Jahrgang 
1904
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Quarta. Klassenlehrer: Oberlehrer Dr. Pitschel.

la. Evangelische Religionslehre: 2 St. Das Allgemeinste von der Einteilung der Bibel und die Reihenfolge der biblischen Bücher. Lesen wichtiger Abschnitte des Alten und des Neuen Testamentes zur Wiederholung der biblischen Geschichten. Wiederholung des 1. und 2., Erlernen des 3. Hauptstückes nach Luthers Katechismus. Erlernung und Wieder- holung von Sprüchen zum Katechismus. Wiederholung früher selernter Kirchenlieder und Erlernung von Nr. 93, 320, 357, 364, Psalm 23. Pitschel.

1b. Katholische Religionslehre: 2 St.(Vereinigt mit IIIz und IIII). Großer Katechismus: I. Hauptstück: Vom Glauben. Biblische Geschichte: Das alte Testament. Eine Anzahl Lieder aus dem Diözesangesangbuch. Mayer.

2. Deutsch: 4 St. Lesen von poetischen und prosaischen Stoffen aus dem Lese- buch von Hopf und Paulsiek. Auswendiglernen von Gedichten und Ubungen im mündlichen

Vortrage. Grammatik: Der zusammengesetzte Satz, das Wichtigste aus der Wortbildungs- lehre, Wiederholung des einfachen Satzes und der Interpunktionslehre. Aufsätze und Diktate abwechselnd alle 14 Tage. Pitschel.

3. Französisch: 6 St. Lesebuch: Banner, II. Teil. a) Mändliche Ubungen: Durch- arbeitung von Lesestücken. Im Anschluß hieran Sprechübungen, zu denen auch Hölzelsche Bilder herangezogen wurden. Mehrere Gedichte wurden auswendig gelernt. In Anlehnung an Lesestoff und Anschauungsbilder wurde der Lehrstoff der Quinta stetig wiederholt, er- weitert und durch besondere Ubungen vertieft. Eingehende UÜbungen zur Einprägung und Befestigung der unregelmäßigen Zeitwörter. Aus Banners Satzlehre wurden eine Anzahl Paragraphen im Anschluß an den Lesestoff durchgenommen. p) Schriftliche bungen: Wöchentlich eine Arbeit. Diktate, Beantwortung französischer Fragen, Inhaltsangaben, freie Satzbildungen,

grammatische UÜbungen. Pitschel.

4. Geschichte: 3 St. Griechische und römische Geschichte bis zum Untergang der Republik. Pitschel.

5. Erdkunde: 3 St. Erdkunde von Europa aufßer Deutschland. Übungen im Kartenzeichnen. Th. Neumann.

6. Mathematik: S.: 3 St. Geometrie, 2 St. Rechnen. W.: 2 St. Geometrie, 3 St. Algebra und Rechnen. a) Rechnen: Wiederholung der Bruchrechnung an Aufgaben über direkte, indirekte und zusammengesetzte Verhältnisse, Prozentrechnung, Zinsrechnung. b) Algebra: Die Grundrechnungen mit allgemeinen Zahlen: Addition und Subtraktion von Buchstabenausdrücken, Auflösen von Klammern. Positive und negative Größen. Die ein- fachsten Fälle der Multiplikation und Division mit Ausschluß der Partialdivision. Bardey: Abschn. I VII. c) Geometrie: Sätze vom Dreieck, insbesondere Kongruenzsätze, Funda- mentalkonstruktionen, Parallelogramme. Trapez. Die Sätze aus der Kreislehre, die mit Hilfe der Sätze vom gleichschenkligen Dreieck zu beweisen sind, mit Ausnahme der Tan- gentialsätze. Reinhardt.

7. Naturbeschreibung: 3 St. S. Pflanzenkunde: Vergleichende Besprechung verwandter Arten und Gattungen von Blütenpflanzen. UÜbersicht über das natürliche Pflanzen- system; die wichtigsten Familien. Lebenserscheinungen der Pflanzen. W. Tierkunde: Wiederholung der Klassen der Wirbeltiere. Gliederfüßer, besonders Insekten. Th. Neumann.

8. Zeichnen: 2 St. Zeichnen und Malen nach Gebrauchsgegenständen(Werk- zeugen), nach gepreßten Pflanzenblättern, Schmetterlingen, Druckmustern, Fliesen, mit Kohle, Farbe, Blei. Zeichnen aus dem Gedächtnis. Freund.

9. Schreiben: 1 St. Rundschrift nach Soennecken für sämtliche Schüler. Außer- dem 1 St. deutsche und englische Schrift nach Vorschrift an der Tafel, gemeinschaftlich mit Schülern der IIIi und III?. Hieran beteiligten sich im Sommer 15, im Winter 14 Schüler.

Huber.