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Je nach der Witterung wurden die Durnstunden entweder in der Turnhalle oder auf dem großen zur Schule gehörigen Spielplatze abgehalten. Er ist mit Reck, Barren und Springgrube versehen.
In der Vorschule bildete jede der drei Klassen eine Turnabteilung für sich, die Vorklassen 1 und 2 turnten wöõchentlich in zwei ganzen, die Vorklasse 3 in zwei halben Stunden. Den Unterricht erteilten die Herren A. Wamser in Vorklasse 1 und 2, Zorbach in Vorklasse 3.
Turnspiele: Zu den Turnspielen im Ostpark hatten sich 392 Schüler an- gemeldet; der Betrieb mußte aber bei Ausbruch des Krieges eingestellt werden.
Herr Professor Dr. Wislicenus beschäftigte mit Unterstützung einiger an- derer Herren noch im August und September einige Schüler mit Spielen im Ostpark.
Rudern: Die von der Rudergesellschaft„Germania“ für Schüler eingerich- teten Ruderkurse, die unter der Leitung des Herrn Oberlehrers Dr. Mayer standen, hörten mit Beginn des Krieges auf. Es hatten sich 12 Schüler der Oberklassen beteiligt.
Schwimmen: Besonderer Schwimmunterricht ist seitens der Schule nicht eingerichtet. 178 Schüler waren Freischwimmer, 36 haben das Schwimmen in diesem Jahre erlernt.
Wanderungen: Am 1. Februar unternahm Herr Oberlehrer Lorey mit der IVa eine Winterfahrt in den Taunus, am 3. Februar Herr Professor Diehl mit der IIlza, am 13. Februar Herr Oberlehrer Dr. Lischner mit der VIb und am 9. Mär⸗z Herr cand. sem. Haller mit der IVb.
Gesang: Der Gesangunterricht wurde in den Klassen der Oberrealschule von den Herren Weimar und Wamser erteilt; bei Ausbruch des Krieges von den Herren Wamser und Weißenstein. Die Klassen Va, Vb, VIa und VIb bildeten je eine Singabteilung für sich und hatten wöchentlich zwei Singstunden.
Die stimmbegabten Schüler der Klassen Quarta bis Prima bildeten, soweit sie nicht aus triftigem Grund zu dispensieren waren, den Chor, welcher von Herrn Weimar bis zum Ausbruch des Krieges in drei wöchentlichen Stunden in drei- und vierstimmigen Gesängen geübt wurde.
Stenographie: Die von Herrn Joesch geleiteten privaten Lehrgänge in der Stenographie nach Gabelsberger wurden durch den Krieg unterbrochen.
Progr. Nr. 587.


