Jahrgang 
1929
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F) AUS DER SCHULSGESCHICHTE.

17. Npril 1928: Beginn des Schuljahres. Nufnahmeprüfung./ 18. April: Jubiläumsfeier zur Erinnerung an das 125⸗jährige Bestehen der Schule. Festrede Professor Dr. Dick. Begrüßung durch die Herren Vorsitzenden des Elternbeirats, des Landheimvereins, der Jubiläumsstiffung und des Musterschulvereins mit Prämienver- teilung. Ansprache des Direktors./ 19. April: Unterrichtsbeginn. 7/ 21. April: Begrüßung des neueingetretenen Studienrats Dr. Paul Michel und der neuaufgenommenen Schüler./ 16. 27. April: Ersatzreifeprüfung von 81 Herren und Damen unter Vorsitz des Herrn Oberschulrats Professor Dr. Zühlke./ 23. Mai: Herr Oberschulrat Geh. Reg.=Rat Dr. Gerstenberg erleidet in der Schule einen Herzschlag und stirbt innerhalb weniger Minuten. Auch an dieser Stelle sei des vortrefflichen Mannes noch einmal in treuer Verehrung und Dankbarkeit gedacht. Sein Andenken wird von dem Collegium der Anstalt, der er herzlich zugetan war, in Ehren gehalten werden./ 11. Juni: Die Festschrift zum 125⸗jährigen Jubiläum der Anustalt erscheint./ 15. Juni: Beginn der Studienfahrten./ 11. August: Verfassungsfeier, Ansprache, Studienrat Dr. Michel./ 4. September: Feldbergfahrt der gesamten Schule./ 11. 25. Sept. Reifeprüfung von 33 Nichtschülern unter dem Vorsitz von Herrn Oberschulrat Professor Dr. Zühlke./ 15. 26. Oktober: Ersatzreifeprüfung von 91 Herren und Damen unter dem Vorsitz von Herrn Professor Dr. Zühlke./ 31. Oktober: Schulfrei undl gemeinsamer Kirchgang der evang. Lehrer und Schüler aus Anlaß des Reformationsfestes/ 19. November: Schubertfeier unter Leitung von Herrn Knödgen. Drüner, Ula, spricht über Schubert und sein Werk./ 22. Dezember: Weihnachtsfeier. 13. Januar: Die Lessing-Mendelssohn⸗-Bibliothek üdische Jugendbibliothek) veranstaltet in der Aula der Schule einen Festabend./ 23. Februar bis 2. März: Der Unterricht fällt wegen der Kohlenknappheit aus./ 25. 26. Februar: Mündliche Reifeprüfung unter dem Vorsitz des Direk- tors./ 25. Februar: Die Bestallung des Studienrats Dr. Gündel als Pfleger für kulturgeschichtliche Boden- altertümer wird durch Verfügung des Herrn Oberpräsidenten bis 1931 verlängert./ 5. März: Die Muster⸗ schule wird durch Verfügung des Herrn Ministers als Anstalt von besonderer Bedeutung anerkannt. /- 11. 19. März: Reifeprüfung von 31 Nichtschülern unter dem Vorsitz von Herrn Oberschulrat Professor Dr. Zühlke./ 22. März: Entlassung der Abiturienten durch den Direktor./ 26. März: Abschiedskonzert der Abiturienten Gareis und Rosenau in der Xula./ 27. März: Schulschluß.

G) DIE WICHTISSTEN ERLASSE UND VERFUSGUNSEN DER BEHORDEN.

Min.⸗Erl. UIII 2893/28 vom 22. 1. 29. Ausbildung von Volksschullehrern und Volksschullehrerinnen. Am 1. Mai 1920 werden in die bereits bestehenden Pädagogischen Akademien je 50 Studenten aufgenom- men, und zwar in Elbing und Kiel zur Nusbildung evangelischer Volksschullehrer und=lehrerinnen, in Bonn zur Nusbildung katholischer Volksschullehrer und in Frankfurt a. M. zur Ausbildung von Volksschullehrern und-lehrerinnen. Ferner wird beabsichtigt, zum gleichen Zeitpunkt neue Pädagogische Akademien zur Aus- bildung evangelischer Volksschullehrer und=lehrerinnen in Breslau, Erfurt, Hannover uncdl Dortmund zu eröffnen und dort je 50 Studierende aufzunehmen. Wegen des noch vorhandenen Ueberflusses an evangelischen Schulamtsbewerberinnen werden jedoch zu den Akademien in Erfurt und Hannover vorläufig nur männliche Studierende zugelassen.

Mit Rüdasicht auf die besonders große Zahl noch unbeschäftigter katholischer Schulamtsbewerberinnen werden katholische Abiturientinnen bis auf weiteres in keine Pädagogische Akademie aufgenommen.

Der Bildungsgang ist zweijährig. Studiengebühren werden nicht erhoben. Unter besonderen Voraussetzungen können Studienbeihilfen gewährt werden, die bei den Akademien zu beantragen sind. Internate sind mit den Akademien nicht verbunden. Arbeitspläne und weitere Nuskünfte sind bei den Sekretariaten der Pädago- gischen Akademien erhältlich. Näheres ist auch zu ersehen aus dem Merkblatt für Berufsberatung B 4: Der Volksschullehrer von Akademiedirektor Dr. Karl Weidel in Elbing, zu beziehen durch den Verlag Trowitzsch Sohn in Berlin SW. 48, Wilhelmstraße 29, gegen Voreinsendung von 35 Rpf.

Das Aufnahmegesuch ist bis spätestens zum 10. März 1920 unmittelbar an eine der Pädagogischen Xka⸗ demien zu richten. Beizufügen sind:

1. Ein Lebenslauf mit Angabe des Bekenntnisses,

2. eine beglaubigte Abschrift des Reifezeugnisses einer neunstufigen höheren Lehranstalt oder eine Beschei- nigung des Anstaltsleiters über die bestandene Reifeprüfung oder über ihr voraussichtliches Bestehen.

3. ein Gesundheitszeugnis eines zur Führung eines Dienstsiegels berechtigten Arztes,

4. ein amtlicher Nusweis über die Staatsangehörigkeit,

5. ein polizeiliches Führungszeugnis, falls seit der Erlangung des Reifezeugnisses mehr als ein halbes Jahr verstrichen ist.

Bald nach Ablauf der Meldefrist werden die Bewerber, die für die Aufnahme in Betracht kommen, zu einer Prüfung ihrer musikalischen Kenntnisse und Fertigkeiten am Akademieort einberufen. Die Bewerber müssen mit der allgemeinen Musiklehre vertraut sein, ein einstimmiges schlichtes Motiv nachsingen und nieder- schreiben, ein einfaches Lied vom Blatt und eine Anzahl Volkslieder auswendig singen können, Im Spiel eines der drei Instrumente Geige, Klavier oder Orgel müssen die Grundlagen vorhanden sein.

Die Bewerberinnen müssen sich in einer Nufnahmeprüfung über Kenntnisse und Fertigkeit in der Nadel- arbeit im Umfange einer abgeschlossenen Lyzeumsbildung ausweisen.