Jahrgang 
1912
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Iſraelitiſche Religion: 2 St. Die Pflichtenlehre im Anſchluß an die zehn Gebote. Feſtzyklus. Ausführliche Bibelkunde. Die Liturgie. Religionsgeſchichte: Entwicklung der mündlichen Lehre bis zum

Abſchluß in den Codices. Aus der Geſchichte des zweiten Tempels. Seligmann. Deutſch: 3 St. Herder, Sturm und Drang. Goethe. Schiller. Geleſen: Dichtung und Wahrheit(in a nur die erſten Bücher), Taſſo, Schillers und Goethes Gedichte Außerdem in a.:

§H v. Kleiſt: Michael Kohlhaas und Ibſen: Brand. Beſprochen und wiederholt in a.: mittelhochdeutſche Epik und Lyrik; in b.: die in der Schule geleſenen klaſſiſchen Dramen. Dispoſitionsübungen.

Auſſätze in a.: 1) Hausaufſatz nach freier Wahl. Bearbeitet wurde u. a.: Sonnenuntergang am Meer. Recht und Sitten. Am germaniſchen Hof. Schiller und ſeine modernen Gegner. Wozu unterhält Deutſchland ſein Heer? 2) Klaſſenaufſatz aus demGötz: a) Der geſchichtliche Hintergrund im GCötz, b) Die Frauen im Götz, c) Georg und Franz. 3) Klaſſenaufſatz nach Dichtung und Wahrheit: a) Der Kaiſerliche Rat Goethe, b) Goethe und Frankfurt, c) Goethe und der Siebenjährige Krieg. 4) Hausaufſatz: Einer meiner Studientage. 5) Klaſſen⸗ aufſatz nach Egmont: a) Das Volk im Egmont, b) Philipps Maßregeln gegen die Niederländer; Aktion und Reaktion, c) Alba und Egmont, d) Oranien, e) Ferdinand, Albas Sohn. 6) Hausaufſatz: Das Los der Frauen iſt be⸗ klagenswert.

Aufſätze in b.: 1) Klaſſenaufſatz: AusNathan dem Weiſen a) Nathans Menſchenkenntnis, b) Nathans Welt⸗ anſchauung, c) Nathan und Recha, d) Worin beſteht Nathans Weisheit? e) Charakteriſtik des Tempelherrn. 2) Haus⸗ aufſatz: Thema nach freier Wahl. Gewählt wurden z. B.: Freundſchaft; Die Muſik; Die Einſamkeit; Feierabend; Wieviel Arbeit iſt doch zur Herſtellung einer Marmorſtatue nötig!; Der Kupferſtich; Die Feuerbachſche Iphigenie im Vergleich zur Goetheſchen; Die Kunſt, mit ſeiner Zeit richtig umzugehen; Lebensfreude; Gedanken über Wohl⸗ tätigkeit; Joſef Israels; Die Entwicklung des Meißener Porzellans; Anſelm Feuerbach; Die wirtſchaftliche Be⸗ deutung der deutſchen Kolonien: Reuters Onkel Bräſig. 3) Klaſſenaufſatz: a) Gedanken über die Mode, b) Unſere Bildungsmittel, c) Goethes pädagogiſche Anſichten in den Kindheitsbüchern vonDichtung und Wahrheit. 4) Haus⸗ aufſatz: a) Wie entſchwand Goethe nach ſeinen eigenen Worten in Leipzig alle Autorität? b) Was ſpürt man von Sturm und Drang in Goethes Schilderung ſeiner Straßburger Studentenzeit? c) Die ſittlichen Grundideen in Schillers Balladen. 5) Klaſſenaufſatz: a) Wer ſich den Menſchen nützlich machen will, muß doch zunächſt ſich ihnen gleichzu⸗

ſtellen ſuchen, b) Vergeſſen ein Fehler, ein Glück, eine Tugend, c) Die kulturellen Zuſtände Deutſchlands im Mittelalter. 6) Klaſſenaufſatz: a) Die Schuldfrage imTaſſo, b) Der Dreißigjährige Krieg nach ſeiner politiſchen Bedeutung. Keller. Siebert.

Pädagogik: 2 St. Syſtematiſche Pſychologie. Erziehungslehre. Geleſen in a.: Abſchnitte aus Salzmanns Aneiſenbüchlein; aus Jean Pauls Levana; aus Kerſchenſteiners ſtaatsbürger⸗ licher Erziehung; aus Förſters Charakterbildung; aus Meumanns Vorleſungen. Ausarbeitung: UÜberblick über die Logik. In b.: Luther: An die Bärgermeiſter; Abſchnitte aus Groos: Spiele der Menſchen und Ribot: Pſychologie der Gefühle. Buchegger. A. Barth.

Franzöſiſch: 4 St. Plötz: Syntax und Formenlehre der franzöſiſchen Sprache. Berlin 1910. Vorbereitung zu den franzöſiſchen Vorträgen und Vorſtellungen. Phonetik. Formenlehre. Syntax. Literatur⸗ geſchichte und Sprechübungen. Geleſen in a: Banville: Gringoire(Calmann-Levy). Leloir: Molière et Scaramouche(Calmann⸗Lévy). Pailleron: Le Monde ou l'on s'ennuie.(Velh.). Montes⸗ quieu: Lettres persanes(Gautier). Chateaubriand: Le Génie du Christianisme(Gautier). Daudet: Lettres de mon Moulin(Fayard). Proben aus der Proſa des 18. Jahrhunderts. Gedichte und Lieder.

15 ſchriſtliche Arbeiten: 4 Überſetzungen, 2 Diktate. 1 phonetiſche Arbeit, 8 freie Arbeiten. 1) a. Le grand personnage d'Athalie, c'est Dieu, b. Caractère d'Athalie. 2) a. Gringoire. Analyse, b. Caractère de Louis XI d'après Banville. 3) Acteurs ambulants d'après Molière et Scaramouche. 4) L'accordée de Village, tableau de Greuzc. 5) Analyse littéraire de La Mort et Le Bücheron. 6) Die Milchſtraße(Rehmer). 7) Un plan de vie.(Dumas.) 8) Ungelöſte Aufgaben(M. v. Ebner⸗Eſchenbach).

In b.: Syſtematiſche Erweiterung des Wortſchatzes im Anſchluß an Lagarde: Conversation

française. Wiederholung der Hauptſchwierigkeiten der Formen⸗ und Satzlehre. Geleſen; Bernardin de St. Pierre: Paul et Virginie(Nilſon). Feuillet: Roman d'un jeune homme pauvre (Calmann⸗Lévy). Zola: La Débacle(Velh). M. Enneccerus. Buchegger.

15 ſchriftliche Arbeiten; darunter 12 Extemporalien zur Einübung beſtimmter Abſchnitte der Grammatik; 3 freie Arbeiten: Description d'une pendule; Description d'un ballon; Esther; 1 Ausarbeitung: Etymologiſches.

Engliſch: 4 St. Herrig⸗Förſter: British Classical Authors, Braunſchweig. Deutſch⸗ bein⸗Willenberg: II. Teil, Syntax, von der Schule übernommene Ausgabe. Kapitel aus der Pho⸗ netik, Formenlehre, Syntax. Balladen, Gedichte und Lieder. Geleſen in a.: Shakeſpeare: Julius Caeſar und The Merchant of Venice. Milton: Paradise Lost, Book I. Nach Herrig: Proſa des 18. Jahrhunderts und der Amerikaner des 19. Jahrhunderts, ferner von Kipling, Carlyle,