Jahrgang 
1911
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Aufgaben für die Reifeprüfung. Ostern 1911.

1. Deutscher Aufsatz:Der Mensch ist nicht geboren, frei zu sein, sagt Goethe (Tasso), und Schiller nennen wir den Dichter der Freiheit. 2. UÜbersetzung aus dem Lateinischen: Cicero, Cato Maior 5,15 6,17 z. T. 3. Französischer Aufsatz: L'Oeuvre de Charlemagne. 4. Mathematik: a) In der Ellipse 16 x 2+. 25 y 2 400 ist eine Parabel konstruiert, welche den Brennpunkt mit positiver Abzisse als Brennpunkt hat und deren Scheitel der Mittelpunkt der Ellipse ist. Welchen Inhalt haben die beiden Teile, in welche die Ellipse durch die Parabel zerlegt wird? b) Welche Summe muß eine 35 jährige Person bei einer Versicherungsgesellschaft einzahlen, um ihren Erben die Anwartschaft auf 6000 Mark zu sichern? c) Für welchen Exponenten ist bei einer Entwicklung nach dem binomischen Lehrsatz der dritte Binomialkoeffizient der Reihe um 28 größer als der zweite? d) Einer Ellipse mit den Halbachsen a und b ein gleichschenkliges Dreieck einzubeschreiben, dessen Grundlinie der Hauptachse parallel läuft und dessen Inhalt ein Maximum ist; welchen Inhalt hat das Dreieck? 4. Physik: Durch einen Projektionsapparat werden mittels einer Linse von f- 21 em Brennweite Bilder von Diapositiven auf einem Schirm entworfen, der von ihnen 484 cm entfernt ist. Wie stark ist die Vergrößerung? Wie groß mütfßte dagegen die Brennweite f sein, damit bei gleichem Schirmabstand die Vergrößerungszahl 32 beträgt? Anqdrerseits können Projektionen von mikroskopischen Präparaten mittels eines Mikroskops ausgeführt werden, dessen Objektivbrennweite fi= 1,2 cm, dessen Okularbrennweite fe 6 cm und dessen Länge 1 18 cm beträgt. Wie stark wird in diesem Falle die Vergrößerung, wenn jetzt der Schirm von dem ihm zugekehrten Okular 450 cm entfernt ist?

Technische Unterrichtsfächer.

Am wahlfreien Linearzeichnen beteiligten sich in 4 Abteilungen 33 Schüler aus Obertertia, 24 aus Untersekunda, 14 aus Obersekunda und 8 aus Prima.

Schreiben: Die Schüler mit mangelhafter Schrift von den Klassen Quarta bis Obertertia(S. H. 19, W. H. 18 Schüler) erhielten wöchentlich 1 Std. Schreibunterricht; an dem Lehrgang für Rund- und Zierschrift beteiligten sich sämtliche Schüler der Quarta.

Turnen: Die Anstalt besuchten(mit Ausschluß der Vorklassen) im Sommerhalbjahr 317, im Winterhalbjahr 315 Schüler. Von diesen waren befreit:

Vom Turnunterricht überhaupt: Von einzelnen Übungsarten: Auf Grund ärztlichen Zeugnisses.. im S. 11, im wW. 12 im S. 3, im W. 2 Aus anderen Gründen....... im S. l, im wWw. 2 im S., im W. zusammen im S. 12, im W. 14 im§. 3, im W. 2 Also von der Gesamtzahl der Schüler im S. 3,8%, im W. 4,41% im S. 0,94%, im W. 0,63%

Für den Turnunterricht waren für jede Abteilung 3 Stunden wöchentlich angesetzt, wobei der für die Schule festgesetzte Lehrplan zu Grunde gelegt wurde. Den Unterricht er- hteilten die Herren: Prof. Dr. Heddaeus, Prof. Dr. Dick, Oberlehrer Dr. Fahz, Oberlehrer Lorey, Dr. Westphal, Beul, Oppermann.

Turnspiele: An den Mittwoch Nachmittagen fanden während des Sommers Turnspiele auf dem Altaracker statt, deren Oberleitung in den Händen des städtischen Turninspektors Herrn Weidenbusch lag. Von 258 angemeldeten Schülern betrug die durchschnittliche Betei- ligung 83%. Die Leitung der Spiele hatten die Herren Oberlehrer Lorey, Beul, Fries und Oppermann übernommen.

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