Jahrgang 
1929
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e. Befreiungen von einzelnen Unterrichtsfächern.

Von Religion: 6

Vom Turnen: auf ärztl. Zeugnis: 8 Vom Spielnachmittag:

a) auf ärztl. Zeugnis: 8;

b) aus anderen Gründen: 24.

Befreiungen vom technischen Unterricht aus gesundheitlichen Gründen erfolgen nur auf das Zeugnis des Stadtgesundheitsamtes(Dienstag und Donnerstag von 14.30 bis 17 Uhr).

f. Der wahlfreie Unterricht.

Am wahlfreien Nadelarbeitsunterricht der Untersekunden nahmen im Sommerhalb- jahre 14. im Winterhalbjahre 16 Schülerinnen teil.

g. Selbstverwaltung und Berufsberatung.

In jeder Klasse wurde eine Vertrauensschülerin gewählt; als Ordnerinnen wechselten die Schülerinnen der Klasse ab.

In Fragen der Berufsberatung standen der Direktor und die Mitglieder des Kolle- giums den Schülerinnen und den Eltern gerne zur Seite: Studienrat Völke hat sich die Berufsberatung zur besonderen Aufgabe gemacht.

h. Aufgabenfreier Nachmittag.

Jede Klasse hat einen aufgabenfreien Nachmittag, an dem die Spielstunden statt- finden.

i. Wanderungen und Sport.

Die monatlichen Wanderungen wurden, soweit die Witterung es erlaubte, von allen Klassen durchgeführt. Auf den unteren Klassen wurden im allgemeinen Halbtags- wanderungen, auf den mittleren Klassen Ganztagsausflüge unternommen. Im allge- meinen waren die Wanderungen von schönem Wetter begünstigt.

Am 27. Juni fand eine Rheinfahrt der gesamten Anstalt statt. Die Fahrt ging von Mainz nach St. doarshausen; von dort wurde in einstündigem Marsch der Lorelei- Felsen bestiegen. Die Heimfahrt erfolgte wiederum zu Schiff. Eine Musikkapelle verschönte den Tag mit Liedern und Tänzen.

Im Winter bot sich reichliche Gelegenheit zum Eislauf.

Vom 23. bis 27. September unternahm die U IIb unter der Führung der Studien- rätin Dr. Biebricher eine Fahrt nach Weimar und Eisenach. 21 Schülerinnen nahmen daran teil. Trotz der kurzen Zeit konnten die Sehenswürdigkeiten Weimars besucht werden: das Goethe- und das Schillerhaus, das Goethe-Nationalmuseum, Goethes Gartenhaus, die Fürstengruft, das Wittumspalais, Schloß und Jakobs- Friedhof mit dem Kassengewölbe. Ein Spaziergang nach dem Schlößchen Tiefurt beendete den Weimarer Aufenthalt.

Nicht minder schön verliefen die beiden Tage in Eisenach. Der Gang nach der Wart- burg, der hohen Sonne und dem Burschenschaftsdenkmal durch den herbstlich ge- färbten Thüringerwald wird allen unvergessen bleiben.

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