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S. Schülerunfallversicherungen.
Nach einem Vertrage der Stadt Frankfurt mit der Gothaer Allgemeinen Versicherungsbank in Gotha sind sämtliche Frankfurter Schüler, soweit sie nicht einer anderen Versicherung angehören, nicht nur gegen Unfälle, die sich im Sportbetrieb zutragen, sondern gegen alle Unfälle, welche dem Schüler in der Zeit vom Verlassen der Wohnung zum Schulbesuch bis zur Rückkehr dorhin, insbesondere auch auf dem Schulwege und auf dem Schulhofe in den Pausen zustoßen, versichert. Die Prämie beträgt 35 Pfg. für den Schüler.
Bei der Frankfurter Allgemeinen Versicherungs A.⸗G. sind 175 Schüler versichert. Als Prämie sind M 1.50 oder M 0.75 zu zahlen.
L. Schulgeld und Schulgeldbefreiung, Einrichtungen zum Besten minderbemittelter Schüler.
1. Das Schulgeld beträgt jährlich 180 Mark für Einheimische und 225 Mark für Auswärtige. Eine ganze Freistelle wurde 30 Schülern verliehen. 18 Schüler hatten als 2. Kind 50% Ermäßigung. Das Schulgeld wurde 14 Schülern als 3., 4. oder 5. Kind erlassen. 4 Schülern wurde eine Erziehungsbeihilfe gewährt.
2. Hilfsbüchereien. Mittel für Theaterbesuch und Wanderungen.
Aus den von der Stadt für bedürftige Schüler zur Verfügung gestellten Mitteln konnten Schul- bücher der verschiedensten Gebiete angeschafft werden. Sie sind mit dem Stempel des Goethe-Gym- nasiums versehen und katalogisiert.
Auch Schenkungen alter Bücher gingen ein. Sie sind mit dem Stempel„Schulbüchersammlung des Goethe-Gymnasiums Frankfurt a. M.“ gekennzeichnet.
Zur Ermöglichung des Theaterbesuchs für minderbemittelte Schüler wurde von der Stadt wieder ein Betrag von M 40.— überwiesen. Die Verwaltung übernahm Herr Studienrat Dr. Pfeffer.
Zur Unterstützung bedürftiger Schüler bei Wanderungen hatte die Stadt einen sogenannten Wanderfonds in Höhe von M 75.— zur Verfügung gestellt, der aber leider bei dem Einbruch im Juni den Dieben in die Hände fiel.
3. Stiftungen.
Aus den Mitteln der Erwin Beit von Speyer-Stiftung wurden 2 Schüler unterstützt.
Die Zinsen der Paul Salin-Stiftung wurden in diesem Jahre nicht verbraucht, damit wir im nächsten Jahre eine größere Summe zur Verfügung haben.
4. Dispositionsfonds des Direktors.
Herr Geheimrat Dr. Bruhn schrieb im Jahresbericht 1925/26:„Seit etwa 20 Jahren besteht am Goethe-Gymnasium ein Dispositionsfonds des Direktors, der aus freiwilligen Beiträgen von Qltern mehrbemittelter Schüler, insbesondere der Abiturienten, erwachsen war. Auch dieser Fonds ist der Inflation zum Opfer gefallen. Er hatte es dem Direktor ermöglicht, minderbemittelte Schüler bei den verschiedensten Gelegenheiten, besonders bei dem Besuch des Schülerheims zu unterstützen. Der Direktor würde sehr dankbar sein, wenn freundliche Spenden es ihm möglich machten, einen solchen Fonds neu zu begründen.“
In diesem Jahre schenkten Frau Bankier Rosenbusch und Herr Bonwit je M 50.—.
Auch in diesem Jahre stiftete ein freundlicher Spender den Betrag von M 100.— als Sti- pendium für eine Studienwanderung eines Schülers. Das Stipendium wurde dem Unterprimaner Johannes Nägler verliehen.
M. Berufsberatung.
Die von dem Städtischen Berufsamt für die abgehenden Schüler übersandten Personalkarten wurden in dem Maße, wie die Eltern es wünschten, ausgefüllt und die Schüler darauf hingewiesen, wann sie sich bei dieser Stelle Rat holen können.
Im Laufe des Winters veranstaltete der Verein ehemaliger Goethe-Gymnasiasten in der Aula zwei Vortrags-Abende, an denen frühere Schüler über die Aussichten verschiedener Berufe sprachen.
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