11. Geschenke. Wolfgang Schmidt(Quarta) schenkte ein Stück versteinertes Holz.
Viele Schüler, besonders der Unterstufe, spendeten als Weihnachtsgeschenke für bedürftige Kinder Kleidungsstücke, Bücher und Spielsachen, insgesamt 3 große Körbe voll, die dem benachbarten Kinderheim in der Hammelsgasse über- wiesen wurden.
12. Besondere Einrichtungen für die Schüler. a) Schülerselbstverwaltung.
Die Schülerselbstverwaltung bestand in der seitherigen Form weiter: Die Klassen VI bis Ull haben je 3, die Klassen Oll bis Ol je 1 Vertrauensschüler, die von den Schülern der Klasse gewählt und vom Klassenleiter bestätigt werden, Die Wahl des Obervertrauensmannes, eines Oberprimaners, bedarf der Bestätigung der Gesamthkonferenz. Die Ober- und Unterprima stellen ferner für die Klassen VI bis UII je 1 Vertrauensmann und je 1 Stellvertreter, die ihre Klasse betreuen und die Lehrer bei der Aufsichtführung unterstützen.
b) Schülervereine.
1, Der Literarische Verein trat auch in diesem Jahre mehrfach zusammen. Er hat sich die Erweiterung und Vertiftune, der Kenntnis moderner Literatur, die im Unterricht oft keine Berücksichtigung finden kann, zur Aufgabe gestellt. Wir lasen u. a. Klabunds„Kreidekreis“ und einige Abschnitte aus Ernst Glaesers Roman„Jahrgang 1902“.— Die Bücherei des Vereins wurde eifrig benutzt. Wolfgang Thauer(Unterprima b).
2. Der Schülerstenographenverein ist bestrebt, durch wöchentliche UÜbungsstunden, durch Monatsarbeiten und Wettschreiben, durch Lesen stenographischer Zeitschriften und Bücher seine Mitglieder in der Kurzschrift weiter auszu- bilden, Die Mitglieder sind ausschließlich Anhänger der Reichskurzschrift.— UÜbungsstunden wurden wöchentlich zwei- mal abgehalten. Im vergangenen Jahre legten 4 Mitglieder ihre Prüfung in der Geschwindigkeit von 100 Silben ab. An Zeitschriften bezog der Verein 1 Heft der„Reichskurzschrift“(Verlag Apitz) und 8 Hefte der„Fortbildung“(Verlag Winkler). Die reichhaltige Reichskurzschriftbücherei besteht aus 60 Bändchen und wird dauernd erweitert. geschafft wurden:„Die Geschichte der Stenographie“ von Johnen und„Ausführliches Handbuch der Stenographie“ von Koßwig- Schmidt-Fischer.— Der monatliche Beitrag beträgt für alle Mitglieder 0,20 RM. Der Verein zählt gegenwärtig 10 Mit- glieder In diesem Jahre trat ein Vorstandswechsel ein: Hans Kratzenberg wurde als Nachfolger des Abiturienten Albrecht Glöckler zum 1. Vorsitzenden des Vereins gewählt, Ostern 19290 konnte der Verein auf 10 Jahre seines Bestehens zurückblicken. Hans Kratzenberg(Obersekunda b).
3. Der Turnverein, dem zahlreiche Schüler aus der Unter- und Mittelstufe angehörten, übte im Sommerhalbjahr wöchentlich zweimal unter Leitung der Herren Studienräte Diefenhard und Dr. Kahle. Das Turnen galt in erster Linie der Pflege volkstümlicher Uebungen und Spiele. Wegen der Belegung der Turnhalle durch Turnspielabteilungen mußten die Uebungen im Winter leider ausfallen.
