Jahrgang 
1926
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Gedächtnis- und Phantasiezeichnen: Aufteilung einer Fläche in Schwarz-Weiß und Farbe. Zeichnen und Malen von Innenraum. Stilleben: Pinselzeichnen, usw. Uebungen in Kunstschrift. Material: Bleistift, Kohle, Kreide, Rötel, Feder, Pa- stell. Aquarell, Tusche.

In den Oberklassen: Landschafts- und Architekturzeichnen und-malen. Stil- leben, Zeichnen und Malen nach dem lebenden Modell und nach Tieren. Compo- sitionsübungen. Graphische Uebungen: Linoleum- und Holzschnitte, Radierungen. Linearzeichnen. Material: Bleistift, Kreide, Rötel. Pastell. Tusche, Wasserfarbe, Tempera.

Zu Ostern wurden die Arbeiten aller Klassen in einer Ausstellung im Zeichen- saal gezeigt.

b. Musikunterricht.

VI und M le 2 Stunden wöchentlich. Pflege des einstimmigen(VI) und zweistim- migen(V) Gesanges. Zur Einübung gelangten vorwiegend Volkslieder und volks- tümliche Lieder. Die theoretischen Unterweisungen bezwedkien Erzichung zum bewußten Singen nach Noten. In enger Verbindung mit dem Lied Gehör-, Laut-

und Stimmbildungsübungen. Auffassen. Erfinden und Niederschreiben ein- facher rhythmischer und melodischer Motive. Gelegentlich Einführung in

die einfachsten Formen der Instrumentalmusik.

IVII einschließlich: Jel Stunde wöchentlich. In der Hauptsache Pflege des älteren Volkslieds. Wiederholung und Erweiterung der theoretischen Kennt- nisse. Weckung des Verständnisses für die formbildenden Elemente der Melodie. Motiv. Gruppe, Halbsatz. Ganzsatz. Gelegentlich musikgeschichtliche Unter- weisungen. Instrumentalmusik: Variation, Sonate, Symphonie.(Mit UII Besuch eines Symphoniekonzertes: 4. Symphonie von Beethoven).

Chor: Wöchentlich 2 Gesangstunden. Zur Einübung gelangten homophone und polyphone, geistliche und weltliche Lieder mit und ohne Begleitung des Schüler- orchesters. Der Chor beteiligte sich an allen festlichen Veranstaltungen der Schule, insbesondere an einem eigenen Schülerkonzert, sowie an der Weih- nachtsfeier..

Orchester: Wöchentlich 2 Stunden. Dem schon bestehenden Orchester wurde eine Unterabteilung angegliedert, in welcher Schüler aus den Unter- und Nittel- klassen im Ensemblespiel unterwiesen und so zum späteren Eintritt in die Ober- abteilung vorbereitet werden.

Das eigentliche Schülerorchester itbernahm bei allen Schulfesten die Beglei- tung des Schülerchores. Daneben wurden Kammermusikwerke, Sätze aus Sym- phonien und Konzerten. OQuverturen und dergl. eingeübt. Am 10. November 1925 veranstaltete Schülerorchester und Schülerchor einen Romantikerabend, bei wel- chem Soli und Chöre, Kammermusik- und Orchesterwerke von Weber, Schubert. Mendelssohn, Marschner und Schumann zum Vortrag gebracht wurden.

c. Turnen, Schwimmen, Spielen und Rudern.

Der Turnunterricht wurde in wöchentlich zwei Stunden erteilt. Jede Klasse bil-

dete eine Turnabteilung. An den leichtathletischen Wettkämpfen am Ende des Sommerhalbjahres beteiligten sich 42 Schüler, von denen 55 mit Preisen ausge- zeichnet wurden. Haux OI erhielt den ersten Preis in der Oberstufe, Kohmann U Ib den ersten Preis in der Mittelstufe. Auch die Staffeln der Ober- und Mittel- stufe errangen den ersten Preis. Die Gerätewettkämpfe fielen in diesem Jahre aus. Außerhalb des regelmäſtigen Turnunterrichtes übte im Winterhalbjahr eine freiwillige Turnriege unter Leitung der Oberprimaner Rittinger und Dosch jeden Samstag von 45 ½ Uhr in der Turnhalle. Im Winterhalbjahr hatten die beiden