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für das Gedeihen des Einzelnen wie des Ganzen Notwendige besprach. In gleicher Weise wie diese unumwundenen Erklärungen seitens des Leiters und der Lehrer der Schule den Eltern in den betreffenden Fällen gegeben werden, bitten auch wir um volles Vertrauen und volle Aufrichtigkeit seitens der Eltern.
Es ist uns dringend darum zu thun, Klagen und Beschwerden der Angehörigen nicht auf Umwegen, sondern direkt zu erhalten. Auf erstere Weise wird unnötige Mißstimmung erweckt und eine Klärung der Fragen ausgeschlossen, während der unmittelbare Weg einer Besprechung der Maßnahmen der Schule entweder in vielen Fällen irrige Auffassungen sofort beseitigt oder durch gemeinsame Erörterung zur Klarstellung der Sachlage führt.
Mögen die Eltern doch jederzeit von dem Gedanken ausgehen, daß wir das Besbe der Kinder im Auge haben, daß der Erfolg aber bedingt wird durch die gewissenhafte und vorurteilslose Mitwirkung des Hauses, welches für die Befolgung aller Anordnungen der Schule nachdrücklich einzutreten bestrebt sein muß.
Die Art der Arbeit in der Familie, die für Erledigung der Aufgaben erforderliche Zeit, sind wir nicht in allen Fällen in der Lage mit Sicherheit zu überschauen, und es können somit unabsichtlich Irrtümer der Schule vorkommen, zu deren Beseitigung die volle Offen- heit der Eltern unbedingt erforderlich ist. Ein pflichtgetreuer Schüler muß die Überzeugung haben, daßz von einer Strafe oder einem Nachtragen nicht die Rede sein kann, wenn er sich zu Beginn der Stunde offen an seinen Lehrer wendet und ihm mitteilt, daß er diese oder jene Arbeit nicht verstanden hat oder sie nicht bewältigen konnte.
Da es aber leider Thatsache ist, daß viele Schüler zu dieser offenen Erklärung nicht zu bewegen sind, so bitte ich die wertgeschätzten Eltern dringend, in solchen Fällen schrift- lich oder mündlich dem betr. Lehrer Mitteilung zukommen zu lassen. Es ist von großem Werte, daß die Eltern Gelegenheit nehmen, die Lehrer, denen ihre Kinder anvertraut sind, persönlich kennen zu lernen, sowie insbesondere mit dem Klassenlehrer in Verbindung zu treten und sich auch mit dem Direktor bekannt zu machen.
Meine Herren Kollegen sind auf Anfrage der Eltern stets gern bereit, mit ihnen üaber ihre Söhne Rücksprache zu nehmen. Falls wir selbst es für nötig halten, mit den Eltern mündlich über ihre Kinder zu verhandeln, pflegen wir ihnen eine kurze hierauf bezüg- liche Mitteilung zugehen zu lassen.
Mit Rücksicht auf den erneuten Hinweis auf Pflege einer guten Schrift(s. Verfügung), pitten wir die Eltern, von den Heften ihrer Kinder regelmäßig Einsicht zu nehmen und auch ihrerseits bei allen häuslichen Arbeiten auf eine saubere und gute Schrift zu achten, wodurch allein die Grundlage für Erwerbung und Erhaltung einer guten Handschrift gelegt werden kann. Bei nachlässig und flüchtig geschriebenen häuslichen Arbeiten sollten die Eltern stets eine wiederholte Anfertigung veranlassen.
In der ersten Woche des Monats werden sämtliche Hefte den Schülern von VI bis IIe zur Kenntnisnahme der Eltern mitgegeben. Wir bitten im Interesse der Kinder die kleine Mühe, die jedesmalige letzte Arbeit mit Namensunterschrift zu versehen, nicht zu scheuen. Auch wenn in der Zwischenzeit irgend welche Benachrichtigungen nötig erscheinen, wollen die betr. Väter gefl. durch ihre Unterschrift die Kenntnisnahme bescheinigen.
Hinsichtlich der Schulversäumnisse erinnere ich daran, daß die Anzeige der Ver- säumnis spätestens am 2. Tage mit Angabe der Krankheit dem Klassenlehrer zu übersenden ist. Kinder, bei denen der Ausbruch einer ansteckenden Krankheit befürchtet wird, sind