4. Die Schulgruppe des Vereins für das Deutschtum im Ausland(V. D. A), die von Herrn Studienrat Dr. Kahle geleitet wurde, zählte im vergangenen Jahre etwa 200 Mitglieder. An der Pfingstfahrt des V. D. A. nach Gmunden nahmen unter Führung des Herrn Studienrats Dr. Gölz über 30 Klingerschüler teil. Die Schulgruppe erlebte eindrucksvollste Tage im kleinen Traunkirchen am herrlichen Traunsee. Nach der Tagung ging's auf den Spuren der Nibelungen die Donau hinunter durch die romantische Wachau nach Wien. Drei Tage löste hier ein Eindruck den an- deren ab. Der Rückweg führte über das schöne Salzburg in die Pracht der Berchtesgadener Alpen und an den ernsten Königsee, Der Abschied fiel schwer. Das Ganze ein einzigartiges, kostbares Erlebnis.— Bei dem am 13, und 15. Novem- ber im Saalbau veranstalteten„Fest der deutschen Jugend“ stellte die Klinger-Oberrealschule eine Musterriege am Barren, Die Kleinsten turnten Bodenübungen, die stürmischen Beifall ernteten. Auch an den übrigen Veranstaltungen des Schulgruppenverbandes beteiligten sich unsere Schüler sehr zahlreich,
c) Besichtigungen und Vorträge.
Die„Pressa"-Ausstellung in Köln besuchten vom 7. bis zum 10. September 13 Schüler, die der Literarischen Arbeitsgemein- schaft angehören,(Führer: Herr Oberstudienrat Schmidt-Voigt), vom 11, bis 13. September 16 Schüler der Ober- prima b(Führer: Herr Studienrat Köhne).— Im Goethehaus waren die Oberprima b am 7. November(Führer: Herr Studienrat Köhne), die Oberprima a am 19. Dezember(Führer: Herr Studienassessor Dr. Kerber], die Unterprima b am 18. Januar(Führer: Herr Studienassessor Dr. Kerber) und am 20. Februar die Untersekunda b(Führer: Herr Studienrat Dr. Bonnet).— Her Studienrat Dr. Boller besichtigte mit den Oberprimen am 20, März die Brauerei Henninger. Herr Oberschullehrer Gönner führte am 1. November die Oberprima b, am 8. November die Unterprima a, am 12. November die Oberprima a, am 14. November die Unterprima b und am 19. November die Untersekunda a in die
Ausstellung„Das bildschaffende Kind“.— Die Primen besichtigten mit Herrn Studienrat Dr. Gräntz und Herrn Oberschullehrer Gönner die Dürer-Ausstellung im Goethe-Gymnasium.— Mit der Unterprima a besuchte Herr Studien- referendar Dr. Peter am 18. Dez., das Gaswerk Ost, am 26. März das Senckenberg-Museum.— Herr Studienrat Dr. Lischner führte die Unterprima b am 19, Dez. ins Elektrizitätswerk.— Das Gaswerk Ost wurde am 16. Januar auch von der Untersekunda a unter Führung des Herrn Studienassessors Schmidt besichtigt.— Herr Studienrat Dr. Gölz besuchte am 28. November mit der Obertertia b das benachbarte Heymann- Museum.— Am 23. Januar be-
sichtigte Herr Studienreferendar Dr. Müller mit den Quintanern das Aquarium im Zoologischen Garten.
Am 11. September hielt Herr Dr. Rushton aus Cambridge vor den Unterprimanern und Obersekundanern in eng- lischer Sprache einen Lichtbilder-Vortrag über die englischen Schulen.
Herr Emil Kilb, der Vater unseres Obertertianers, erzählte am 7. Dezember im Festsaal den Schülern der Untertertia bis Oberprima in fesselnder Weise von der vielseitigen Tätigkeit der Berufsfeuerwehr. Am folgenden Tage besichtigten etwa 300 Schüler aller Klassen die Feuerwache in der Burgstraße, wo unter Leitung des Herrn Branddirektors Schänker mehrere Ubungen ausgeführt wurden, Den genannten Herren und der Feuerwache in der Burgstraße sagt die Schule für die lehrreichen Darbietungen herzlichen Dank,
Alle 4 Wochen hielt Herr Fraikin in verschiedenen Klassen französische Vorträge,
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