Jahrgang 
1909
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weiter ein Lehrſaal für Naturkunde ſowie ein Laboratorium mit 3 Kohl'ſchen Arbeitstiſchen, welche 24 Seminariſtinnen gleichzeitig Platz zu experimentellen Arbeiten bieten, ferner drei große Sammlungsräume, Dunkelkammer, Säure⸗Raum ꝛc. Die beiden Lehrſäle ſind mit anſteigenden Sitzreihen verſehen und haben je einen Kohl'ſchen Experimentiertiſch, Dunkelvorrichtung und Epidiaſkop mit Zubehör. Dieſe Räume ſind teilweiſe ins Dach eingebaut. Die Geſchoſſe in dieſem Flügel ſind unter ſich durch eine zweiarmige Eiſentreppe mit Holzbelag verbunden.

2. Der Flügel an der UVogtſtraße enthält das eigentliche Seminar und zwar im Erd⸗ und II. Obergeſchoß die 10 Klaſſenräume, im I. Obergeſchoß alle Verwaltungsräume und im III. Ober⸗ geſchoß, vollſtändig in das Dach eingebaut, die großen, hellen Zeichen- und Modellierſäle, Malzimmer, nebſt den erforderlichen Modell⸗ und Sammlungsräumen. Der Eingang zum Seminar iſt naturgemäß als Haupteingang des Gebäudes zum Ausdruck gebracht. Man gelangt durch eine Veſtibulanlage zu der maſſiven dreiarmigen, durch Säulen und Bögen getragenen Steintreppe, welche die Stockwerke verbindet. Die Fenſter ſind mit einfach farbigen Bleiverglaſungen verſehen, die maſſiven Stufen mit Linoleum belegt.

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3. Der Flügel am Holzhauſen'ſchen park enthält im Unterteil die Turnhalle, die einen Eingang vom Hofe aus und einen zweiten Zugang für das Seminar vom Vorraum aus beſitzt. Am Nordende der Turnhalle iſt eine Empore eingebaut, während der darunter liegende Raum als Umkleideraum dient. Über der Turnhalle liegt der Feſtſaal, der durch 2 Geſchoſſe geht, mit kleiner Bühne und Nebenräumen. An ſeinem Nordende liegen übereinander der Sing⸗ und der Muſikſaal, beide vom Feſtſaal nur durch Rolläden getrennt, die bei Bedarf mit zum Feſtraum hinzugezogen werden können. Der Fußboden des oberhalb liegenden Muſikſaales erweitert ſich vor dem Rolladenabſchluß zu einer beſonders zugänglichen Empore nach dem Saale. Nach Süden iſt dieſem letztgenannten Gebäudeflügel das Dienſtwohngebäude an⸗ gegliedert, das im Erdgeſchoß die Schuldienerwohnung und in den Obergeſchoſſen die Wohnung des Seminardirektors enthält. Letztere iſt mit dem J. Obergeſchoß des Schulgebäudes durch einen äußeren gedeckten Gang unmittelbar verbunden.

Die innere Husſtattung der Rüume iſt einfach gehalten. Sämtliche Flure und Treppen⸗ häuſer haben Plattenfußböden ſowie Plattenwandbekleidung auf 1,10 m Höhe. Über der Wandbe⸗ kleidung, einſchl. der Decken iſt geſpritzter Leimfarbenanſtrich angewandt. In allen Lehrräumen, ſowohl