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Noch einmal war es unsern Schülern am 14. September vergönnt, den Grafen Zeppelin zu begrüßen, als er mit seinem Luftschiff unsere Schule überflog. Die Schüler, die auf das flache Dach geeilt waren, brachten dem Grafen ihre Huldigung durch den Gesang vaterländischer Lieder dar.
Da unsere Schule durch die Spende des Musterschulvereins nun zwei eigene Boote hat, Max und Moritz, deren Taufe unter der Leitung des Vorsitzenden, Herrn E. Grumbach- Mallebrein auf der Werft des Herrn Leux am 4. April festlich vollzogen wurde, ist der Ruderbetrieb unter Leitung der Herren Professor Dr. Dick und Beul bis in den Herbst hinein rege gewesen. Von den oberen Klassen haben 21 Schüler gerudert. Alle Ruderer
der Achter nach ungemein scharfem Kampf im Ziel um 1 ½ m geschlagen wurde. Einen Höhepunkt unter den rudersportlichen Veranstaltungen der Musterschule bildete die von Herrn Beul geleitete Fernfahrt von Schweinfurt nach Frankfurt(310 km) in der Zeit vom 26. bis zum 30. September, an der 4 Studenten, 4 Oberprimaner und ein Unterprimaner teilnahmen und deren Verlauf allseitig befriedigte. Trotz der Bahnfahrt nach Schweinfurt und vier- maligen UÜbernachtens beliefen sich die Kosten der Fahrt für jeden Teilnehmer auf nur 15 M.
In den Herbstferien machte Herr Oberlehrer Dr. Sander in Begleitung von Herrn Chamoux und von S Schülern aus verschiedenen Klassen einen Ausflug ins Lahntal. Die Fußwanderung führte sie von Braunfels über Diez, Limburg, die Schaumburg, Obernhausen, Dausenau, Ems, Arenberg, Ehrenbreitstein nach Coblenz. Von Coblenz aus wurde auf einem Rheindampfer die Rückreise angetreten. Die ganze Fahrt verlief pei ziemlich gutem Wetter
Die Schüler, die während des Sommers regelmäßig an den Turnspielen teilgenommen hatten, machten am 19. Oktober die übliche Turnfahrt. Die erste Abteilung(II, I2 und II1) unter Führung der Herren Professor Dr. Reinhardt und Beul wanderte von Homburg über Lochmühle, Kapersburg und Winterstein nach Friedberg.
Die zweite Abteilung(IIz und IIII) unter Führung der Herren Dr. Sander und Oppermann wanderte von Oberursel zum Sandplacken, dann über den Pferdskopf, Alt- und Neuweilnau nach Anspach, von wo die Rückfahrt erfolgte.
Die Herren Oberlehrer Lorey und Freund führten die dritte Abteilung(III2 und IV) von Hofheim über den Meisterturm und das Lorsbacher Tal nach Eppstein und dann über den Staufen nach dem Gimbacher Hof und Kelkheim.
Die vierte Abteilung(V und VI), geführt von den Herren Professor Dr. Dick und Fries, wanderte von Königstein über das Rote Kreuz und den Feldberg nach Cronberg.
Am 8. November nahmen 140 Schüler unserer Anstalt an der Hauptprobe zu der großen Schillerfeier in der Festhalle teil. Auch bei der Huldigung am Schillerdenk- mal am 10. November war unsere Schule durch den Direktor, Herrn Professor Dr. Rausen- berger und 3 Schüler mit Fahne vertreten. Zu Ehren des großen Dichters versammelten sich dann die Realgymnasialklassen im Festsaal unserer Schule, um sich durch den Vortrag und den Gesang mehrerer Schillerschen Dichtungen erheben zu lassen. Huber(Ii) hielt eine Rede über:„Wodurch ist Schiller der volkstümlichste unter den deutschen Dichtern geworden?“
Der Musterschulverein, dem wir für all die Förderungen, die er unsern Schülern zuteil werden läßt, so viel Dank schulden, hatte auch diesmal wieder fünf wertvolle Werke für die fünf oberen Klassen gestiftet. Sie konnten folgenden Schülern, die jeweils die besten Leistungen im Deutschen aufzuweisen hatten, zugeteilt werden: Huber(I1), Jacobi(I2), Völger(II¹), Rosenthal(II2) und Günzburg(IIII) Da Jacobi eine reichhaltige Bücherei besitzt, verzichtete er zugunsten seines im Deutschen gleich tüchtigen Mitschülers Weber.
Am 21. Dezember wurde die Weihnachtsfeier für die Vorschule und am 22. die für das Realgymnasium abgehalten. Bei beiden Feiern hatten wir die Freude, eine große


