Jahrgang 
1927
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mittelung der prozentigen Zusammensetzung einfacher Verbindungen, des Aquivalentgewichtes und der Wertigkeit. Kursus für Fort geschrittene. Qualitative Analyse, Maßanalyse; Verflüssigung von Gasen; Ozonversuche; gasvolumetrische Versuche; Feststellung der prozentigen Zusammensetzung, des Aquivalentgewichtes, der Siedepunktserhöhungen, des Molekulargewichtes. Im Winter 1 Kursus für Fortgeschrittene zu 2 Stunden: Darstellung von Säuren (HF, HNO.,, H. SO.); Titrieren; Reduktionen, Siedepunktserhöhungen, Bestimmung von Xquiva- lent- und Molekulargewichten. Simon.

II. LEHRER.

l. Veränderungen im Lehrkörper.

Mit Beginn des Schuljahres wurde Herr Studienassessor Flecke n, der Ostern 1925 zu uns gekommen war, der Oberrealschule in Oberursel überwiesen. Herr Studienreferendar Stoffert, der von Ostern bis Herbst 1926 die Stelle des Herrn Studienrats Schwab versah, wurde zu Beginn des Winter-Halbjahres an das Wilhelms-Gymnasium in Kassel versetzt. Für ihn wurde Herr Studienassessor Schönwetter vom Gymnasium in Marburg unserer Anstalt überwiesen. Mit Beginn des Schuljahres 1927/28 tritt als Nachfolger des Herrn Studienrats Schwab Herr Studienrat Dr. Malsch sein Amt an. Das neue Mitglied unseres Kollegiums be- richtet über seinen Lebensgang folgendes:

Fritz Malsch ist geboren am 21. November 1800 in Gotha, evangel. Bekenntnisses, Nach Be- such des Friedrich-Wilhelm-Gymnasiums in Köln bestand er dort Ostern 1910 die Reifeprüfung. In Bonn studierte er von 1910 1914 Mathematik, Physik und Biologie, bestand am 14. November 1914 die Staatsprüfung und war vom 16. November 1914 bis 12. Dezember 1918 als Kriegsteilnehmer an der West- und Ostfront. Das Vorbereitungsjahr leistete er an den Oberrealschulen in Bielefeld und Hamm ab. Am 1. Oktober 1919 wurde er als Oberlehrer an der Oberrealschule in Weidenau(Sieg) ange- stellt, wo er bis Ostern 1927 gewirkt hat. Im Druck sind von ihm erschienen: 1,. Das Interesse für die Unterrichtsfächer an höheren Knabenschulen. Diss. 1922(Zeitschr. f. angew. Psychologie 1923). 2. Das Interesse der Schüler(Jungbluth, Handbuch des Arbeitsunterrichts, 1925. Diesterweg, Frank- furt a. M., 2. Aufl. 1926). 3. Zahl und Raum. Lehrbuch der Mathematik. 8 Teile(Quelle u. Meyer, Leipzig, 1926/27). 4. Geschichte der Mathematik.(Quelle u. Meyer, Leipzig 1927).

Herr Studienrat Metzschke war vom 1. Juni bis zu den Herbstferien zu einer Studienreise nach Frankreich beurlaubt. Seine Vertretung übernahm Herr Studienreferendar

Dr. Bein.

Am 31. März 1927 trat unser verehrter Amtsgenosse Herr Oberschullehrer Theodor Seibel in den Ruhestand, da er das 65, Lebensjahr vollendet hatte. Über 30 Jahre lang hat er mit vollster Hingabe und mit reichem Segen an unserer Schule gewirkt. Die Stadt über- sandte dem Scheidenden ein Dankschreiben und eine Ehrenurkunde, In der Geschichte der Klinger-Oberrealschule wird er unvergessen bleiben. Die Stelle des Herrn Oberschullehrers Seibel übernahm bereits am 1. November 1926 Herr Oberschullehrer Gönne r, der über seinen Lebenslauf folgende Angaben macht:

Philipp Gönner wurde geboren am 31. Juli 1879 zu Kaichen(Kr. Friedberg, Oberhessen). Vom 6. bis 14. Lebensjahre besuchte er die Volksschule seines Heimatortes, Zwecks Vorbereitung auf den Lehrerberuf kam er dann auf die Präparandenschule nach Lich(Oberhessen) und daran an- schließend auf das Lehrerseminar zu Friedberg(Oberhessen). Dort legte er im Frühjahr 1901 die Volksschullehrerprüfung ab und fand dann Verwendung als Lehrer in verschiedenen Orten Oberhessens, Vom 1. Oktober 1903 bis 30, September 1904 genügte er seiner Militärpflicht bei dem Inftr.-Regt. 118 zu Worms. Seine Liebe zur bildenden Kunst veranlaßte ihn zum Besuche der Kunstakademie zu Kassel, wo er im Herbste 1906 die Zeichenlehrerprüfung für höhere Schulen bestand. Dann ging er wieder in den hessischen Vollksschuldienst zurück und war kurze Zeit in den Städten Gießen und Büdingen