Jahrgang 
1904
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Der augur und Xvir sacr. fac. Caldus war jedenfalls ein anderer Verwandter, der wegen irgendwelcher Waffentaten, wahrsch. im Orient, zum Imperator ausgerufen worden war.* 43. Cornelia. Denar des Faustus Cornelius Sulla, des Sohnes des Diktators; er war Schwiegersohn des Pompeius und wurde 46 v. Chr. nach der Schlacht bei Thapsus als Ge- fangener niedergemetzelt; ca. 64 v. Chr. geprägt. FAVSTVS, K. der Diana, darüber Halb- mond, dahinter ein Lituus R: FELIK, Sulla auf erhöhtem Sitz, vor ihm kniet König Bocchus von Mauretanien, der ihm einen Olivenzweig entgegenstreckt, hinter ihm Iugurtha, die Hände auf den Rücken gefesselt. Bab. I, 421, 59. Die R-Darstellung bezieht sich auf eine Gruppe aus Gold, die von Bocchus auf dem Kapitol als Weihegeschenk aufgestellt wurde, und deren Abbildung auch in Sullas Siegelring eingeschnitten war; Val. Max. VIII, 14, 4. * 44. Cosconia. Denar des L. Cosconius M. f., Münzmeister i. J. 92 v. Chr., serratus; gehört zu der aus unbekannten Gründen unter Aufsicht der beiden Censoren L. Licinius Crassus und Cn. Domitius Ahenobarbus angeordneten außßerordentlichen Münzung. L. COSCO. M. F, K. der Roma im Flügelhelm, dah. R: E. LIC. CN. DOM, der Arvernerkönig Bituitus mit Carnyx, Schild und gezücktem Speer mit breitem Blatt in einer Biga. Bab. I, 435, 1. Die R-Darstellung bezieht sich auf die Siege des Vaters des Censors On. Dom. gl. Namens in Gallien i. J. 122 v. Chr., Liv. Epit. LXI u. a.* 45. Claudia. Denar des P. Cornelius P. f. Lentulus Marcellinus, eines in die g. Cornelia adoptierten Nachkommen des M. Claudius Marcellus, des berühmten Eroberers von Syrakus im 2. Punischen Krieg, ca. 45 v. Chr. MARCELLINVS, K. des M. Claudius Marcellus, dah. Triskelis(Erinnerung an die Eroberung von Syrakus) R: WARCELLVS O08. QANGQ(ies), Marcellus bringt eine Trophae aus den Waffen des Galliers Viridomarus(Liv. Epit. XX) in den Tempel des Juppiter Feretrius. Bab. I, 351 f., 11. Die R-Darstellung ist eine IIlustration zu Verg. Aen. VI, 856 f.: Adspice ut insignis spoliis Marcellus opimis Ingreditur, dazu Heyne-Wagner.* 46. Crepusia. Denar des P. Crepusius, IIIvir mon, ca. 84 v. Chr. K. des Apollo in Lorbeerkranz mit Scepter hinter dem Nacken R: P. CREPVSI, Reiter nach r. sprengend, die Lanze zum Stoß erhoben, CLXXXIII.(Die Zahlen auf dem R der sehr häufig vorkommenden Münzen reichen bis 495 zum mindesten.) Deutung unsicher. Bab. I, 441, 1.* 47. Didia. Denar des T. Deidius, IIIvir wahrsch. ca. 112 v. Chr., trib. pl. zusammen mit L. Aurelius Cotta(Cic. d. or. II, 47). ROMA in Monogr., K. der Roma in Flügelhelm,+ B: T.DEIDI, der Praetor T. Didius peitscht einen mit Schild und Schwert gegen ihn kämpfenden Sklaven nieder. Bab. I, 455 f. 2. Die B-Darstellung bezieht sich auf die Bekämpfung des älteren Sklavenaufstandes in Sicilien durch den Praetor T. Didius, nicht auf den späteren Aufstand des Athenion(104 101 v. Chr.), wie Babelon meint, obwohl er den Münzmeister ins Jahr 112 v. Chr. setzt. Die Ver- achtung des Gegners drückt sich in der Waffe des Praetors, der Peitsche, aus. * 48. Egnatia. Denar des C. Egnatius Maxsumus, IIIvir mon. ca. 69 v. Chr., entrann 53 bei Carrhae mit 300 Reitern aus der Niederlage des Crassus durch die Parther(Plut. Orass. 27) und fiel mit seinem Sohn 43 v. Chr. den Proskriptionen zum Opfer.(App. b. eiv. IV 21). MAXSVMVS, Büste des geflügelten Cupido mit Bogen und Köcher R:[C. EGNATIVS. ON-IE.] CN.N, Tempelfront mit zwei Säulen, in dem zwei Gottheiten en face: Juppiter auf Scepter gestützt, darüber Donnerkeil, und Libertas, die Hände ausbreitend, darüber phrygische Mütze; i. F. Xlll(alle Zahlen von I bis XXX kommen vor). Bab. I, 474, 3. Der Tempel ist die aedes Jovis Libertatis; Beziehungen zu Egn. unbekannt.* 49. Fabia. Denar des N.(umerius) Fabius Pictor, IIIvir mon. ca. 110 v. Chr., wahrsch. identisch mit dem von Cic. d. divin. I, 21, 43 genannten Schriftsteller gl. N. und Enkel des auf dem Denar dar- gestellten Q. Fabius Pictor. K. der Roma im Flügelhelm, dah.+ R: N. FABI PIOCTOR, i. Ex. ROMA, OQ. Fabius Pictor in Helm und Rüstung nach r. sitzend, mit Speer und Schild, auf dem QViRINalis) zu lesen; in der R. hält er den Apex, die Kopfbedeckung der Flamines. Bab. I, 484, 11. Der Fabius der B-Darstellung erhielt als Flamen Quirinalis durch das Los die Praetur in Sardinien i. J. 189 v. Chr., durfte jedoch auf Einspruch des Pontifex Maximus P. Lieinius, dem die Oberaufsicht über das Sacralwesen zustand, Rom nicht verlassen und seinen einträglichen Posten in S. nicht antreten. Er fügte sich und erhielt dann vom Senat die praetura inter peregrinos zugewiesen(Liv. XXXVII, 47; 50, 51), daher die merkwürdige