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f) Künstlerischer und technischer Unterricht.
1. Zeichnen: Es ist beabsichtigt, in Zukunft am Schluß jedes Schuljahres Aus- stellungen zu veranstalten, die jeweils das eine oder andere Gebiet des Kunstunterrichts möglichst umfassend vorführen. Diese Ausstellungen sollen bei Eltern und Freunden der Schule Interesse und Verständnis wedken für die modernen kunstpädagogischen Bestrebungen und den Schülern selbst Uberblick und Anregung gewähren. Erste Ausstellung Ostern 1927: »Schrift und Plakat«.
2. Musik: Durch die»Richtlinien« ist der Musikunterricht Pflichtfach für alle Schüler geworden.
VI: Notenkenntnis, Taktarten, Tetrachord⸗Tonleiter, Vorzeichen, melodische und rhythmische Diktate, einfache und erweiterte Liedform.
V: Erweiterung des Sextastoffes. In beiden Klassen ein⸗ und zweistimmige Lieder in erster Linie Volkslieder. Aus der Instrumentalmusik einfache Klavierstücke von Kirchner, Taubert, Schumann und Beethoven, die dem Verständnis der Stufe entsprechen.
IV. Vertiefung des Quintastoffes. Die Schüler von VI-IV erfanden selbständig Text und Melodie zu einigen Klassenliedern. Für UlII bis Ol mußte der lehrplanmäßige Stoff z. T. erheblich eingeschränkt werden, weil die Schüler bisher ein oder mehrere Jahre ohne jeglichen Musikunterricht waren. Ziel war, allen Schülern Musikverständnis zu ver⸗ mitteln. je nach der Auffassungskraft der einzelnen Klassen wurden die Stoffe ausgewählt: Erweiterung der Notenkenntnis Baßschlüsseh, Liedform, Volkslied, Choral, Kunstlied, alte Tanzformen, Suite, Sonate und verwandte Formen, Anfänge der Oper, Musikdrama, besonders eingehend C. M. von Weber(Freischütz und Preziosa), W. Kienzl(Evangeli-⸗ mann), Beethoven(I. Symphonie). In allen Klassen ein⸗ und zweistimmige Lieder. Chor: Vierstimmige gemischtchörige Lieder und Vollkslieder, die Chöre der Preziosa usw.
Orchester: In der Besetzung von mehrstimmigem Geigenchor, Cello und Klavier Stücke von Gossec, Händel, Dittersdorf, Mozart, Schubert, Schumann, Mendelssohn, Beethoven.
3. Turnen und Spielen: Die Entwicklung ging in der bisherigen Richtung weiter. Der Mangel an Spielplätzen macht sich immer noch empfindlich bemerkbar. Wir hoffen auf eine gründliche Anderung in dieser Hinsicht, wenn die Niddaregulierung vollendet ist.
4. Schwimmen: Die beiden Quarten hatten im Sommerhalbjahr statt Turnen Schwimmunterricht im städtischen Schwimmbad unter Leitung der Herren St.⸗R. Dr. Leicht und Bauerschmidt. Die Schüler werden mit Sonderwagen auf Kosten der Stadt zum Schwimm- bad gefahren und zurüdabefördert. Dadurch werden Störungen im Unterricht vermieden. Erfreulicherweise erlernten etwa 82% aller Schüler das Schwimmen.
Im Winter hatfte Herr St.-X. Meyer⸗Kredell die Leitung des freiwilligen Badens über-⸗ nommen. Es wurden 2 Abteilungen gebildet, eine aus den Mittelklassen und eine aus den Oberklassen. Leider konnten die Uebungen infolge zu starken RAndrangs im Bade nur alle 14 Tage für jede Abteilung stattfinden. Es beteiligten sich insgesamt 90 Schüler der Anstalt.
Einige Schüler der UIIIIb nahmen an dem Schwimmen der freiwilligen Abteilungen teil, andere bildeten ihre Fähigkeiten weiter fort. Ein am Ende des Schuljahres abge⸗ haltenes Leistungsschwimmen, bei dem jeder Schüler zwanglos seine Leistungen zeigen konnte, hatte folgendes Ergebnis:
Es schwammen eine Stunde: Bussius, Dürkler, Kilgus, Kirchner(Adolf), Paulmann,
Pusch, Sommer, Waigand, Werner,
„„„½ Stunde: Beyen, Habermann, Ibert,
„„„ 1¼ Stunde: Döring, Fischer, Hugo.
5. Rudern. Zum erstenmal seit längerer Unterbrechung wurde das Rudern von einer Abteilung unserer Schüler wieder gepflegt, wobei die Mannschaft gute Erfolge zu verzeichnen hatte. Sie hat sich mit sichtlichem Eifer dem schönen Sport gewidmet und über andere Schülermannschaften beim Wettrudern gesiegt. Eine gute Leistung war das Rudern nach Rumpenheim unter Leitung von Herrn Fadenrat Wagner.


