Jahrgang 
1913
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Turnen: Die Anstalt besuchten(mit Ausschluß der Vorklassen) im Sommerhalbjahr 310, im Winterhalbjahr 308 Schüler. Von diesen waren befreit:

5 Vom Turnunterricht überhaupt: Von einzelnen UÜbungsarten: Auf Grund ärztlichen Zeugnisses.. im S. 13, im W.. 12 im S. 7, im W. 5 Aus anderen Gründen....... im§. 0, im w. 0 im S. o, im W. 0

zusammen im S. 13, im W. 12 im S. 7, im W. 5 Also von der Gesamtzahl der Schüler im S. 4, 19%, im W. 3,8% im S. 2,2%, im W. 1,6%

Es bestanden bei 9 getrennt zu unterrichtenden Klassen 9 Turnabteilungen; zur kleinsten von diesen gehörten 20, zur größten 46 Schüler. Für den Turnunterricht waren für jede Abteilung 3 Stunden wöchentlich, also insgesamt 27 Stunden angesetzt, wobei der für die Schule festgesetzte Lehrplan zu Grunde gelegt wurde. Den Unterricht erteilten die Herren: Prof. Dr. Dick III und V, Oberlehrer Dr. Zickel IV, Oberlehrer Dr. Hofmann III, wiss. Hilfslehrer Mehmel IIIe und VI, Oppermann La und II?, Beul Ii.

Turnspiele: Mittwoch nachmittags fanden während des Sommers Turnspiele auf dem Altaracker statt, deren Oberleitung in den Händen des städtischen Turninspektors Herrn Weidenbusch lag. Von 280 angemeldeten Schülern betrug die durchschnittliche Betei- ligung 81,07%. Die Leitung der Spiele hatten die Herren Dr. Zickel, wiss. Hilfslehrer Mehmel, Seminarkandidat Barth(i. V.), Dr. Hofmann, Beul und Oppermann übernommen.

Samstag nachmittags turnte im Winterhalbjahr eine freiwillige Turnriege von 30 35 Schülern mit Vorturnern unter der selbständigen Leitung des Oberprimaners Haarer und unter der abwechselnden Aufsicht der Herren Turnlehrer, denen die Schule für ihre frei- willig übernommene Mühewaltung zu besonderem Danke verpflichtet ist.

Schwimmen: Von den 310 Schülern waren 195 Freischwimmer, mithin 62,9%; im Laufe des Sommers haben sich 20 Schüler freigeschwommen.

Rudern: Das Rudern begann schon am 1. März mit der stattlichen Zahl von 30 Ruderern. Unsere Mannschaften beteiligten sich bei der deutschen Schülerregatta in Heidelberg am Stilrudern und im Zweierrennen für Senioren. Bei der Inselfestregatta des Frankfurter Rudervereins siegten wir im Zweier(Scheid, Doetsch, St.: Hirschfeld), im Juniorstilrudern (Lampert, Hirschfeld, Amrhein, Walter; St.: Scheid) und im Achter(allerdings hier gegen unsere eigene 2. Mannschaft, da sich kein Gegner stellte). An dem Viererrennen um den Wanderpreis derRudergesellschaft Germania nahmen wir ohne Erfolg teil. Obwohl das Wetter im Sommer für das Wanderrudern ungünstig war, wurden dennoch sechs Ausflüge, darunter ein 5 tägiger von Schweinfurt nach Frankfurt, unternommen. An der Auffahrt der Frankfurter Rudervereine zu Ehren S. M. des Kaisers beteiligten sich zwei Mannschaften mit unseren zwei Booten.

Hockey: An dem Hockeyspiele, das auch während der Sommermonate gepflegt wurde, beteiligten sich 26 Spieler unter der Leitung des Oberprimaners Jassoy. Während der Wintermonate wurden einige Wettspiele gegen hiesige Schulen und Vereine gewonnen. Da Hockey unser einziges Winterspiel ist, so wäre eine größere Beteiligung sehr erwünscht.

Gesang: In Klasse VI und V wöchentlich je 2 Gesangsstunden. Es gelangten ein-, zwei- und dreistimmige Volkslieder zur Einübung sowie verschiedene Choräle. Im Anschluß an die Lieder und als Vorbereitung zu diesen in jeder Stunde Tonbildungsübungen, Einführung in Notenschrift, Takt, Rhythmus; gelegentliche Belehrungen über die Form des Liedes, Eigenart der Melodien und kurze Berichte aus der Musikgeschichte. In den Chorstunden wurden ge- sungen: Gemischte Chöre, Motetten und Volkslieder aus dem Chorbuch von Sering(vierstimmig). Aus den vorgeschrittenen Schülern, die Streich- oder Blasinstrumente und Klavier spielen, wurde ein Schülerorchester gebildet, das in den einzelnen Schulfeiern erfolgreich mitwirkte.