Jahrgang 
1929
Einzelbild herunterladen

d) Mathematik.

Oberprima a. 1. Für die kubische Gleichung X 6 X2+ 5x+ 9= 0 ist graphisch eine Näherungslösung zu er- mitteln; diese ist nach einem der bekannten Verfahren zu verfeinern, und dann sind die anderen Wurzeln der Glei- chung zu bestimmen, 2. Die Oleiehum⸗ der Krümmungsmittelpunkte der Zykloide(v= I r cos P: X= rT rsin 9) ist abzuleiten und dann durch eine Translation zu zeigen, daß diese Kurve wieder eine solche Zykloide ist, 3. Gegeben ist der Kegelschnitt 9+ 16= 144 und die Gerade g mit der Gleichung 2y Xx 2= 0, ferner auf der Geraden der Punkt P(4; 3). Es ist zu bestimmen: der Pol G der Geraden g: die Polare p zu P; dann soll gezeigt werden, daß p durch G geht und die Verbindungsgerade PG Polare zu dem Schnittpunkt von p und g ist.

Oberprimab. 1. Eine Kugel wird von dem Mantel eines Kegels, dessen Grundkreisradius= 6 cm und dessen Höhe h= 8 em sind, berührt und durch dessen Grundfläche geschnitten. Wie groß ist der Radius der Kugel, wenn die inner- halb des Kegels liegende Kalotte ein Maximum ist? 2. Am 10. November 1928 15h 7min haben wir die Höhe der Sonne h= 12⁰ 20' und ihren Azimut a= 43⁰ 30' gemessen. Welches wären demnach die geographischen Koordinaten von Frank- furt? Nach dem nautischen Jahrbuch ist 00= 17 11,6, 2z= 16min. 3, Die rechts von der Ordinatenachse liegende

Hälfte der Ellipse+ 8= 1 rotiert um die-Achse. Wo liegen die Schwerpunkte des Rotationskörpers und der er- 7 3

zeugenden Halbellipse?

e) Biologie. Oberprimaa. Tierische Gewebe. Oberprima b. Pflanzliche Gewebe.

f) Chemie. Oberprima a. Praktische Arbeit: Der Kalkstein eines Bruches in der Nähe unseres Landheims ist auf den Prozent- gehalt an Karbonaten zu untersuchen., Die Bestimmung ist auf zweierlei Wegen vorzunehmen.

Oberprimab. Die Oxydationsprodukte der Alkohole,

9) Physik.

Oberprima a. Welche physikalischen Anordnungen lassen sich als Mikrophon und Telephon verwenden, und welches ist ihre Wirkungsweise?

Oberprima b. Wie haben wir die Brechungsexponenten fester und flüssiger Körper bestimmt?

h) Latein. Oberprima a und b. Übersetzung aus Caesar, Bellum Gallicum VII, 68.

6. Künstlerischer und technischer Unterricht.

a) Musik.

Die Klassen Sexta und Quinta hatten wöchentlich 2 Stunden Singen, alle anderen Klassen je 1 Stunde Musik, Dazu kamen 1 Stunde für den Chor und 2 Stunden für das Schülerorchester(Quarta bis Oberprima). In Sexta und Quinta wurde das Absingen ein- und zweistimmiger Uebungen und Lieder gepflegt; für den Chor kamen ein- bis vierstimmige Sätze mit und ohne Begleitung zur Verarbeitung. Außerdem für alle Klassen Musikdiktate und Erfindungsübungen, Musik- und Formenlehre, sowie Musikgeschichte. Folgende Opern wurden behandelt:Orpheus(Gluck),Der Frei- schütz(Weber),Die Zauberflöte(Mozart),Tannhäuser undDie Meistersinger(Wagner). Aus dem Jahres- programm des Schülerorchesters: Mozart(Menuett in Es und D, Kleine Nachtmusik), Weber(Der Freischütz), Schubert(1. Satz der h-moll-Symphonie, Andante aus der Symphonie Nr. 5, Militärmarsch), Beethoven(Türkischer Marsch), Strauß(Geschichten aus dem Wiener Wald). Weimar.

b) Zeichnen.

Sexta: Phantasiezeichnungen(Erinnerungsbilder von der Straße, von Volksfesten u. a.) Häuser, Bäume, Denkmäler, Menschen, Tiere in kindlicher Darstellung, Quinta: Ahnliche Aufgaben wie in Sexta. Zeichnerische Wiedergabe von Werkzeugen. Flächenaufteilungen, schwarzweiß und farbig. Quarta: Gedächtnismäßige Wiedergabe von Natur- und Kunstformen(Bäume, Türme, Brücken, Berge u. a.) Flächenaufteilungen, Freies Gestalten. Antiqua, Untertertia: berspektive nach großen Objekten. Gefäße, Geräte, Werkzeuge. Freies Gestalten, Band- und Flächenmuster. Antiqua, Kursiv. Projektion, Obertertia: Perspektivische Darstellung kleinerer Objekte(Schrank, Tisch, Fensterecke u. a.) Malübungen(Gefäße, Blumen). Blockschrift. Plakataufgaben, Projektion. Untersekunda: Zeichnerische Wiedergabe von Raumteilen nach der Natur, Stilleben, Blumen nach der Natur, Plakataufgaben. Dekorative Schrift. Projektionsauf- gaben. Obersekunda: Erweitertes Naturstudium. Architekturskizzen. Zeichnen nach Natur- und Kunstformen (Muscheln, Tierschädel, Geräte). Freie Entwürfe für Reklame. Malübungen. Projektion. Unterprima: Im Sommer Architekturskizzen in der Altstadt, Im Winter Linoleumschnitte, Federzeichnungen nach den im Sommer gezeichneten Motiven. Kopfstudien., Oberprima: Im Sommer Tierstudien im 700. Im Winter Zeichnen und Malen nach Natur- und Kunstgegenständen(Stilleben). Kunstschrift. Freie Aufgaben. Kopfstudien, menschliche Figur. Gönner. Becker.

c) Leibesübungen. 1. Turnen und Sport. Dauernd befreit durch den Schularzt waren 10 Schüler, meist wegen Herz- oder Bruchleiden. Die sportlichen Sommerleistungen wurden nach der Möllerschen Leistungstafel gewertet; dem Winterturnen war ein vom Turnlehrer entworfener Stoffplan für Durchschnittsklassenleistungen zugrunde gelegt. Als Höchstleistungen ergaben sich im Sommersport: Lauf: 100 m in 11,4 Sek.(Füller Ola), 75 m in 9,3 Sek.,(von Carben OIIIb), 200 m in 25 Sek.(Füller Ola), 400 m in 58 Sek.(Schöppert Ola), 1000 m in 3 Min. 5,9 Sek.(Reeh Olla), 3000 m

9