Jahrgang 
1907
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1. Es sind die Buchungen des Bankiers im Memorial vorzunehmen.

2. Das Kontokorrent ist aufzustellen und mit 3% per 30. Inni abzuschließen. Als Kommission ist 1%o von der Summe der Debetposten einzustellen.

3. Die durch den Abschluß des Kontokorrentes entstehenden Posten sind im Memorial zu verbuchen.

b) Der Kommissionär L. von Baerle in Amsterdam hat im Auftrage von M. Rauch, Stuttgart, 50 Sack Preanger-Kaffee in der Auktion zu 42 Cts.(1 ct unter Limit) gekauft und ihm auf Waunsch ein Ausfallmuster von 1 kg zugesandt. Die Ware wird auftragsgemäß an den Spediteur K. Schmidt, Mannheim, verladen. Es sind auszuarbeiten:

1. Der Bestellbrief. 2. Die Ausführungsanzeige nebst Fakturenbrief,(die Faktura selbst nicht). 3. Der Brief des Kommissionärs an den Spediteur.

6. Chemie und Technologie. Die Seifenfabrikation.

Die mündliche Prüfung fand am 15. März unter dem Vorsitze des Herrn Professor Dr. Thomae, Kommissar des Kgl. Ministeriums für Handel und Gewerbe, statt. Der Schul- vorstand war durch Herrn Stadtschulrat Dr. Lüngen vertreten.

Auf Grund der Ergebnisse der schriftlichen Prüfung und der Jahresleistungen war 1 Schüler von der mündlichen Prüfung befreit, dessen Namen in dem Verzeichnis durch* kenntlich gemacht ist.

Das Verzeichnis der für reif erklärten Schüler findet sich am Schlusse des Berichtes.

B. Die Handelsrealschule. 1. Allgemeines.

Während die höhere Handelsschule denjenigen jungen Leuten dienen soll, die erst nach der Erwerbung des Einjährigen-Scheines sich eine möglichst weitgehende fachliche Bildung verschaffen wollen, beabsichtigt die Handelsrealschule, Allgemeinbildun g bis zur Erreichung der Reife für den einjährigfreiwilligen Militärdienst und Fachbildun g diese aber in beschränkterem Maße als die höhere Handelsschule zugleich zu vermitteln. Ihre Ziele fallen also im allgemeinen mit denen der Realschulen zusammen, nur sucht sie den Unter- richt in allen Wissensgebieten in derselben Richtung, nämlich auf den zukünftigen Beruf hin, zu entwickeln, und damit den Schüler mit einer für das spätere Erwerbsleben unentbehrlichen fachlichen Vorbildung auszurüsten.

Dieses Doppelziel wird dadurch erreicht, dass sie die Gegenstände, die sie mit der Realschule gemeinsam hat, wie Deutsch. Französisch, Englisch. Geschichte und Geographie, die Naturwissenschaften, mit Stoffen aus dem kaufmännischen und Wirtschaftsleben durchsetzt, andererseits aber auch besondere Fachgegenstände, wie kaufmännisches Rechnen, Buchhaltung, Handelskorrespondenz und Handelslehre, einführt. Aus der innigen Verschmelzung aller Unter- richtsgegenstände erwächst die Einheit des Bildungsinteresses, die der Handelsrealschule, dem jüngsten Zweige an dem Stamme des höheren Schulwesens, entschieden zugesprochen werden muß.

Auf Grund der zu Ostern 1906 abgehaltenen Schlußprüfung wurde die Abteilung seitens des Herrn Ministers der geistlichen, Unterrichts- und Medizinal-Angelegenheiten als Real- schuleganerkannt, so daß sie nunmehr den NamenHandelsrealschule führt, und von dem Herrn Reichskanzler wurde sie in das Verzeichnis derjenigen Lehranstalten aufgenommen, die gemäß§ 90 der Wehrordnung zur Ausstellung von Zeugnissen über die Befähigung für den einjährig-freiwilligen Militärdienst berechtigt sind.

Die Hoffnung, die wir im Vorjahre an dieser Stelle bezüglich des Ausbaues der Handelsrealschule zu einer sechsstufigen Anstalt aussprachen, hat sich schon im Laufe dieses Schuljahres erfüllt; denn auf Antrag des Schulvorstandes haben die