Jahrgang 
1930
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fl Frühstücksspeisung. An der von den städtischen Behörden eingerichteten Frühstücksspeisung nahmen im Durchschnitt 160 Schüler teil.

g) Gesundheitszustand, Schularztf.

Der Gesundheitszustand war im allgemeinen durchaus befriedigend. Sämtliche Klassen wurden im Laufe des Jahres von dem Schularzt, Herrn Sanitätsrat Dr. Rotschild und von der Schulzahnärztin, Frl. Dr. Levison untersucht.

I. SCHULGELD, FREISTEFLLEN UND SONSTIGEUNTERSTOTZUNSGEN.

a] Schulgeld.

Das Schulgeld betrug im vergangenen Jahre für Einheimische Mk. 200., für Xuswärtige und usländer Mk. 250., ſul das 2. Kind trat 50% Ermäßigung, für das 3. Kind Schulgelderlaß unter besonderen Bedingungen und nur auf ntrag ein..

Die Baerwald=Stiftung, zum Andenken an den im Weltkrieg gefallenen früheren Schüler Hans Hermann Baerwald begründet, bezahlte für einen bedürftigen und würdigen Schüler das Schulgeld.

b) Zahl der Freisfellen. Im Schuſjahre 1920/30 hatten 71 Schüler eine ganze und 5 Schüler eine halbe Breistelle inne.

c] Lehrmittelfreiheit und Theaterbesuch.

Denjenigen Schülern, die vom Schulgeld befreit waren, wurde auch Lehrmittelfreiheit gewährt. Aus einer von der Stadt zur Verfägung gestellten Summe Mk. 75.) konnte einer Anzahl von Schülern der Oberstufe der Besuch von Opern und Schauspielen ermöglicht werden.

d) Hilfsbücherei.

Aus der umfangreichen Hilfsbücherei konnten fast alle Ansprüche der sich meldenden Schüler berüdksichtigt werden. Im ganzen wurden rund 1200 Bücher ausgeliehen.

el] Erziehungsbeihilfen. Zwei Schüler der Oberstufe erhielten auf Antrag der Schule aus städtischen Mitteln eine Erziehungsbeihilfe.

f) Jubiläumsstiftung.

Aus den Mitteln der Jubiläumsstiftung der Schule, bei der 100-Jahrfeier 1903 begründet, wurden wieder vier früheren Schülern zinsfreie Darlehen von je Mk. 250. gewährt. b

Das Vermögen der Stiſtung betrus am 31. Dezember 1929 Mk. 10 424,61. g] Reinhardt⸗Fonds.

Nachdem das für eine Reinhardt=Stiftung zum Andenken an den im Weltkriege als Major gefallenen früheren Lehrer an der Musterschule, den Herrn Prof. Dr. Wilh. Reinhardt, gesammelte ansehnliche Kapital durch die Inflation völlig ent⸗ wertet war, wurde im September 1925 mit dem Grundstoc einer amerikanischen Spende in Höhe von Mk. 1073.50 die von der Schwester des Verstorbenen, Frau Howie-Buffallo, überwiesen waren, der Reinhardt⸗Fonds begründet. Durch gelegentliche Zuwendungen, namentlich vom Offiziersverein, und durch Zinszuwachs ist die Summe z. Zt. auf Nennwert Mk. 1600., angelegt in Goldpfandbriefen und hinterlegt bei der Nassauischen Landesbank, angewachsen.

Ueber die Zinsen verfügt der jeweilige Direktor zum Zwecke der sportlichen Ertüchtigung der Schüler der Anstalt. Im vergangenen Jahre wurden Mk. 100. verausgabt. 3

X. BERUFSBEFERATUNSG.

Amtliche Mitteilungen über Berufsaussichten, ebenso Merkblätter mit Angaben über die für Schüler höherer Lehranstalten hauptsächlich in Betracht kommenden Berufe wurden zugänglich gemacht. An den von der Universität veranstalteten Vorträgen über Berufsvoraussetzungen und Aussichten der akademischen Berufe nahmen eine Nnzahl von Schülern sowie deren Eltern teil. Erfreulicherweise wird das Städtische Berufsamt jetzt weit stärker als früher von unseren Schülern aufgesucht. Eine größere Xnzahl von ihnen hat sich vor der Berufswahl am Abschluß der Mittelstufe einer Berufs⸗ eignupgsprüfung unterzogen und daraus wertvolle Hinweise und Belehrung geschöpff..

D) ELTEFERNBEIRAT, ELTERN UND FREUNDE DER SCHULE.

l. DER ELTEFERNBEIRAT.

Versammlungen für die gesamte Elternschaft wurden nicht abgehalten. Ein Elternabend für die Sexten war gut besucht. Der Elternbeirat beschäftigte sich in zwei ausgedehnten Sitzungen namentlich mit der Frage der Ferienverlegung und der Erteilung des Weihnachtszeugnisses. Ueber Gottespfennige und Abschiedsspenden vergleiche den nächsten Abschnitt.

Die sorgfältig vorbereiteten Pläne für die Studienfahrten wurden im Elternbeirat eingehend erörtert, die Durchführung fand ungeteilten Beifall. Im Sinne aller Eltern darf wohl festgestellt werden, daß heute niemand mehr die Fahrten ver-