— 15—
b) Singen.
Tertia. Einübung zwei- und dreistimmiger Lieder, sowie größerer, Oratorien und anderen geschmackbildenden Tonstücken entnommener Chöre. 1 St. Wahl.
Quarta. Fortgesetztes Einüben von größeren zweistimmigen Liedern mit besonderer Berücksichtigung des Volksliedes. 1 St. Wahl.
Quinta. Einüben zweistimmiger Lieder. Erweiterte melodisch-rhytmische Ubungen. 1 St. Wahl.
Sexta. Fortsetzung der in der 1. Vorschulklasse begonnenen Lieder und Ubungen mit erweiterten Intervallen. 1 St. Wahl.
Vorschule. a) Turnen.
1. Klasse: Gliederübungen, Taktgehen, Nachstellgang, Schrittwechselgang. Die ein- fachsten Reihungen. Ubungen am langen Schwingseil und an den Springpfeilern. Turnspiele. 2 halbe Stunden. Thiel.
2. Klasse: Die einfachsten UÜbungen im Stehen, Gehen und Laufen. Bildung von Stirn- und Flankenlinien. Ziehen in einer Schlangen- und Schneckenlinie. Übungen am langen Schwingseil, Turnspiele. 2 halbe Stunden. Thiel.
b) Singen. Erste Klasse. Leichte Lieder und Treffübungen nach dem Gehör. 1 St. Wahl.
C. Hôhere Mädchenschule.
Selekta.
Hebräisch. Mit 1. Kl. 3 St. Hirsch.
Deutsch. Das Wichtigste aus der Metrik. Litteraturgeschichte: Repetition von Ulfilas bis Opitz. Neuere Zeit von den Romantikern an bis zur Gegenwart. Lektüre kombiniert mit I. 2 St. Schmidt.
Französisch. Lektüre: Graziella von Lamartine. Le conscrit von Erckmann- Chatrian, Le roman d'un jeune homme pauvre von Feuillet. Litteraturgeschichtlicher Überblick. Unterrichtssprache französisch. Vocabulaire systématique von Plötz. 4 St. Frau Steinhilper.
Englisch. Nach Gesenius II einzelne Teile der Grammatik repetiert. Mündliche und schriftliche UÜbungen. Litteraturgeschichte. Lektüre: Dickens, Pickwick Papers und Shake- speare, Richard II. 2 St. Dr. Schwartze.
Pädagogik(für die Aspirantinnen): Winter-Semester: Geschichte der Pädagogik bis Comenius. Pädagogische Grundsätze und ihre Entwickelung aus der Psychologie. 2 Stunden. Schmidt.


