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gleich Uebungen im Beobachten der Erscheinungswelt. Beispiele: Zauberer-Zauberschloss, Blumen und Tiere im Frühling, Paradies, Gespenster und Ungeheuer, Komposition in carmin, rosa, schwarz, Selbstbildnisse, Wald im Winter. Betrachtete Bildwerke: Van Gogh, Sonnenblumen; David, Napoleon.
Quinta a. Beispiele: Pflanzenstudien. Phantastische Tierformen, Wunderwald. Erste Raumgestaltungen. Bäume im November. Bildbetrachtung: Meister des 15. Jahrhunderts; Van Gogh, Sonnenblumen.
Quarta. Beispiele: Pflanzenstudien. Blüte als Raum, Phantastische Blütenformen. Phantastische Architekturen. Zweigstudien, Baumstudien. Kunstbetrachtung: Frankfurter Dom, Griechischer Tempel; Dürer, Raumbild.
Unter- und Obertertia a. Die Beziehungen zwischen Material und Gestaltung werden des Näheren untersucht. Formgedächtnis und Raumvorstellung werden vorwiegend gepflegt. Das Verhöltnis zur Wirklichkeit muß jetzt soweit geklärt werden, daß der Uebergang zur Reifeperiode ohne hemmende Erschütterungen vollzogen werden kann. Der Unterricht erstrebt mehr und mehr die Erkenntnis und Pflege des Schönen als der in sich geschlossenen organischen Ordnung im Werk.— Bei- spiele: Phantastische Pflanzenformen, Vorstadthäuser, Zweige; Bäume im Landschaftsraum- Uebungen in Parallelprojektion. Raumproblem in der Malerei. Liebermann, Näherin; Schwind, Morgenstunde
Untersekunda a und b. Beispiele: Phantastische Maschinen; Phantastische Raumgebilde; Freies Thema; Bildbetrachtung: Fra Angelico, Christus; Köln. Meister des 15. Jahrhunderts; Vier Bildanalysen; Französ. Impressionisten und Van Gogh; Feuerbach, Pietà. Projektives Gestalten.
Obersekunda b, Unterprima a und b, Oberprima a und b. An Stelle des Klassenunterrichts tritt der Gruppen- und Einzelunterricht. Alle Gestaltungsgebiete werden herangezogen. Die Hand- habung der Ausdrucksmittel wird nach künstlerischen Grundsätzen gepflegt, wobei die individuelle Eignung und Neigung weitgehende Berücksichtigung finden. Material und Technik in der eigenen Formung des Schülers und in den Werken der Kunst. Aussprachen über die künstlerischen Probleme unserer Zeit und der wichtigsten historischen Stilweisen. Betzler-
Sexta b und Quinta: Freies Gestalten aus der Phantasie und nach Eindrücken aus dem Erleben der Schüler durch Zeichnen und Malen. Geeignete Stoffe aus dem Eeligions-, Geschichts- und Deutsch- unterricht werden berücksichtigt. Das gefühlsmäßige Erleben von Linien und Farbenzusammen- klängen und von Flächenaufteilungen wird angebahnt.
Quarta b: Dasselbe unter stärkerer Betonung von Natur- und Kunstformen in flächiger Darstellung. Weitere Entwicklung des Farbenempfindens durch Plächenaufteilungen, Phantasiemalerei und Auf- klebearbeiten. Figürliches in Winterbildern.
Untertertia b: Einführung in das bewußte räumliche Sehen an großen Objekten im Freien und ihre gedächtnismäßige Wiedergabe. Während des Aufenthalts auf der Wegscheide und später zeichne- rische und farbige Darstellungen nach dort Gesehenem und Erlebtem. Weiterentwicklung der räum- lichen Darstellung(linear und farbig) in Gefäßzusammenstellungen und Motiven aus dem Straßen- leben und der winterlichen Landschaft(Bäume).
Obertertia b und c: Weiterentwicklung der räumlichen Darstellung nach Blumen und Raumteilen. phantasiearbeiten nach Stoffen aus dem Deutschunterricht; Straßenverkehr und Maskentreiben Sachliches Zeichnen nach Zweigen und Bäumen. Einfache parallelperspektivische Darstellung eines Wochenendhauses. Figürliche Darstellungen nach winterlichen Erlebnissen.
Untersekunda c: Blumenmalen und sachliches Pflanzenzeichnen. Phantasiedarstellungen(Kakteen- wald etc.). Linearzeichnen: Wochenendhaus nach Grund- und Aufriß in Parallelperspektive. Figür- liches aus der Vorstellung und nach dem Modell(Kopfzeichnen).
Obersekunda a: Malen und Zeichnen nach Blumen und Geräten. Zeichnen im Freien(Schönhof, Altstadt). Freie perspektivische Darstellung eines Innenraums eigenen Entwurfs. Parallelperspektivische Wiedergabe eines Fabrikblockes und eines Wochenendhauses. Kopfzeichnen. Kunstschriften.


