Jahrgang 
1909
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5. Rechnen: 5 St. Die vier Grundrechnungsarten in unbenannten und gleich- benannten Zahlen im höheren Zahlenkreis. Resolution und Reduktion mehrfach benannter Zahlen. Berechnung des-Lebensalters. Maße, Münzen und Gewichte nebst UÜbungen in der dezimalen Schreibweise. Einführung in die Bruchrechnung. Ubungen im Messen und Schätzen.

Heddaeus.

6. Naturkunde: 2 St. S. Pflanzenkunde: Besprechung leicht verständlicher Blüten- pflanzen. Formen und Teile der Wurzeln, Stengel, Blätter, Blüten und Früchte. W. Tier- kunde, Säugetiere und Vögel. Das Wichtigste vom Bau des menschlichen Körpers.

Heddaeus. 7. Schreiben: 2 St. Deutsche und lateinische Schrift in stufenweisem Aufbau nach Vorschrift an der Tafel mit Verwertung der Müllerschen Schriftproben. Müller.

Quinta. Klassenlehrer: Oberlehrer Dr. Sander.

la. Evangelische Religionslehre: 2 St. Biblische Geschichten des N. T. nach Marx. Katechismus: Wiederholung des 1. Hauptstückes. Erklärung und Einprägung des 2. Hauptstückes mit Luthers Auslegung. Sprüche. Lieder Nr. 28, 70, 159, 315 nach dem Frankfurter Gesangbuch. Wiederholung der Lieder von Sexta. Bilger.

1b. Katholische Religionslehre: 2 St.(Vereinigt mit VI). 1. Hauptstück: Vom Glauben. Das hl. Meßopfer. Die biblischen Geschichten des Alten Testamentes. Kirchen- lieder und Gebete. Fries.

2a. Deutsch: 3 St. Lesen von poetischen und prosaischen Stoffen aus dem Lese- buch von Liermann-Schmidt. Erste Versuche im Gliedern und regelmäßiges Nacherzählen des Gelesenen. Auswendiglernen und Vortragen von Gedichten. Grammatik. Wiederholung des einfachen Satzes, der einfach erweiterte und das Notwendigste vom zusammengesetzten Satz. Schriftliche Ubungen: Wöchentliche Diktate zur Einübung der Rechtschreibung und der Zeichensetzung. Seit Herbst abwechselnd mit den Diktaten Aufsätzchen in Form von

kleinen Erzählungen. S.: Sander. W.: Lorey. 2 b. Geschichte: 1 St. Erzühlungen aus der sagenhaften Vorgeschichte der Griechen und Römer. Sander.

3. Französisch: 6 St. Mündliche Ubungen: Durcharbeitung einer Auswahl von Lesestücken durch Sprech- und Leseübungen und dialogische Behandlung. Sprechübungen über die Hölzelschen Bilder sowie die Umgebung des Schülers. Erlernen und Singen von Gedichten. Der vorgeschriebene grammatische Lehrstoff, insbesondere das Zeitwort, wurde in Anlehnung an den gebotenen Sprachstoff gewonnen und durch mannigfache Ubungen be- festigt. Zusammenstellung der gebräuchlichsten im Sprech- und Lesestoff vorkommenden un- regelmäßigen Zeitwörter. Der Lehrstoff der Sexta wurde stetig wiederholt und erweitert. Schriftliche Ubungen: Diktate, Beantwortung von französisch gestellten Fragen, Niederschrift von auswendig Gelerntem, Beschreibung von Anschauungsbildern und grammatische Ubungen, namentlich über das regelmäßige Zeitwort. Wöchentlich eine schriftliche Arbeit.

Sander.

4. Erdkunde: 2 St. Die Erde als Himmelskörper. Weitere Einführung in das Verständnis des Globus, des Reliefs und der Karten. Physische und politische Erdkunde Deutschlands. Das Wichtigste von den deutschen Kolonien. Einfache allgemeingeographische Grundbegriffe im Anschluß an den Unterrichtsstoff. Einfache Kartenskizzen. Sander.

5. Rechnen: 5 St. Die vier Grundrechnungsarten in gemeinen Brüchen. Dezimal- brüche. Einfache Aufgaben der Regeldetri. Wiederholung der Maße und Gewichte. Im Winterhalbjahr: Geometrisches Zeichnen und Einführung in die Planimetrie. Lehre von den

Geraden und Winkeln. Reinhardt.