Jahrgang 
1913
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Unter Bezugnahme auf wiederholte Mitteilungen der Polizei ersuche ich die Eltern, auch ihrerseits die Kinder vor dem so gefährlichen Auf- und Abspringen von den in Fahrt befindlichen elektrischen Straßenbahnen zu warnen und sie zu veranlassen, an den der Schule nächstgelegenen Haltestellen die Ankunft des Zuges abzuwarten und sich in den Wagen ruhig und gesittet zu benehmen. Ebenso ist den Schülern auf dem Wege von und zur Schule und beim Zusammengehen mit Mitschülern Anstand und Ruhe zur Pflicht zu machen.

Die Eltern haben dafür zu sorgen, daß die Schüler ihre Aufgaben gewissenhaft aus- führen und alle häuslichen schriftlichen Arbeiten schön und sauber schreiben. Bei Ver- nachlässigungen bitten wir die Arbeiten durchzustreichen und sofort nochmals anfertigen zu lassen. Falls einmal zu viele Aufgaben gestellt sind, sollen die Schüler lieber weniger, aber gute Arbeit liefern und dies zu Beginn der Stunde dem Lehrer melden.

Die Hefte werden den Eltern in der ersten Woche des Monats zur Unterschrift vor- gelegt(bis einschließlich Untersekunda).

Es empfiehlt sich, das Ranzengewicht öfters festzustellen und im Falle zu großer Be- lastung dem Klassenlehrer alsbald Mitteilung zugehen zu lassen.

Die Arbeit des Lehrers wird durch die Vergeßlichkeit und Unordnung einzelner Schüler sehr erschwert. Gerade hierin können die Eltern unsere Bestrebungen besonders wirksam unterstützen, wenn sie namentlich in den Unterklassen streng darauf halten, daß die Schüler bereits am Abend alles, was sie für den Unterricht am nächsten Tage brauchen, geordnet zurechtlegen.(Sorgfältige Führung der Aufgabenhefte!) Ebenso erfordert es die Ordnung in der Schule, daß alle Sachen, die der Schüler mit in die Schule bringt(Bücher, Hefte, Mütze, Hut, Mantel, UÜberschuhe, Turnschuhe, Schirm), deutlich mit seinem Namen gezeichnet sind, so daß jegliche so unangenehme Verwechslung ausgeschlossen ist.

Die Sprechstunden der Lehrer werden am Beginn jedes Halbjahrs den Schülern mitgeteilt. Wir bitten die Eltern darum, ihren Besuch mindestens zwei Tage vorher anmelden zu lassen, damit der Klassenlehrer bei den anderen in derselben Klasse unterrichtenden Herren die erforderlichen Erkundigungen einziehen und so den Eltern eingehende Mitteilungen machen kann.

In der großen Pause können die Schüler durch den Schuldiener gute warme Milch oder Kakao erhalten, eine Einrichtung, die sich durchaus bewährt hat.

Alle schriftlichen Nachrichten sind an die Adresse des Klassenlehrers zu richten.

Etwaiger Wohnungswechsel ist dem Klassenlehrer umgehend anzuzeigen.

Die Eltern, die nähere Auskunft über das Frankfurter Schulwesen zu haben wünschen, werden auf den im Buchhandel erschienenenFührer durch das städtische Schulwesen aufmerksam gemacht.

Donnerstag, den 3. April:

4 Uhr nachmittags: Aufnahme der in die 3. Vorklasse eintretenden Knaben.

Freitag, den 4. April:

7 ½ Uhr vormittags: Beginn des Unterrichts für die Realgymnasialklassen. 8²⁰% Uhr vormittags: Beginn des Unterrichts für die Vorklassen.