13 1b. Katholische R eligionslehre, vereint mit Untertertia und Quarta 2. St. w. S. zweiter und neunter Glaubensartikel, 10 Gebote Gottes und 5 Gebote der Kirche; von der Übertretung der Gebote und der Tugend und Vollkommenheit. Kaplan Sehrbrock. W. Lehre von den Gnadenmitteln: Gnade überhaupt, von den Sakramenten: der Taufe, Firmung, Altarsakrament und Buße. Diöcesan-Katechismus. Koenigstein, Pfarrer.
2. Deutsch, 3 St. w. Lektüre: Hopf und Paulsiek, Deutsches Lesebuch für Tertia, Abschnitt Aa: Rein epische Poesie; ferner Schiller: Balladen und Romanzen, die Glocke, Sieges- fest, Wallensteins Lager. Wiederholungen aus der deutschen Metrik. Ubungen im Deklamieren und im freien Vortrag. Alle 4 Wochen ein Aufsatz, verbunden mit Dis- positionsübungen. Dr. Wulff.
3. Latein 6 St. Lektüre: Caesar, de bello gall. IV, V und VI. Abschnitte aus Ovid nach Siebelis I bis XX incl. Einiges wurde memoriert. Die wichtigsten Regeln über die Quantität der Silben. Gramm.: Die Lehre von den Temporibus und Modis nach Harre: »Hauptregeln der lat. Syntax.« Mündliche und schriftliche UÜbersetzungen nach Oster- manns lat. UÜbungsbuch für Tertia. Alle 14 Tage ein Extemporale. Dr. Wulff.
4. Französisch 4. St. w. Michand, Tère croisade. Auswendiglernen von Gedichten und Ab- schnitten aus der Lektüre. Plötz, Schulgrammatik, Lektion 46— 59. Erlernen der Regeln, Übersetzung der deutschen Sätze schriftlich, Memorieren der franz. Beispiele. Allg. Wiederholung. Extemporalien. Dr. Forte(Dr. Cohn).
5. Englisch 4 St. w. Lektüre: Lüdecking u. s. w. T. I. Goldsmith, Life of Alexander. Gesenius, Lehrbuch der engl. Sprache. T. I. Kap. 17— 24. Erlernen der Regeln. Übersetzung der deutschen Beispiele, teils schriftlich, teils mündlich. Gesenius T. II. Kap. I-—III Er- lernen der Regeln und Beispiele. UÜbersetzung der Sätze und zusammenhäüngenden Stücke mündlich und schriftlich von No. 1— 17. Auswendiglernen von Gedichten und aus der Lektüre. Extemporalien. Dr. Forte(Dr. Cohn).
6. Geschichte 2 St. w. Deutsche Geschichte von 1555 bis 1871 nach Eckertz, Hülfsbuch für den ersten Unterricht in der deutschen Geschichte. Wiederholungen der früheren deutschen Geschichte. Oberlehrer Lentz.
7. Geographie 2 St. w. Skandinavien, die brittischen Inseln, Frankreich, die südeuropäischen Halbinseln nach Seydlitz, Kleine Schulgeographie. Oberlehrer Lentz.
8. Mathematik und Rechnen 5. St. w. Geometrie. Spiecker, Lehrbuch der ebenen Geometrie§ 149—§ 212 und§ 297—§ 303. Proportionalität der Linien, Ahn- lichkeit der Dreiecke, Teilung von Strecken nach gegebenen Verhältnissen, Lehr- sätze vom Umfang und Inhalt ähnlicher Polygone, Kreisteilung, Berechnung ein- und umschriebener Polygone, Zahl a, Umfang und Inhalt des Kreises; Kreisbogen, Kreissektor, Kreisring. Arithmetik. Heis: Aufgaben§ 27—§ 33,§ 50—§ 54, § 61—§ 68. Grôßtes gemeinschaftliches Maß und kleinster gemeinschaftlicher Dividend zweier Zahlen. Lehre von den Proportionen. Quadrat und Kubikwurzeln. Gleichungen vom 1. Grade mit einer und mehreren Unbekannten. Rechnen: Abgekürztes decimales Rechnen. Aufgaben aus dem Gebiete der bürgerlichen Rechnungsarten als Wiederholung. Becker und Paul Aufgaben für den Rechenunterricht. T. III. Dr. Rosenberger.
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