiedergabe von Beleuchtungserscheinungen an plastischen Gyps- modellen. Einzelunterricht. Dittmar.
c. Gesang. 5 Abteilungen und zwar 1) VI, 2) V je 3 Stunden, 3) IV eine, 4) IIIa und b und IV eine Chorstunde. Schenkelberg. 5) Vorschule 1 und 2 eine Stunde. Müller.
d. Schreiben. In VI, V und IV je 2 Stunden; in IIIa und IIIb je eine Stunde(wahlfrei). Müller. In der Vorschule Klasse I 4 Stunden Müller, Klasse II 4 Stunden Heinemann, Klasse III mit dem Leseunterricht verbunden. Heinemann.
e. Handfertigkeits-Unterricht(wahlfrei). Dr. Dobriner.
Seit Oktober 1892 wird mit Genehmigung des Königlichen Provinzial-Schulkollegiums an unserer Schule Unterricht in der Handarbeit erteilt.
Dieser Unterricht soll die durch die Schule erstrebte allseitige Ausbildung nach einer bestimmten Richtung hin unterstützen: er soll die Geschicklichkeit der Hand üben, das Auge gewöhnen, scharf und richtig zu sehen, den Sinn für Ebenmaß und Schönheit der Formen ausbilden und endlich durch das Bemühen, mit der eigenen Hand etwas Zweckentsprechendes zu schaffen, unsere Jugend zur Achtung vor der Arbeit und zur rechten Würdigung der Hervorbringungen des Handwerks und der Kunst anleiten.
Zur Teilnahme an diesem Unterricht sind die Schüler der Quarta, in welcher der geometrische Unterricht beginnt, ausersehen; es meldeten sich 33 Schüler, die in 2 Abteilungen unterrichtet wurden.
Die Arbeitszeit war im Sommer: Mittwoch von 3—5 und Freitag von 2— 3 und 4— 5; im Winter: Mittwoch von 2—6.
Nach Erledtgung der Vorübungen wurden angefertigt: ein einfaches Zaubertäschchen ein Zauber- täschchen mit Kreuzbändern, eine Merktafel mit Schieferpapier, ein Notizbuchdeckel, 2 Würfel, ein Tetraeder, eiu Oktaeder, ein Ikosaeder, ein Dodekaeder, ein Cylinder, ein Kegel, eine cylindrische Federbüchse, ein von einem Kegel ausgehöhlter Cylinder, ein in 3 dreikantige Pyramiden zerlegbares dreikantiges Prisma, ein Kästchen mit übergreifendem Deckel, ein Schiebekästchen, eine kleine Schatulle.
Die letzten Gegenstände sind nur von den vorgeschrittenen Schülern erledigt worden.
Im Juli v. J. wurde zum ersten Male ein Ferienkursus für Handarbeit eingerichtet; unter Leitung des Herrn Pfannkuch, eines Lehrers der Karmeliterschule, arbeiteten 28 Schüler, zum grössten Teil aus Quarta, zweimal in der Woche an zwei Vormittagsstunden. Die Schüler beteiligten sich regelmäßig und mit großem Eifer an der Arbeit.


