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1874 wurde er hier angeſtellt. Er unterrichtete in dieſem Jahre Deutſch, Franzöſiſch und Engliſch in verſchiedenen Klaſſen der Mädchenſchule.
2. Dr. phil. Paul Wolff, geboren den 21. März 1845 zu Hollern bei Hamburg, evangeliſcher Confeſſion, beſuchte die Gymnaſien zu Gütersloh und Celle und ſtudierte nach abſolvierter Abiturientenprüfung auf den Univerſitäten Göttingen und Tübingen Theologie und Philologie. Im Jahre 1869 beſtand er zu Göttingen das Staatsexamen der philoſophiſchen Facultät und promovirte im Jahre 1871. Er bekleidete die Stelle eines proviſoriſchen Lehrers an der Realſchule IJ. Ordnung in Stettin und wurde im Jahre 1872 als ordentlicher Lehrer an der Realſchule I. Ordnung zu Hagen in Weſtfalen angeſtellt. Von da gieng er im Jahre 1875 als ordentlicher Lehrer an die hieſige Bürgerſchule über.
3. Dr. phil. Jacob Ferdinand Lorey, geboren zu Frankfurt a. M. am 27. Mai 1838, evangeliſcher Confeſſion. Er bezog, nachdem er das hieſige Gymnaſium abſolviert hatte, 1859 die Univerſität Göttingen, an welcher er im Jahre 1864 auf Grund ſeiner Inauguraldiſſertation»de vocalibus irrationa- liter enunciandis apud poetas dactylicos Latinorum« promovierte. 1865 beſtand er daſelbſt die Prüfung pro facultate docendi in den Fächern der claſſiſchen Philologie, im Deutſchen und in der Geſchichte. Er war von 1865 bis 1867 als proviſoriſcher Lehrer an dem Gymnaſium Andreaneum zu Hildesheim thätig, wurde 1867 als ordentlicher Lehrer an der höheren Bürgerſchule zu Northeim angeſtellt, an welcher er auch einen Theil des Unterrichtes im Franzöſiſchen übernahm. 1871 gieng er als ordentlicher Lehrer an das Gymnaſium und die höhere Bürgerſchule zu Hameln über. Das Programm des Gymnaſiums von Hameln von Oſtern 1874 enthält von ihm eine Abhandlung über: die Schwierigkeit der Anwendung des griechiſchen Metrums auf die lateiniſche Sprache. Von hier wurde er durch Decret vom 1. April 1875 an die hieſige höhere Bürgerſchule berufen.
4. Dr. phil. Theodor Weiffenbach, geboren den 30. Auguſt 1849 zu Boſenheim in Rhein⸗ heſſen, evangeliſcher Confeſſion. Er beſuchte das Gymnaſium zu Kreuznach bis 1867 und die Univerſität Gießen bis 1873, promovierte in Gießen und beſtand daſelbſt das Staatsexamen in Mathematik, Phyſik und Chemie. Von Herbſt 1873 bis Oſtern 1874 wirkte er als Probe⸗Candidat und wiſſenſchaftlicher Hilfs⸗ lehrer am Gymnaſium zu Elberfeld, kam als ſolcher Oſtern 1874 an die höhere Bürgerſchule und wurde durch Decret vom 7. Mai 1875 als ordentlicher Lehrer angeſtellt.
5. Dr. phil. Auguſt Brittner, geboren zu Reinweiler in der Pfalz, katholiſcher Confeſſion. Er beſuchte die Elementarſchule und das Progymnaſium zu Landau, dann das Gymnaſium zu Speyer, welches er nach Ablegung des Abiturienten⸗Examens 1868 verließ. Seine weiteren Studien machte er an dem Polytechnicum und der Univerſität von München, promovierte daſelbſt 1871 und beſtand die Prüfung pro facultate docendi in Chemie, Mineralogie und den beſchreibenden Naturwiſſenſchaften im Jahre 1873. Einen von der philoſophiſchen Facultät zu München ausgeſetzten Preis errang er durch ſeine Abhandlung über ſogenannte animaliſche und vegetabiliſche Proteinſtoffe. Als wiſſenſchaftlicher Hilfslehrer wirkte er an unſerer Schule von Oſtern 1874 bis Oſtern 1875 und wurde definitiv durch Decret vom 7. Mai 1875 als ordentlicher Lehrer an den hieſigen Schulen angeſtellt.
Der ſeit dem Jahre 1857 an der Schule als Zeichenlehrer wirkende Herr Hoff iſt durch Magiſtrats⸗Beſchluß vom 12. März 1875 unter die Zahl der ordentlichen Lehrer aufgenommen worden.
Unſer verehrter College, Herr Profeſſor Dr. Freſenius, deſſen Zuſtand leider ſich nicht gebeſſert hatte, wurde definitiv in den Ruheſtand verſetzt; durch Decret vom 8. Juni 1875 wurde ihm unter Anerkennung ſeiner verdienſtlichen Wirkſamkeit mit Belaſſung ſeines bisherigen feſten Gehaltes die Penſion⸗ nierung gewährt. Das Königliche Provinzial⸗Schulcollegium beſtätigte dieſe Penſionierung durch Decret vom


