Schülervereine.
Der Schülerturnverein hielt unter Leitung des Herrn Böttger in der Turnhalle und auf dem Schulhofe außerhalb des Unterrichts seine Übungen ab.
Die Schulgruppe des Vereins für das Deutschtum im Ausland stand unter Leitung des Herrn Studienrat Dr. Gebhard.
Der Mitgliederstand konnte sich auf der vollen Höhe des Vorjahres halten, 373 Mitglieder(etwa „wei Drittel aller Schüler) gehören der Schulgruppe auf allen Klassenstufen an,
Die Schulgruppe beteiligte sich im Schuljahr 1927/28 mit 2 Gruppen unter Führung von Herrn Studienrat Dr. Freiling und Herrn Turnlehrer Böttger an der Pfingsttagung des V. D. A. in Goslar (am 3.—7. Juni), anschließend machte sie eine 6tägige Wanderfahrt durch den Harz bis zum Kyffhäuser.
Sie beteiligte sich ferner an den beiden Winterveranstaltungen des Frankfurter Schulgruppenver-— bandes dem„Fest der Deutschen Schule“ am 18. November 1927 und dem Vortragsabend der Dichterin des Auslanddeutschtums, Maria Kahle, am 6. Februar 1928, beide im Großen Saal des Saalbaues,
Sie hatte die Freude, in ihrer eigenen Schule einen Vortrag von Herrn Oberstleutnant Leon aus Bozen über das Deutschtum in Südtirol mit Lichtbildern zu hören, der am 20. Februar 1928 in der Aula der Helmholtz-Oberrealschule vor Eltern und Schülern der Anstalt stattfand.
Schulspeisung.
An der von der Stadt eingerichteten Frühstückspeisung nahmen am Ende des Schuljahres 126 Schüler teil.
Gesundheitsfürsorge.
Im Jugendfürsorgebezirk, dem die Schule zugeteilt war, leitete Herr Sanitätsrat Dr. Schlesinger
die jugendärztliche Aufsicht der Schule.
Am 23. März hielt Herr Medizinalrat Dr. Hagen mit den Abiturienten eine Besprechung über
das Geschlechtsleben,
Her Dr. Loeb leitete die Untersuchung der Schüler in Bezug auf die Beschaffenheit ihrer ähne.
4 Schüler wurden durch Vermittlung des Jugendamtes zur Erholung auf das Land geschickt.
Die Bestrebungen des Bundes für sexuellen Jugendschutz wurden weiterhin unterstützt und fanden bei den Eltern reges Verständnis. Die von Herrn Pfarrer Hoppe in Luckenwalde zur
Unterweisung der Eltern ausgegebenen Druckschriften wurden den Eltern aller neu eingetretenen
Schüler übermittelt,
i. Freistellen, Unterstützungen.
Im Schuljahr 1927/28 wurden 140 ganze und 10 halbe Freistellen verliehen. Der Prozentsatz der Freistellen betrug somit 24,3%.
Lebemnitkelieiheit wird Schülern auf Antrag der Eltern und mit Zustimmung der Lehrerkonferenz gewährt.
Erziehungsbeihilfen können Schülern, die sich hervorragend bewähren, aus städtischen Mitteln zuerkannt werden. 5 Schüler erhielten im Laufe des Schuljahres Erziehungsbeihilfen von der Stadt, Die Hilfsbücherei, aus der Schülern Schulbücher leihweise zur Verfügung gestellt werden können, wurde den Anforderungen entsprechend mit städtischen Mitteln ergänzt und weitergeführt,
4. Elternhaus und ehemalige Schüler.
a. Der Elternbeirat und die Elternversammlungen.
Nach Ausscheiden der Herren Pfarrer Lütgert, Polizeiobermeister Moog und Bildhauer Wagner bestand der Elternbeirat aus den Mitgliedern: 1. Herr Postinspektor Sinz, 2. Herr Studienrat Dr. Schweikart, 3. Frau Grumbach, 4. Herr Kaufmann Wurm, 3. Herr Obertelegraphensekretär
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