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Geboren am 10. 9. 1880 zu Unnau im Westerwald als Sohn des Lehrers Wilheim Bonnet, bestand Dr. Rudolf Bonnet Ostern 1908 die Reifeprüfung am Lessing- Gymnasium zu Frankfurt a. M. An den Universitäten Marburg. Heidelberg. Göttingen und Straßburg studierte er darauf Klassische Philologie, evangelische Religions- wissenschaft und Germanistik. Ostern 1913 wurde er nach bestandenem Staats- examen dem Pädagogischen Seminar des Goethe-Gymnasiums zu Frankfurt a. M. zur Ausbildung überwiesen. Nach abwechslungsvoller Lehrtätigkeit an 5 weiteren Frank- furter höheren Schulen verschiedener Gattung und am Gymnasium zu Oberlahnstein wurde er Ostern 1924 der Klinger-Oberrealschule überwiesen. 1919 wurde er auf Grund der Arbeit:„De metaphoris Graecis capita selecta“ von der philosophischen Fakultät der Universität Marburg zum Dr. phil. promoviert. 1917 ernannte ihn der Herr Unterrichtsminister zum Lektor der Stenographie an der hiesigen Universität. Er veröffentlichte einige Werke und mehrere Aufsätze aus dem Gebiete der steno- graphischen Geschichte und Svstematik.
Hans Ludwig Rauh. evangelisch, wurde am 3. Juni 1892 zu Frankfurt a. NM. geboren. Er besuchte die Bethmann-Mittelschule, Adlerflychtschule und die Klinger- Oberrealschule, die er Ostern 1911 mit dem Zeugnis der Reife verließ. Dem Studium der neueren Sprachen widmete er sich an den Universitäten Marburg, München, Straßburg und Frankfurt a. M. Am 6. August 1914 trat er als Kriegsfreiwilliger in das Heer. dem er außer einer halbjährigen Beurlaubung infolge Verwundung im Jahre 1915 ununterbrochen bis zum November 1918 angehörte. Er nahm an dem Feldzug gegen Frankreich teil. An der Universität zu Frankurt a. M. promovierte er mit der„Lautlehre der Frankfurter Mundart“. Vom Herbst 1922 bis Herbst 1924 war er vom Schuldienst beurlaubt und als Prokurist einer Aktiengesellschaft tätig. Wissenschaftliche Veröffentlichungen von ihm sind:„Die Frankfurter Mundart in ihren Grundzügen dargestellt“(1021. Verlag v. Moritz Diesterweg) und„Zur Rhythmik und Melodik der Frankfurter Mundart“ in der Festschrift des deutschen Sprachvereins (1925. Verlag v. Moritz Diesterweg).
Am 4. März 1926 starb im 70. Lebensjahre Herr Oberstudienrat i. R. Dr. Fried- rich Großmann, der 22 Jahre lang, von 1900 bis 1922, mit reichstem Segen an un- serer Schule tätig war. Wir werden das Andenken dieses edlen Mannes stets in hohen EFhren halten.
Am 1. April 1926 trat Herr Studienrat Karl Schwab in den Ruhestand, da er das 65. Lebensjahr vollendet hatte. Er hat 30½ Jahre lang im Schuldienste gestanden und davon 23 Jahre lang als Meister in seinem Fache mit vorbildlicher Pflichttreue en unserer Schule gewirkt. Als äußeres Zeichen seiner Anerkennung für die geleisteten wertvollen Dienste ließ der Magistrat dem Scheidenden ein Dankschreiben und eine künstlerische Radierung mit ehrender Widmung überreichen. Dem Dank der Behörde schließt sich die Schule herzlichst an. Mögzen Herrn Studienrat Schwab noch viele Jahre in geistiger und körperlicher Frische beschieden sein!
2. Der Oberstudienrat.
Der Oberstudienrat, Herr Hehner ist der Vertrauensberater des Direktors und sein ständiger Vertreter. Ihm ist die Leitung des Landheims übertragen worden.
3. Der Lehrerausschuß
Während des Berichtsjahres bestand kein Lehrerausschuß.


