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zugewiesen wird. Es entfallen im Schuljahre, das durchschnittlich zu 40 Schulwochen ge- rechnet werden kann, auf Buchhaltung 160, deutsche Sprache und Korrespondenz 120, kauf- männisches Rechnen 160. Handels- und Wechsellehre, französische und englische Sprache je 160, Stenographie 120 Stunden und wir meinen, daß diese Zahlen dafür bürgen, daß der kaufmännische Lehrstoff gründlich durchgearbeitet wird und die Schülerinnen in der Praxis den berechtigten Anforderungen ent- sprechen.
Von den Schülerinnen besuchten etwa ein Viertel die Schule in der Absicht, die Bildung, die die höhere Mädchenschule ihnen vermittelte, nach der praktischen Seite hin zu ergänzen und Verständnis für wirtschaftliche Fragen zu erlangen, das unsere Zeit auch von dem weiblichen Geschlechte fordert; die übrigen dagegen, um darauf ihren Erwerb zu gründen. Für diese bietet das Abgangszeugnis den Vorteil, daß es sie, falls sie noch fortbildungsschulpflichtig wären, von dem Besuche der obligatorishen Fortbildungsschule befreit.
Das Schulgeld beträgt jährlich für hiesige Schülerinnen 100 Mark, für Schülerinnen, deren Eltern auswärts wohnen, 150 Mark; der Steno graphieunterricht ist in diesem Betrag inbegriffen, nur für die Teilnahme an dem wahlfreien Unterricht in Maschinenschreiben
ist ein Sonderbetrag von 10 Mark zu entrichten.
2. Uebersicht über den Lehrplan.
Deutsche Sprache und Korrespondenz.. wöchentlich 3 Stunden Französische Sprache und Korrespondenz. 5 4 Englische Sprache und Korrespondenz 5 4 Kaufmännisches Rechnen— 4 3 PBuchhaltung..... 4. Wechsel- und Handelslehre 3. Handelsgeographie 3 3 5 Stenographieoe 2 3— Sehreiben........ 3 2 3.
30 Stunden Maschinenschreiben(wahlfrei) 2 5
32 Stunden
3. Uebersicht über die während des Schuljahres 1906⁰07 erledigten Lehraufgaben.
Klassenlehrer: Abt. A: Oberlehrer Doerr, Abt. B: Oberlehrer Glück, Abt. C: Oberlehrerin Reichow.
Deutsche Sprache. 1 St. Haus- und kKlassenlektüre: Aufsätze handels- geschichtlichen, handelsgeographischen, technischen und volkswirtschaftlichen Inhalts. Münd- liche und schriftliche Uebungen. Grammatik: Sprachliche und grammatische Belehrungen wurden teils an die Lektüre, teils an die Ausarbeitung und Korrektur der Briefe angeschlossen.
Abt. A und C: Doerr, Abt. B: Glück.
Französisch. 4 St. Lektüre in A: Glausser-Graz. Pages choisies du Roman Français III(Neusprachliche Reformbibliothek) und Pierre Loli, Pécheur d'Islande; in B: Saint Germain, Pour une Epingle und Anatole France, Le Crime de Sylvestre Bonnard: in C: Gagnebin, Petite Nell und Colomb, Deux Meères.— Im Anschluß daran Sprechübungen, Wiedergabe des Gelesenen. Grammatische Wiederholungen nach Voigt, kleine Grammatik für Handelsschulen.— fHandelskorrespondenz nach Professor Dr. Peters, Einführung in den franzö- sischen kaufmännischen Briefwechsel. Abt. A und B: Köper, Abt. C: Reichow.


