Jahrgang 
1929
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Bei Drudklegung des Berichts geht uns die traurige Nachricht zu, daß Herr Bankdirektor Edchard nach

längerem Leiden gestorben ist. Herr Direktor Edchard war seit Bestehen der Jubiläumsstiftung an leitender

Stelle im Vorstand und hat seit vielen Jahren der Stiftung einen beträchtlichen Teil an Seit und Sorge

gewidmet, Die Schule wird das, was er in so langen Jahren in Treue und Gewissenhaftigkeit für sie

eleisder her nicht vergessen und das Andenken des vortrefflichen Mannes und treuen Freundes in hohen ren halten.

BERUFSBERATUNS.

Eine Reihe von amtlichen oder auch der Presse entnommenen Mitteilungen über die Berufsaussichten in einzelnen Laufbahnen wurden zugänglich gemacht. Besonders wurden die Schüler auf die Werkblätter der Deutschen Zentralstelle für Berufsberatung der Akademiker hingewiesen. Stellenvermittlung für Lehrlinge erfolgt nur noch durch das Städtische Berufsamt(Königswarterstraße 26). Wir waren also im allgemeinen nicht in der Lage, Firmen, die sich an uns wandten, Lehrlinge zu empfehlen oder Schüler auf solche Stellen aufmerksam zu machen und mußten die betr. Firmen dahin verständigen, daß wir nur über einen bereits als Lehrling in Nussicht genommenen Schüler unserer Anstalt Auskunft zu geben vermögen.

Bevor sich die Eltern an das Berufsamt wenden, muß die Schule von diesem Vorhaben benachrichtigt werden, damit sie dem Berufsamt diejenigen Unterlagen zustellt, die dem Berater ein Bild der Berufseignung geben und ohne die eine sachgemäße Beratung als unmöglich vom Berufsamt abgelehnt wird.

D) ELTERNSCHAET.

I. DIE TATIGKEIT ODES ELTERNBEIRATS.

Der Elternbeirat hielt im abgelaufenen Schuſjahre vier Sitzungen ab, an denen der Direktor und Herr Stu- dienrat Dr. Thüre als Vertreter des Lehrerkollegiums teilnahmen. In der ersten Sitzung am 1. Mai 1028 waltete noch der im Juni 1926 gewählte Elternbeirat unter der Leitung von Herrn Dr. S. Auerbach seines Amtes. Dem alten Elternbeirat sei an dieser Stelle zugleich im Namen der Schule für seine Tätigkeit noch einmal herzlichst gedankt.

Am 24. Juni 1928 wurde auf Grund einer Einheitsliste der neue Elternbeirat gewählt, der sich aus folgen- den Damen und Herren zusammensetzt: Sanitätsrat Dr. Alexander(Vorsitzender, Annastraße 23), Karl Barthel(Schriftführer, Bockenheimer-Anlage 27), Hans Latscha, Dr. Schönberg, Dr. Schmidt-Knatz, Dr. H. Weiß, Frau Else Cohnstaedt, Frau Josefine Heerdegen, Stadtrat W. Medkbach, Friedr. Wilh. Holtz, Frau Anna Bluntschli, H. Münzer. Zur Ergänzung: Frau M. Claude, K. Hahner, Frau Olga Hässler, E. Dochow, Th. Burckhart, Joh. Rumeleit.

Zu Beginn des Schuljahres 1928 haben wir die Eltern derjenigen Schüler, die neu in die Musterschule eingetreten sind, gebeten, nach alter Sitte einenGottespfennig zur Verfügung zu stellen. Daraufhin sind M. 600. eingegangen. Die Abschiedsspende der Eltern, deren Söhne nach bestandener Reifeprüfung Ostern 1928 die Schule verließen, betrug M. 320.. Der Elternbeirat spricht auch an dieser Stelle den Spendern zugleich für die Schule seinen besten Dank aus.

In der zweiten Hälfte des Monats juni fanden 10 Studienfahrten der Oberstufe statt, an deren Aufstellung sich der Elternbeirat mit regstem Interesse beteiligte. Die Fahrten verliefen zur vollsten Zufriedenheit von Lehrern und Schülern und bewiesen, daß sich die Einrichtung immer mehr bewährt. Am 4. September wurde eine Festfahrt der ganzen Schule zum Feldberg veranstaltet, sportliche Wettkämpfe mit nachfolgen⸗ der Preisverteilung durch den Direktor trugen wesentlich zum Gelingen des Ausfluges bei. Nuf Nnregung des Elternbeirates fand vom 26. 12. 28 bis 5. 1. 29 ein Skiausflug von vierzehn Schülern unter der um- sichtigen Leitung von Herrn Stud.-Rat Dr. Zickel ins Allgäu statt, er verlief zur vollsten Zufriedenheit sämtlicher Teilnehmer und ohne jeden Zwischenfall. Der Vorsitzende: Dr. Alexander.

II. SPENDENVON ELTERN UND FREUNDEN DER SCHUL E.

Auf Veranlassung des Elternbeirats haben gelegentlich der Einschulung ihrer Kinder Ostern 1928 als Gottespfennig zur Verfügung des Direktors auf das Postschedckkonto der Schule überwiesen, worüber hiermit quittiert wird: H. O. 10 M., M. H. 20 M., A. S. 5 M., Dr. S. 10 M., Dr. C. 10 M., M. St. 50 M., M. B. 40 M. S. St. 5 M, Dr. K. 5 M. I. B. 10 M., L. W. 10 Mk., A. O. 5 M, J. G. 20 M., II. R. 20 M., E. Cl. 5 M., J. Schl. 5 M., I. R. 20 M., L. P. 50 M., E. H. 10 M., N. W. 50 M., S. O. 10 M., E. N. 10 M., E. B. 10 M., G. M. 10 M., L. L. 10 M., G. v. B. 150 M., G. Z. 10 M. A. R. 10 M., Dr. Sch. 20 M., zusammen 600 M.

Ebenso haben gelegentlich der bestandenen Reifeprüfung ihrer Söhne Ostern 1928 auf Anschreiben des Elternbeirats alsAbschiedsspende zum Kapital der Jubiläumsstiftung überwiesen: J. St. 100 M., E. P. 50 M., W. C. 100 M., Fr. S. 20 M., H. Pl. 10 M., Dr. B. 10 M., B. D. 30 M., zusammen 320 M., wozu noch eine 50 M. Spende gelegentlich des 125⸗jährigen Jubiläums der Schule von E. S. kommen, sodaß sich der Gesamtbetrag der der Jubiläumsstiftung überwiesenen Summe auf 370 M. erhöht.

lm übrigen sind von Eltern und Freunden der Schule noch gestiftet worden: Vom Musterschulverein eine Anzahl wertvoller Bücher als Prämien für würdige Schüler(vergl. S. 18), von Frl. Jak. Wagner eine