Jahrgang 
1905
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Rechnen. 2 St. Diskontrechnung. Anfertigung von Reichsbankdiskontnoten, Devisen- und Netappointrechnung, Kontokorrentrechnung. Ila und IIb DröII. Handelsbetriebslehre. 2 St. Nach Voigt-Doerr. Handelsbetriebslehre I. Teil. Betrieb des Klein- und Großhandels. Entstehung, Begriff, Gliederung, Mittel des Handels. Mafßze, Gewichte, Geld. Warenhandel im allgemeinen: Personal; Beschaffung, Bezug und Em- pfang der Waren, Lagerung, Ausgleich der Rechnung, Absatzgewinnung, Verkauf, Konkurrenz- kampf und unlauterer Wettbewerb. Wechsel- und Schecklehre, Warenbörse. Spedition, Ver- zollung. Betrieb des Buchhandels. Ila und IIb Schneider. Korrespondenz. 1 St. Allgemeines über den kaufmännischen Briefwechsel. Briefe im Warengeschäft zwischen Kleinhändler und Grosshändler: Anfragen, Angebote, Be- stellungen, Annahme und Ablehnung des Auftrages, Versandanzeigen und Fakturenbriefe, Ausgleich der Rechnung. Mahnbriefe, Widerrufe, Bemängelungen. Voigt-Schneider, Handelskorrespondenz, Teil I. Ila und IIb Schneider. Buchführung: Die einfache Buchführung an der Hand mehrerer Geschäftspläne aus Doerr-Hesse, Geschäftsgänge. Abschluss der Haupt- und Nebenbücher. Ila und Ib Schneider. Stenographie. 1 St. Die Regeln der Redeschrift. Uebungen in gekürzter Schrift nach mäßig raschem Diktat. Ila und Ib Oppelt.

Turnen. 2. St. Frei-, Ordnungs-, Gerätübungen und Turnspiele. IIa u. IIb Bahrs.

III. Klasse. IIIa Klassenlehrer: Oberl. Koeppen; IIIb Klassenlehrer: Oberl. Dr. Kraus II.

Religion. a) Evangelische. 2 St. Geschichte des Reiches Gottes im Alten Bunde. Lesen entsprechender Abschnitte aus den Geschichtsbüchern und den Propheten. Wiederholung und teilweise vertiefende Erklärung der drei ersten Hauptstücke von Luthers Katechismus. Erlernung der Lieder 312, 425, 28, 70, 41 des Frankfurter Gesangbuchs. Herchenröder.

b) Katholische(Komb. mit Kl. II.): Zweites Hauptstück. Lehre von den Geboten nach dem großzen Katechismus für die Diözese Limburg. Wiederholungen. Geschichte des Neuen Testamentes nach der biblischen Geschichte von Schuster-Mey, I. Teil: das Evangelium Jesu Christi. Meurer.

c) Jüdische: Geschichte von der babylonischen Gefangenschaft pis zur Zerstörung des zweiten Tempels. Bibellesen a) Glaubenssätze, Sittenlehre und Rechtsvorschriften der Thora und zwar die wichtigsten Stellen aus Genesis, Exodus, Levitikus, Numeri. b) Psalmen 1, 5, 8, 23, 126, 130, 137. Die Feiertage und ihre Bedeutung. Hartmann.

Deutsch. 4 St. a) Lektüre von Erzühlungen, Aufsätzen geschichtlichen, geographischen, naturwissenschaftlichen und technischen Inhalts; Lebensbildern vorbildlicher Kaufleute und Industrieller aus Dr. L. Voigts Deutschem Lesebuch für Handelslehranstalten. b) Erläuterung und Einprägung epischer und lyrischer Gedichte. Uebungen in der Grammatik und Orthographie. Schriftliche Uebungen. Aufeer 6 Haus- und 4 Schulaufsätzen kürzere Ausarbeitungen des Gelesenen in der Klasse. IIla und IIIb Maass.

Aufsätze: 1. Ein treuer Diener seines Herrn. 2. Das Verkehrswesen Europas zu Beginn des 19. Jahrhunderts. 3. Ein Ferientag. 4. Freuden und Leiden des Sommers. 5. Pagen und Knappen im Mittel- alter. 6. Alpenwirtschaft. 7. Zur Auswahl: a) Die deutschen Städte im Mittelalter. b) Der Nordostseekanal. c) Der schwarze Tod. S. Die Kulturstufen der Menschheit. 9. Der wackere kleine Hirt(Uebersetzung aus dem Englischen). 10. Die deutschen Küsten.

Französisch. 6 St. Lovera, Lectures et exercices français diente als Grundlage und Ausgangspunkt; im Anschluf daran Sprechübungen in Rede und Antwort einerseits. freier Wiedergabe andrerseits. Einübung einer guten Aussprache, und Einprägung und Erweiterung des zuvor Prlernten, besonders der Konjugation. Das grammatische Pensum bildeten die unregelmäßigen Verben. der Gebrauch von avoir und étre, reflexive und unpersönliche Zeit- wörter, und Einführung in die Lehre von den Zeiten und Moden, nach Plötz-Kares. Sprach- lehre. Besondere Uebungen mit Stoffen des täglichen Lebens nach Delmas' Bildertafeln. Im