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vorher als wissenschaftlicher Hilfslehrer an der Schule beschäftigt war. Sein Lebenslauf ist folgender: Heinrich Heddaeus, geboren am 25. August 1861 zu Mornshausen a. D., Kreis Biedenkopf„evangelischer Konfession, Sohn des Hauptlehrers E. Heddaeus zu Biedenkopf, besuchte bis Ostern 1878 das Realgymnasium zu Biedenkopf und war von Ostern 1878 bis Ostern 1881 Schüler der Musterschule. Hierauf studierte er in Marburg Mathematik und Naturwissenschaften. Im Februar 1885 bestand er das Examen pro facultate docendi, und im Juni 1889 erwarb er sich die philosophische Doktorwürde auf der Universität Marburg. Vom 1. April 1885 an leistete er sein einjährig-freiwilliges Dienst- jahr ab. Sein Probejahr absolvierte er an der Realschule zu Bockenheim von Ostern 1886 bis Ostern 1887. Hierauf war er als Hilfslehrer von Ostern 1887 bis Herbst 1887 an der Musterschule, von Herbst 1887 bis Ostern 1888 am Realprogymnasium in Hofgeismar, von Ostern 1888 bis Herbst 1889 an der Musterschule, von Herbst 1889 bis Herbst 1893 an der Wöblerschule, von Herbst 1893 ab wieder an der Musterschule thätig.
Nachdem Herr Oberlehrer Kahle seit Ostern 1894 kommissarisch an der Elisabethen- schule beschäftigt gewesen ist, tritt er nunmehr aus dem Verbande der Musterschule aus, um einem Rufe an die Klingerschule folgezuleisten. Seit dem l. April 1880 hat Herr Ober- lehrer Kahle der Musterschule seine treuen Dienste gewidmet, für die ihm bei seinem Über- gange an dieser Stelle der Dank der Schule ausgesprochen sei. Möge er in seiner neuen Wirksamkeit volle Befriedigung finden!
Mit Schluß des Schuljahres verläßt uns Herr Dr. Siele, der von der Realschule zu Bockenheim Ostern 1894 zur Musterschule überging, um hier die zweite Hälfte seines Probejahres zu vollenden. Von Herbst 1894 ab war er aushilfsweise zur Entlastung des Herrn Professors Dr. Zeidler und gelegentlich mit anderweitigen Vertretungen beschäftigt. Er folgt einem Rufe als Oberlehrer an die Realschule in Geisenheim, wohin ihn unsere besten Wünsche begleiten. Zugleich spreche ich ihm an dieser Stelle für seine der Schule gewidmete eifrige Thätigkeit den gebührenden Dank aus.
Nach fast 6 jähriger Wirksamkeit als Lehrer der jüdischen Religion an der Vorschule trat Herr B. Frank Ostern 1894 wegen Kränklichkeit zurück. Seine Stunden übernahm Herr Dr. Weinberg. Nach schwerem Leiden verschied Herr Frank am 2. März des Jahres. Das Kollegium der Musterschule betrauert in dem Entschlafenen einen liebens- würdigen, pflichtgetreuen Kollegen, dem es ein treues Gedenken bewahren wird.
Krankheit und Beurlaubung von Lehrern.
Waͤhrend des 2. Vierteljahres war Herr Kratz zur Wiederherstellung seiner Gesund- heit beurlaubt und wurde durch Herrn Zeichenlehrer Kaiser in den oberen Klassen in acht Stunden vertreten, wofür wir Herrn Kaiser zu besonderem Dank verpflichtet sind. Die ubrigen Stunden wurden von den Herren Oberlehrer Dr. Reinhardt, Huber, Dr. Bilger, Eisel und Dr. Siele übernommen. Wegen des Gesundheitszustandes des Herrn Professor Dr. Zeidler wurden ihm von Herbst 1894 ab einige Stunden abgenommen, welche Herr Dr. Siele zugewiesen erhielt. Vom 4. bis 7. April fehlten ganz bzw. einzelne Stunden die Herren Professor Dr. Rosenberger, Oberlehrer Dr. Bode und Oberlehrer Dr. Reinhardt,


