Jahrgang 
1913
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22.

Einnahmen- und Ausgaben-Rechnung von 1912.

Einnahmen. Ausgaben. Zinsen Beihilfen 29 000. Hypothek 4 ¼% 1 232.50 5 Jahresstipendien, l einmalige Beihilfe 1 900 8 ssen-G en... 5 324 Sparkassen-Guthaben- 323 45] zum Kapitalfonds gemäß§ 5 der Satzung Zzuwendung zum Kapital Von N. N. eine Gabe.... 100. Von N. N. eine Gabe......... 100 10% der Zinseinnahmen.. 132.34 Zuwendung zu Beihilfen die Hälfte des UÜberschusses. 52.22 284 56 vom Musterschulverein E. V. der Mit- gliederbeitrage Rest von 1911/12 93.33 Zum Ausgleichfonds gemäß§ 5 der Satzung desgl. Abschlag 1912/13. 720. 813 33 die Hälfte des UÜberschusses..... 52 22 2 236 78 2 236 18

Frankfurt a. M., den 22. Januar 1913. K. Lüscher, Vorsitzender, Prof. Dr. W. Reinhardt, Schriftführer, C. Eekhard, Kassenführer.

Die Bilanz und Jahresrechnung wurden geprüft, mit den Belegen verglichen und alles in Ordnung befunden.

Frankfurt a. M., den 29. Januar 1913. Joh. Jak. Kothe. Prof. Dr. Pitschel.

Die Schule dankt dem Vorstand der Jubiläumsstiftung für seine segensreiche Arbeit zu Gunsten unserer früheren Schüler, ebenso dem Musterschulverein für das In- teresse, das er durch die regelmäßige Zuweisung der stetig steigenden Beiträge an der Ent- wicklung der Stiftung andauernd bekundet.

VII. Mitteilungen an die Eltern.

Erlaß des Herrn Ministers über die Bekämpfung der Schundliteratur:

Die Gefahren, die durch die überhand nehmende Schundliteratur der Jugend und damit der Zukunft des ganzen Volkes drohen, sind in den letzten Jahren immer mehr zutage getreten. Neuerdings hat sich wieder mehrfach gezeigt, daß durch die Abenteurer-, Gauner- und Schmutzgeschichten, wie sie namentlich auch in einzelnen illustrierten Zeitschriften ver- breitet werden, die Phantasie verdorben und das sittliche Empfinden und Wollen derart ver- wirrt worden ist, daß sich die jugendlichen Leser zu schlechten und selbst gerichtlich straf- baren Handlungen haben hinreißen lassen. Die Schule hat es auch bisher nicht daran fehlen lassen, mit allen ihr zu Gebote stehenden Mitteln dieses Ubel zu bekämpfen und alles zu tun, um bei den Schülern und Schülerinnen das rechte Verständnis für gute Literatur, Freude an ihren Werken zu wecken und dadurch die sittliche Festigung in Gedanken, Worten und Taten herbeizuführen. In fast allen Schulen finden sich reichhaltige Büchereien, die von den Schülern und Schülerinnen kostenlos benutzt werden können. Aber die Schule ist machtlos, wenn sie von dem Elternhause nicht ausreichend unterstützt wird. Nur wenn die Eltern in klarer Erkenntnis der ihren Kindern drohenden Gefahren und im Bewußtsein ihrer Verant- wortung die Lesestoffe ihrer Kinder, einschließlich der Tagespresse sorgsam überwachen, das versteckte Wandern häßlicher Schriften von Hand zu Hand verhindern, das Betreten aller